Review: Battlefield 1: Incursions

Battlefield 1 Incursions ist nun in der Open Beta. Ob der Competitive-Modus etwas taugt und für Battlefield-Spieler etwas ist, haben wir für euch getestet.

Vor einiger Zeit haben die Entwickler DICE und die Publisher EA gedacht: „Hey, wir bringen Incursions in die Open-Beta. Jeder Spieler kann, wenn er Lust hat, ab sofort in die Open Beta einsteigen. Wie, erklären wir euch später. Wir von der Shooter-sZene haben den neuen Modus auf Herz und Niere getestet, um zwei Fragen zu beantworten: Ist Incursions wirklich competitive-fähig und kann es auch einen herkömmlichen Battlefield 1 Spieler interessieren?

 

Wie ihr Battlefield 1 Incursions zocken könnt?

Im Hauptspiel (Hauptmenü) müsst ihr auf den Tab „More“ oder „Mehr“ gehen. Dort springt euch schon förmlich Incursions ins Gesicht. Wählt den Button aus und prompt wird euch der Zugang zur Open-Beta gewährt. Nach einem kurzen Download könnt ihr das Stand-Alone Game starten.

 

Was ist Battlefield 1 Incursions?

In BF1 Incursions handelt es sich um einen E-Sport wettkampffähigen (Competitive) Modus, bei dem sich zehn Spieler (5 vs. 5) gegenüber stehen. In den drei unterschiedlichen Spielmodi müsst ihr eine gewisse Aufgabe erfüllen, um das Match für euch und euer Team zu gewinnen. Das simple „Killen“ von Spielern reicht hier absolut nicht aus, um siegreich aus dem Match zu gehen.

Zum Spiel

Der neue Titel von Battlefield 1 erinnert sehr an den Ubisoft Titel Rainbow Six: Siege, doch bis auf einige Parallelen ist Incursion komplett anders. Via Matchmaking wird euer Team mit gleichgesinnten Spielern ausgesucht und zusammengesteckt. Abgängig soll hier laut DICE ebenfalls dein aktueller Rang sein. Nachdem sich alle zehn Spieler (endlich) zusammen gefunden haben, geht das Kopfzerbrechen richtig los. In einer Auswahl von bis zu zehn Klassen müsst ihr entscheiden, was oder wen ihr zum Spiel präsentieren wollt. Unter anderem gibt es den Raid-Leader, Trench Surgeon, Shock Assault, Combat Sniper und noch sechs andere Charaktere zur Auswahl. Jede Klasse/ jeder Charakter besitzt eine streng limitierte Waffenauswahl und die Klassenfähigkeit ist fest gebunden. Anhand des Sanitäter (Trench Surgeon) stellen wir die Klassenfähigkeit mal kurz vor. Auf die anderen Klassen oder ihren Fähigkeiten gehen wir hier in dieser Review nicht ein, denn es würde de fakto den Rahmen sprengen.

 

 

Zur Sanitäter Fähigkeit: Im Level 0, auch das Start-Level, besitzt ihr eine kleine Heilaura, mit der ihr eure Kollegen ohne Med-Kit heilen könnt. Der Radius ist klein, weshalb ihr als Trench Surgeon in der Nähe eurer Teammates sein müsst. In Level I, welchen ihr durch Heilung, Support und Kills erreicht, könnt ihr gefallene Teammates, die in der Revive-Zeit sind, mit einer Rauchgranate decken und reviven. Dazu müsst ihr den gefallenen Spieler fixieren und mit Q markieren. Schon dropt die Rauchgranate und euer Wiederbelebungsversuch bekommt einen Sichtschutz. Im dritten Level erleidet ihr deutlich weniger Gegnerschaden, wenn ihr die Rev-Spritze gezogen habt.

 

Kommt es zum Match-Seiten-Wechsel verliert ihr eure Level und beginnt bei Null. Diese Regel gilt für jeden Matchteilnehmer. Über das Menü könnt ihr euch schlau machen und in Erfahrung bringen, welcher Charakter mit welchen Fähigkeiten zu euch passt. Ganz nach dem Schere, Stein, Papier Prinzip ist gut zu überlegen, welche Klassen ihr in die Schlacht ziehen möchtet. Dieses Entscheidungen könnten Match-entscheidend sein, denn der Rank-Modus ist knallhart. Der festgelegte Charakter (vor Spielbeginn) ist für das Team nur einmalig wählbar und erlaubt euch nicht während des Matches zu wechseln. Im Casual-Modus besteht aber noch die Möglichkeit die Klasse zu wechseln. Der Modus ist klassentechnisch ein wenig entspannter.

 

 

Die Spiel-Modi

Battlefield 1 Incursion bietet euch in der Open Beta genau drei Spiel-Modi an. Neben King of the Hill und Incursions gibt es noch den Squad Breakthrough.

 

King of the Hill:

Hier seid ihr mit eurem Team aufgefordert eine Flagge in der Mitte beider Startpunkte einzunehmen und zu halten. Nach einer geraumer Zeit generiert ihr für das Flaggehalten einen Punkt. Das Team, welches zehn Punkte erreicht, gewinnt die erste Runde. In der nächsten Runde liegt der Eroberungspunkt an einer anderen Stelle und zwingt euch mit der neuen Spielumgebung zurecht zu kommen. Das Team, das insgesamt 4 Runden gewinnt, gewinnt das Match.

 

Incursions:

Jedes Team startet mit seinem eigenen festen Eroberungspunkt. In der Mitte der Karte liegt ein neutraler B-Eroberungspunkt. Dieser ist einzunehmen und zu halten. Doch was ähnlich zu King of the Hill klingt, ist in Incursions etwas anders. Hier können für den Rundensieg nicht nur Punkte für das Halten des Eroberungspunktes generiert werden, sondern auch Kills, Fahrzeug-Zerstörungen und Squad-Auslöschungen geben euch Tickets. Da dieser Modus linear ist, könnt ihr die Gegner Flagge (A oder C) erst erobern, wenn ihr den mittleren Punkt (B) schon erobert habt. Auch hier gilt, wer die meisten Tickets für sich gewinnt, gewinnt das komplette Match.

 

Squad Breakthrough:

Dieser Spielmodus ist ein klassischer Rush-Modus. Die einen sind die Angreifer, die anderen die Verteidiger. Die Angreifer müssen die feindlichen Flaggen rasch erobern, um ihre eignen Tickets, die sehr streng limitiert sind, zu behalten. Maximal können drei Eroberungspunkte eingenommen werden. Für drei Eroberungen gibt es drei Punkte, bei vier Punkten ist der Sieg erreicht. Das Verteidigerteam muss zügig die Spielertickets, die bei 20 Stück liegen, eliminieren. Falls die Tickets auf Null gesetzt worden sind, gewinnen die Verteidiger die erste Runde und erhalten einen Punkt. Danach kommt es zum Seitenwechsel, sodass jedes Team dazu verpflichtet ist Angreifer sowie Verteidiger zu spielen.

 

Draw:

Tatsächlich kann es zu einem Unentschieden kommen, hier wird einfach weiterhin der Spielmodus mit zwei Extrarunden gespielt. Falls dabei beide Teams stark bleiben, endet das Match mit einem Unentschieden.

 

 

Die aktuellen negativen Punkte:

Zu berücksichtigen ist, dass Incursion noch in der Beta Phase ist. Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Fürs erste kommen wir auf das Matchmaking. In diesem Battlefield 1 Modus gibt es keine Dedicated Server, dementsprechend muss sich jeder Spieler in die Matchmaking Warteschlage stellen. Diese ist aktuell so unausgereift, dass Wartezeiten von fünf bis zehn Minuten kommen können. Dies nervt gewaltig und langweilt vor dem Computer. Kommen endlich alle Spieler zusammen, müssen es aktuell genau zehn aktive Spieler sein, um ein Match zu beginnen. Springt ein Teilnehmer während der Ladezeit ab, unterbricht das komplette Matchbeginn. Dann fängt wieder diese ätzende Wartezeit von vorne an.

 

Incursions akzeptiert nicht einmal ein Match von einer geraden Spieleranzahl, Beispiel 4 vs. 4, sondern es müssen genau zehn Spieler sein. Zu empfehlen ist hier ein deutlich verbessertes Matchmaking und auch Spiele, die mal mit acht Teilnehmern stattfinden können. Natürlich liegt hier die Problematik zudem bei der Verfügbarkeit der Server, die zur Zeit gering ist.

 

Klappt es endlich zu einem Match beginnt das Warten von vorne, denn im nächsten Schritt sind alle zehn Spieler aufgefordert die Klassen zu wählen. Mit einer möglichen Wartezeit von 80 Sekunden kann man sich schon den Arsch platt drücken. Wählen aber alle Teilnehmer ihre Klassen aus und bestätigen diese, verkürzt sich die Zeit sofort. Zum Abschluss der Wartezeit ist ebenfalls der Seitenwechsel mit solch einer Wartezeit beladen, dass das Starren auf den Monitor unerträglich macht.

 

Wer braucht schon Fahrzeuge? Das nächste Manko wäre der Einsatz von Fahrzeugen. Wählt man die spezielle Klasse, hat derjenige Spieler die Möglichkeit den kleinen Kampfpanzer oder ein Transportfahrzeug zu wählen. Diese bringt in den Competitive Modus schon eine gewisse Abwechslung hinein. Dennoch bin ich persönlich der Meinung, dass Fahrzeuge in diesem Falle nichts in einem Competitive Spiel verloren haben. Der kleine Kampfpanzer besitzt solch eine Kampfkraft, die im Schere, Stein, Papier Prinzip ordentlich für Unruhe sorgt. Damit dieser Teil im Spiel bleiben kann, sollte dieser gebufft werden: Erstens sollte eine Reparatur der Fahrzeuge nicht möglich sein und zweitens sollte es keinen Einfluss auf die Eroberung von Punkten besitzen. Somit dient die Fahrzeugklasse als aktiver Supporter, aber nicht als Ein-Mann Armee, die dem gegnerischen Team alle Möglichkeiten auf den Sieg nimmt.

 

Zur Ranked Bewertung ist nicht viel zu sagen. Als Spieler, ähnlich zu Rainbow Six: Siege, kann man bis in den Platin Status kommen. Wie sich die Berechnung des Rankes erschließt, war zur Zeit der Review nicht ersichtlich. Die Sieg und Niederlage eines Matches trägt definitiv zum Rank-Stand seinen Teil. Abschließend zu dem ganzen Gejammer sind keine größeren Performance oder Gameplayprobleme aufgefallen. Die, die schon seit dem Release des Hauptspieles online sind, sind weiterhin mal mehr oder weniger vorhanden.

 

 

Fazit

 

Battlefield 1 Incursions hat auf jeden Fall das Potential mit anderen E-Sport Spielen zu konkurrieren. Die Matches sind von den Aufgaben fair aufgeteilt und verlangen vom ganzen Team volle Aufmerksamkeit und Kommunikation. Einzelgänger oder Causal Spieler sind schon durch die Aufgaben und den kurzen Matches absolut fehl am Platz. Doch Fans von zum Beispiel Rainbow Six: Siege kommen auf ihre Kosten. Incursion will und ist ein Competitive Spielmodus, der neben dem Hauptspiel viel Ehrgeiz und Spaß mit sich bringt. Die Festlegung von limitierten Klassen zwingt die Spieler zu einem bedachten und teamorientierten spielen. Falls die genannten (Beta-Phase) Probleme ausgemerzt oder verbessert werden, wird Incursion in nächster Zeit ein amüsanter und vielversprechender E-Sport Spielmodus.

the author

Seit es Doom und Wolfenstein 3D gibt bin ich Ego-Shooter Spieler durch und durch. Einige wenige Rollen-, Strategie- sowie Jump and Run- Spiele bekamen auch meine Aufmerksamkeit und entwickelten mich zu einem vielseitigen Spieler. Zocken ist für mich ein qualitatives Unterhaltungsmedium und taucht mich immer wieder in neue Welten ein.

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