Swatter im Kansas-Fall wegen fahrlässiger Tötung angeklagt!

Letztes Jahr ereignete sich ein tragischer Swatting-Vorfall in Kansas, als ein Unschuldiger von der Polizei erschossen wurde. Der Swatter wird nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt! 

Am 28. Dezember schockierte eine Nachricht aus Kansas viele Menschen und auch Gamer, als sie von einem Swatting-Todesfall in den USA hörten. Wir berichteten. Schnell wurde der Tatverdächtige festgenommen, welcher sich als Tyler Barriss herausstellte und bekannt für mehrere solcher Hoax-Anrufe bei der Polizei ist.

 

Was ist geschehen? Vorausgegangen sei wohl eine Diskussion zweier Call of Duty-Spieler in einem privaten Chat, welcher in einem heftigen Disput ausartete. Der eine drohte, einen Swatting-Anruf zu tätigen, worauf hin der andere Spieler ihm eine Adresse zusendete.

 

Es war jedoch nicht seine eigene. Aus Drohungen wurden Taten und der Spieler kontaktierte einen bekannten Swatter, Tyler Barriss, um den Anruf zu tätigen.

 

Diesen erledigte er auch und meldete eine Geiselnahme, die er selbst verübt, mit einen Toten durch Kopfschuss, und drohte, das Haus in Brand zu stecken. Die Polizei war auf das Schlimmste vorbereitet.

 

Doch durch ein folgenschweres Missverständnis wurde an der Tür des vermeintlichen Tatorts ein 28-jähriger Unschuldiger durch einen Polizisten erschossen, der eine Waffe an der Person vermutete. Der Mann verstarb an seinen Verletzungen im Krankenhaus.

 

Bei der Fahndung nach dem Anrufer konnte man Tyler Barriss stellen und in Untersuchungshaft nehmen. Nun steht auch die Anklage fest. Er muss sich der fahrlässigen Tötung verantworten, sollte er für schuldig gesprochen werden.

 

Tyler Barriss bei der Anhörung zur Auslieferung

 

Bereits am Freitag nahm Barriss an der ersten Gerichtsverhandlung teil, jedoch nur über Video-Chat aus dem Gefängnis, nachdem er bereits aus Los Angeles ausgeliefert wurde. Eine Kaution auf Freilassung wurde zugestimmt, jedoch liegt die Summe bei 500.000 Dollar.

 

Der Staatsanwalt von Sedgwick County, Marc Bennett, sagte den Reportern nach der kurzen Anhörung, dass man noch überprüfe, ob man den Schützen der Polizei ebenfalls anklagen muss. Sobald man in dieser Sache eine Entscheidung trifft, würde man der Öffentlichkeit Bescheid geben. Bisher warte man noch auf einen Autopsiebericht.

 

Da auch andere Personen in diesen Fall verwickelt sind, werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt. Darunter sind forensische Analysen von Telefonen und Computern.

 

Staatsanwalt Bennett erklärte ebenfalls, dass man durch das öffentliche Interesse und der „Neuheit des Falles“ auch die Frage aufwerfen muss, ob die Gesetzgeber nicht auch die Gesetzte bezüglich der Computerkriminalität ändern muss.

 

Sollte Tyler Barriss für schuldig befunden werden, könnte er eine Gefängnisstrafe von 31 bis 136 Monaten erhalten. Dies hängt auch von der bisherigen Strafakte des Angeklagten ab. Barriss jedoch ist bereits für eine Vielzahl von Hoax-Anrufen bekannt.

 

Ob falsche Bombenmeldungen bei zwei Schulen oder einer zu ABC zugehörigen TV-Station sowie mehreren Swatting-Vorfällen in der Vergangenheit. Seine Dienste bot er im Internet für Geld an.

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Über mich gibt es nicht viel zu erzählen. 20 Jahre jung, passionierter Gamer seit 17 Jahren und schreibe für mein Leben gerne. Mache mein Abi in VWL und strebe ein Studium in Medienkommunikation an. │

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1 Readers Commented

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  1. Jens Schröder

    Naja… Wenn ich die Polizei rufe, weil ich eine vermeintliche Straftat beobachte und die Polizei jemanden erschießt obwohl sich dann heraus stellt, dass es keine Straftat war, kann ich doch nicht dafür belangt werden. Ich verteidige keines Falls das Swatting, aber hier liegt die Schuld eindeutig bei der amerikanischen Polizei und ihrer Schießwütigkeit.

    Anklagen müsste man ihn also wegen des Swattings und nicht wegen des Todesfalles. In wie weit kann der Polizist seine Aussage, dass sein Leben in Gefahr war, denn bezeugen? Weil der Tote eine Waffe unter den Klamotten hatte? Er wird sie wohl kaum beim Öffnen der Tür in der Hand gehabt haben. Die spinnen die Ammies.

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