Fallout 4: Frust über Bezahl-Mods auf Steam ausgelassen

Der Creation Club wurde zu Fallout 4 hinzugefügt – Und die Nutzer sind empört und lassen ihren Frust auf Steam frei. Die große Frage ist, wie wird Bethesda damit umgehen?

 

Schon zur E3 konnte Bethesda nicht gerade mit ihrer neuen Idee, dem Creation Club für Fallout 4 und Skyrim, bei den Fans punkten. Diese neue, von Bethesda angebotene Modding-Plattform, bietet Mods der Community für einen geringen Geldbetrag an. Die Mods werden entsprechend von Moddern erstellt, jedoch muss Bethesda vorher die Mod freigeben. Bezahlt wird mit Coins, die man sich für Echtgeld kaufen muss. Dabei gibt es ein Minimum von 750 Credits, was 6,99 € entspricht.

 

Doch viele Nutzer blicken weiterhin sehr, sehr skeptisch dem Creation Club gegenüber. Entsprechend hagelt es negative Steam-Reviews für Fallout 4. „Bezahlmods Versuch Nr. 2 – wirklich Bethesda? Kann und werde nie ein Spiel empfehlen können, in welches Mechaniken implementiert werden, die einzig dazu dienen, die eigene Community so schamlos auszunehmen.“, so der Nutzer N4R4Y4N. Unter anderem wird auch die Spaltung der Community vorgeworfen, da nun Konkurrenz zu den großen Seiten wie Nexus betrieben werden soll. Die Modder werden dazu genötigt, sich zweimal zu entscheiden, wo sie hochladen – Auf einer Communityseite, oder Bethesdas Plattform, wo sie erstmal etwas Geld bekommen.

 

Zwar sagt Pete Hines in einem Interview bei der PAX East, dass man eben nicht Konkurrenz zu Nexusmods aufbauen will. Und man weiterhin stets die Community unterstützen will und nicht ihr in den Rücken fallen. Jedoch erwähnt er einen Vorteil an dem Creation Club, hier sollen Modder nämlich wie externe Entwickler behandelt werden. Bezahlung, selbst wenn nichts verkauft wird.

 

Bethesda soll den Löwenanteil behalten!

Es gibt aber Widerspruch zu den Aussagen Pete Hines. Der YouTuber ItsAGundam soll nach einen Angaben Kontakte zu Entwicklern aus der Szene haben. Und diese haben ihm berichtet, dass Modder, die auf dem Creation Club publizieren, zwar eine einmalige Zahlung von einigen hundert Dollar bekämen – aber dann auch nie wieder Geld sehen. Alle weiteren Rechte an der Mod tritt der Modder an Bethesda ab. Und Bethesda verdient den Löwenanteil, wenn eine Mod gut verkauft wird.

 

Weiter bedrückt es viele Spiele, dass nun ein 2,42 GB großer Patch heruntergeladen werden muss, welches den Creation Club + Mods beinhaltet, jedoch nur ein Bruchteil der Mods verfügbar sind. So sollen an die zwei Gigabyte nur aus inaktiven Mods bestehen, die von Bethesda noch nicht freigegeben wurden und vielleicht auch nie werden. Dazu kann man auf dem Creation Club keine wirklich großen Mods hochladen. Entsprechend sind bestimmte Inhalte, wie grafischer Overhauls, eigene Story-Content etc. nicht möglich zu implementieren. Es sei denn, sie werden sehr klein gehalten.

 

Jetzt wird sich zeigen, wie Bethesda auf den Unmut der Fans reagiert. Erst zuletzt konnte eine Welle der Wut auf Steam Rockstar bzw. Take 2 dazu bewegen, OpenIV wieder zu erlauben. Ob es hier auch reichen wird, um eine Geldquelle Bethesdas wieder aus dem Spiel zu entfernen? Wir lassen es euch wissen, sobald es nennenswerte Informationen gibt.

the author

Schon mit drei Jahren auf dem Schoß meines Vaters den Flugsimulator 2000 gespielt, mit fünf Jahren hatte ich bereits meinen ersten, eigenen PC. Gaming war schon immer mehr für mich als ein Hobby. Ob Simulatoren wie Die Sims, Strategie wie Age of Empires, Racing wie Need for Speed, MMORPGs wie World of Warcraft oder Shooter von CoD, Battlefield, Far Cry oder ja, sogar bis zu Combat Arms - Ich bin einfach ein Freak was Gaming angeht!

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1 Readers Commented

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  1. Björn Schulz
    Björn Schulz on 16. September 2017

    Abzocke, ganz einfach, wird logischer Weise nicht funktionieren da sie ohne eigene Leistung über die Leistung anderer nochmal Geld für ihr Game kassieren wollen.

    Ganz schlechter Plan.

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