Review: Roccat Kone Pure von -August 1st, 2018 at 8:04 pm

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Fairer Preis
  • individuelle RGB-Beleuchtung
  • sieben programmierbare Tasten
  • Onboard-Speicher
  • präziser Sensor
  • gut erreichbare Tasten

Contra

  • Nur für Rechtshänder
  • Festes Gewicht
  • Teilweise zu wenig Grip
  • Software funktioniert(e) nicht richtig

Die Kone Pure Owl-Eye von Roccat ist designtechnisch zwar beim ersten Modell hängengeblieben, hat sich aber technisch gut weiterentwickelt.

Die Roccat Kone Pure ist eine bereits seit Längerem etablierte Maus, doch die neueste Version hat unter anderem ein Upgrade des Sensors bekommen.

 

Verarbeitung & Eindruck

 

Die Kone Pure Owl-Eye von Roccat kommt in der gewohnten Verpackung des Unternehmens an: Eine kleine „Schachtel“, in deren Inneren sich die Maus versteckt und in ihr neues zu Hause geholt werden möchte. Packt man sie aus, wird einem direkt klar, dass hier kein Stück Hardware auf dem Tisch landen wird, das sonderlich groß ist. Auf den ersten Blick wirkt sie sogar etwas klein und das Gefühl an der Hand bestätigt diesen Eindruck später. Dennoch soll sie mit 70x39x118 mm (BxHxT) für Spieler mit (mittel)großen Händen gedacht sein. Das Gewicht beträgt knapp 88 Gramm und lässt sich nicht anpassen. Insgesamt bietet die Maus kein spektakuläres oder abgefahrenes Erscheinungsbild, sondern ist eine schlichte, schwarze, auf den ersten Blick gut verarbeitete Maus. Leider fühlt sie sich in den ersten paar Stunden der Nutzung relativ billig an, woran man sich im Laufe der Zeit aber gewöhnt.

 

 

Dank des schlichten Designs wird man nicht mit Tasten erschlagen, sondern hat insgesamt sieben Tasten zur Verfügung. Neben den beiden Maustasten sind dies das Mausrad, zwei Switches für die dpi-Anzahl und zwei Tasten, die standardmäßig „vor“ und „zurück“ gehen. Der EasyShift-Button ermöglicht es alle Tasten, inklusive Scrollrad, doppelt mit Makros oder Funktionen zu belegen. Insgesamt hat man also einige Funktionen zur Verfügung, wenn man dies denn möchte. Roccat gibt an, dass die Tasten eine Lebensdauer von 20 Millionen Klicks haben und die großen Teflonfüße sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Die Maus wird via USB-Kabel (1,8 m Länge) an den PC angeschlossen und das Logo am Mausrücken lässt sich mit 16.9 Mio Farben anpassen.

 

Technik

 

Einen wirklich neuen Sensor stellt der optische „Owl-Eye“ nicht dar und ist auch keine vollständige Eigenentwicklung des deutschen Unternehmens. Er basiert auf dem bekannten Pixart PMW 3361, dessen Firmware unter anderem modifiziert wurde. Das Testmuster bietet eine maximale Auflösung von 12.000 DPI, die in 100er Schritten in der Software verändert werden kann. Um der Beschleunigung von 50 G und der Geschwindigkeit von 250 IPS auch Herr zu werden, ist ein eigener Prozesser verbaut. Das ist der ARM Cortex-M0 50 Mhz. Die Weitergabe der Daten erfolgt mit einer Übertragungsrate von 1.000 Hz via USB. Außerdem lässt sich die Kone Pure mit der hauseigenen Software „Swarm“ frei konfigurieren. So können unter anderem auf fünf Profilen die Tastenbelegungen inklusive aller wichtigen Funktionen gespeichert werden. Auch die Beleuchtung wird dann auf den internen 512 kB Onboard Memory als Einstellung gespeichert. Leider hat die Software in unserem Test ein paar Schwächen aufgezeigt, so funktionierte das Einstellen der Beleuchtung nicht nach Wunsch. Die Einstellungen wurden ignoriert, lediglich das komplette Abschalten eben dieser ging einwandfrei.

 

 

Alltag & Handling

 

Zugegebenermaßen ist das nur eine Kleinigkeit, die dem Gesamtbild der Maus keinen Abbruch tut. Es wäre zwar schön, eine einfarbige Beleuchtung zu haben, statt gar keiner, aber das sind wohl nur Luxusprobleme. Im Alltags- und Gaming-Test konnte die Kone Pure indes überzeugen. Egal ob Shooter oder eine sachte Runde Karten auf das virtuelle Brett pfeffern, sie bringt ihre Leistung. Dank der schnellen Umschaltmöglichkeit die DPI zu verändern, kann man sich durch das vorherige Definieren der Empfindlichkeit an jede Lebenslage anpassen, vor allem, wenn es um Shooter geht.

 

Dennoch eignet sich die Kone Pure Owl-Eye nur für Rechtshänder, da sämtliche Tasten für eben jene Hand ausgelegt sind. Dafür sind sie gut erreichbar und haben einen präzisen Druckpunkt. Auch das direkte Feedback durch ein vernehmbares Klicken ist gelungen. Zudem ist auch das Scrollen mit dem Mausrad angenehm und zu keinem Zeitpunkt störend sowie nicht zu sanft oder zu stark. Leider fehlt eine bessere Beschichtung der Oberfläche, sodass man einen besseren Grip hat. Im Moment ist sie leider etwas glatt, sodass man schnell an der Seite abrutscht.

 

 

Fazit

 

Die Kone Pure Owl-Eye von Roccat ist keine Maus, der man das Prädikat „wahnsinn“ oder den Titel „Wunder der Technik“ andichten würde. Dennoch ist sie eine durchaus solide Maus, die bei dem Preis auch mit der Konkurrenz mithalten kann. Der erste Eindruck wird leider etwas vom ersten Berühren der Hardware getrübt. Sie sieht zwar super verarbeitet aus – und ist dies auch – dennoch fühlt sie sich zu Beginn billig an. Durch ihre technischen Vorzüge und den präzisen Sensor 3361 bzw. dessen Modifikation ist sie trotzdem eine tolle Maus. Die umfangreiche Software und die üppige Ausstattung tun dabei ihr Übriges. Aktuell kostet die Kone Pure um die 50 Euro auf diversen Seiten und ist damit vollkommen super im Preis-/Leistungsverhältnis. Wer eine günstige – und deutsche – Alternative zur Konkurrenz sucht, wird hiermit glücklich sein.

the author

Neben Strategie-Spielen, mit denen mein Leben als Zocker begann, hege ich große Liebe zu Rollenspielen und Shootern gleichermaßen. Musikalisch bewege ich mich am liebsten im deutschen Rap und allgemein im (Hard)Rock. Als Redakteur konnte ich bereits bei spieletipps erste Erfahrungen sammeln und seit Mitte 2015 schreibe ich für die Redaktion von shooter-szene.de. Seit Mitte '17 besitze ich zudem einen eigenen Blog.

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