Warum Far Cry 5 der Flop-Titel 2018 wird!

Es dauert nicht mehr lange, bis Far Cry 5 wieder frischen Wind in die Serie bringen soll, doch meiner Meinung nach ist bereits jetzt klar, dass der Titel eine große Enttäuschung wird und zu sehr an alte Gegebenheiten klammert.

 

Schon mit Far Cry Primal hatte man es sich zum Ziel gesetzt neue Impulse für dem Franchise zu setzen, doch am Ende landete man wieder im selben Gefilde, welches man schon aus der Vergangenheit gewohnt war. Wo ein spannendes Setting zu glänzen versuchte, scheiterte die altbekannte „Far Cry-Formel“ auf ganzer Linie. Nach dem selben Prinzip wie bei Assassin’s Creed Origins, wurde der Titel um ein weiteres Jahr verschoben, um mehr Zeit für die Entwicklung besitzen zu können. Das hat bei den Assassinen tatsächlich auch seine Früchte getragen, doch ich bezweifle, dass das Ubisoft auch bei Far Cry 5 gelingen wird.

 

Story

 

In Far Cry Primal hatte man sich mit der Steinzeit ein für das Franchise außergewöhnliches Setting ausgesucht, doch mit dem neuen Ableger kehren wir wieder zu den altgewohnten Gewehren zurück, mit denen wir uns auf unsere Gegner stürzen. Far Cry 5 spielt im fiktiven US-Landstrich Hope County in Montana, welches von einem wahnsinnigen Fanatisten beherrscht wird, der auf den Namen Joseph Seed hört. In der Rolle des Frischlings auf der Seite der Guten haben wir natürlich die Aufgabe Seed ins Nirvana zu befördern und seiner Sekte dem Garaus zu machen. Was im ersten Moment spannend klingt, verkommt allerdings zur serientypischen Gähnerei.

 

 

Gameplay

 

Far Cry zeichnete sich in seinen letzten Ablegern hauptsächlich durch das Befreien von Lagern aus. Auch in Far Cry 5 werden wir nicht vor dieser Aufgabe verschont bleiben. Schließlich hatte das Ganze auch schon gut bei Vaas und Pagan Min geklappt, also warum sollte es bei Joseph Seed anders werden? Hinter dem Befreien der Lager verbirgt sich die Logik, dass die Streitkräfte unseres Widersachers reduziert und unser Einfluss vergrößert wird.

 

Vielleicht bestand anfangs noch die Hoffnung, dass es zumindest neue Techniken geben wird, mit denen die Lager befreit werden können, doch die Ernüchterung trifft relativ schnell ein. Wieder werden die Feinde markiert und mit Steinen in eine Falle gelockt, um sie anschließend hinterrücks erledigen zu können. Oder man erspart sich die leise Alternative, schlüpft in die Rolle von Rambo, greift sich die effektivsten Waffen und metzelt damit alles nieder, was sich in der nahen Umgebung befindet.

 

Eine kleine Neuheit wird es allerdings doch geben: Mit dem „Guns for Hire“-Feature können verbündete KI-Begleiter gerufen werden, die einem beim Kampf zur Seite stehen. Als Auswahl hätten wir da beispielsweise die Scharfschützin Grace, den Hund Boomer und einen Piloten, welcher uns Luftunterstützung bietet und den gewohnten „Far Cry“-Flair aufkommen lässt. Doch damit werden die Kämpfe nicht spannender oder intensiver. Vielmehr fällt es uns als Spieler leichter die Gegner zu eliminieren. Und auch die Eintönigkeit geht dabei nicht verloren. Genauso verhält es sich mit den Quests und Nebenmissionen. Wie immer müssen wir Geiseln befreien, ein Gefährt kapern – und Innovationen gibt es keine.

 

 

Ohne Minimap, mit Nebenaktivitäten

 

Wie man es auch schon bei Assassin’s Creed Origins getan hatte, verzichtet man ebenfalls in Far Cry 5 auf eine Minimap und setzt stattdessen auf einen Kompassbalken, der sich in der Mitte des Bildschirms befindet. Dadurch erhalten wir als Spieler nur noch eine grobe Richtung zu der zu erfüllenden Aufgabe und keine genaue Position. Zusätzlich hat man auf die von Ubisoft bekannten Türme verzichtet. Das ist insoweit nicht mehr neu, als dass Far Cry Primal dieses Feature schon nicht mehr besaß.

 

Für uns gilt folglich die Welt alleine zu erkunden und mit NPCs zu reden, um darauf aufbauend Open World-Aktivitäten generieren zu können. Dazu gibt es überall Schilder am Straßenrand, die einem die nötige Orientierung verschaffen. Im Gesamtpaket kann diese Strategie einen positiven Einfluss auf das Spielerlebnis haben, da uns so nicht alles mit übergroßen Pfeilen und Punkten angezeigt wird.

 

Fazit

 

Auch wenn Far Cry 5 ein zusätzliches Entwicklungsjahr spendiert bekommt, befürchte ich schon jetzt, dass es sich als ein Flop herausstellen wird. Anstelle an den Schwächen des Spiels, nämlich diesen repetitiven Elementen, zu arbeiten, hält man an diesen fest. Dafür haben die Entwickler richtig festgestellt, dass das Erobern von Türmen und der Besitz einer Minimap mit ihren Orientierungsmöglichkeiten nicht zwangsläufig ein Teil von Far Cry bleiben muss. Hier wird Wert darauf gelegt die Umgebung aktiver zu erkunden und mit NPCs in Kontakt zu treten.

 

Demgegenüber steht die ständige Aufgabe Lager befreien zu müssen, was das zusätzlich neu eingebaute Feature lediglich leichter gemacht und damit verschlimmbessert wird. Es existieren keine spielerischen Neuheiten, die Far Cry 5 neues Leben einhauchen und das Spielen anspruchsvoller machen. Das wird durch die typischen Missionsmuster bestärkt. Trotz dessen werde ich mir den Titel zu Release noch einmal genauer ansehen. Vielleicht lässt sich mein erster Eindruck auch gar nicht bestätigen.

the author

Neben Strategie-Spielen, mit denen mein Leben als Zocker begann, hege ich große Liebe zu Rollenspielen und Shootern gleichermaßen. Musikalisch bewege ich mich am liebsten im deutschen Rap und allgemein im (Hard)Rock. Als Redakteur konnte ich bereits bei spieletipps erste Erfahrungen sammeln und seit Mitte 2015 schreibe ich für die Redaktion von shooter-szene.de

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9 Readers Commented

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  1. Marcel Nerlich

    „Es ist schlecht weil keine neuen Elemente dazu kommen“ „Es wird keine Minimap geben“ und dann auch noch Far Cry 5 mit Primal vergleichen.. Merkt es der Autor nicht selbst, wenn er sowas schreibt? 😅

    • Maurice Skotschir

      Und wo ist hier das Problem? Das ändern von Minimap auf Kompass-System ist eine Änderung und keine Neuerung. Außerdem wird Primal nur erwähnt und nicht zum direkten Vergleich herangezogen.

    • Marcel Nerlich

      Ja aber das war der Beitrag grundsätzlich zusammen gefasst, es wird schlecht, weil nichts neues kommt und es keine Minimap gibt.. Aber das ist doch grad das geile oder nicht 😀 vorallem mit season Pass noch Far Cry 3 dazu.. Freue mich sogar mehr FC3 wieder zu spielen als FC5 aber würde dem spiel dennoch eine chance geben statt von vornherein zu sagen, dass es der flop 2018 wird.. Da gibt es eher andere Kandidaten (meist) in der ersten oder zweiten Novemberwoche

    • Maurice Skotschir

      Dass man die Minimap durch einen Kompass ersetzt, wird nicht kritisiert. Das hat bei ACO schon gut funktioniert und das Spiel besser gemacht.
      Das ist für mich kein Kaufgrund und schon gar kein Grund, wieso FC5 besser sein soll. Selbiges Prinzip wand Activision CoD: Infinite Warfare und CoD4 Remastered an. Letzteres sollte einfach nur die Verkaufszahlen des unerwünschten Titels pushen, weil lange auch kommuniziert wurde, dass es den Titel nicht eigenständig geben wird.

      Am Ende des Artikels steht auch: „Trotz dessen werde ich mir den Titel zu Release noch einmal genauer ansehen. Vielleicht lässt sich mein erster Eindruck auch gar nicht bestätigen.“
      Es ist also nur eine Befürchtung und eine provokative Voraussagung. Ob FC5 am Ende wirklich ein Ladenhüter bleibt, oder nicht, das sehen wir dann erst im März bzw. April und darüber hinaus. Ich hoffe natürlich auch, dass man ein besseres Spiel geschaffen hat. Aber es wird schwer, die Qualität mit FC5 an ACO anzugleichen.

    • Marcel Nerlich

      Alles klar nice 🙂

  2. Lucas Sauer
    Lucas Sauer on 13. Februar 2018

    Ugh, das ist halt hart auf Bild Niveau.
    Dachte es geht bei euch um news, nicht „ich denke das wird schlecht weil“ Prophezeiungen oder ähnliches

    • Jannis Meth
      Jannis Meth on 13. Februar 2018

      ,

    • Maurice Skotschir

      News sind natürlich der Haupt-Faktor, aber nicht das Einzige, was es bei uns gibt. Das ist schon sehr lange so. Und zum „Rest“ gehören eben auch persönliche Meinungen.
      Bild-Niveau wäre es gewesen zu sagen „das Spiel ist scheiße“, aber keine Gründe dafür anzuführen. Im Artikel findest Du Gründe, wieso das Spiel floppt.

    • Lucas Sauer
      Lucas Sauer on 14. Februar 2018

      „wieso das Spiel floppt“ hab genau die gleichen Propheten gehört wie sie gesagt haben „das neue Assassins creed wird Müll hier sind die Gründe warum“

      Das ist halt so auf Youtube clickbait Level
      Und hat auf gar keinen Fall was mit news zutun und ist außerdem das erste mal das ich sowas von euch lese

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