Review: Fnatic Clutch G1 – Eine Gaming-Maus unter dem Radar von -Mai 23rd, 2017 at 3:27 pm

Pro

  • geschickte Profilverwaltung
  • Gutes Gewicht
  • Offline-Profilspeicher
  • Ergonomisch geformt
  • Angenehme Oberfläche

Contra

  • Profilwechsel oft aus Versehen
  • Kein Gewichtmanagement
  • Klapperndes Mausrad

Die zu Unrecht unbekannte Gaming-Maus Clutch G1 von Fnatic ist für ihren Preis sehr gut ausgestattet und verarbeitet. Eine unschlagbare Kombination.

Mit der Fnatic Clutch G1 ist eine Gaming Maus auf dem Markt, die trotz ihrer Fähigkeiten leicht übersehen wird. Doch wie gut schlägt sie sich wirklich?

 

Immer wieder erscheinen auf dem Markt Peripheriegeräte und besonders Mäuse, die zwar trotz ihrer genialen Fähigkeiten und ihrer bodenständigen und zuverlässigen Technik von der Community kaum wahrgenommen werden. So auch die Fnatic Clutch G1. Als eine einfache, aber deswegen umso mächtigere Gaming-Maus kommt sie daher, die nicht mit sonderlich vielen Gimmicks und Schnickschnack protzt, sondern mit grundsoliden Werten wie einem sehr genauen optischen Infrarotsensor und wenigen, aber taktilen Tasten. Wer eine Doppelklicktaste, rundum blinkende LEDs und austauschbare Gewichte haben möchte, ist hier fehl am Platz. Auch wenn Fnatic eigentlich als eSports-Team begonnen hatte, so sollte man die Hardware der Jungs auf jeden Fall ernst nehmen.

 

 

Passend zu dieser grundsoliden Maus gibt es auch das passende Mauspad, nämlich das Focus Pro-Gaming-Stoff-Mauspad von Fnatic. Das 3 mm dicke Mauspad kommt in verschiedenen Größen daher. Angefangen bei der kleinsten Variante M mit den Maßen 280 x 214 mm bis hin zur kompletten Schreibtischunterlage der Desktop-Version mit den Abmessungen von 950 x 450 mm. Die Oberseite ist aus schwarzem Neopren gefertigt, was eine reibungslose Gleiteigenschaft garantiert. Zusammen mit der Clutch G1 ergibt sich daraus ein unschlagbares Team.

 

Design und Verarbeitung

Das Erste, was ich sah, als die Clutch G1 ankam, war der weiße Karton. Er ist nichts Besonderes, vorne ein Bild der Maus, zusammen mit dem Hersteller und dem Namen, hinten ein paar Eckdaten rund um die Peripherie. Als ich dann das eigentliche Gerät auspackte, stellte ich fest, dass kein billiges Plastik, sondern deutlich robusterer Schaumstoff verwendet wurde, um die Maus zu betten. Neben der Clutch G1 selber befand sich nur noch eine Pappkarte in der Verpackung, auf der eine Schnellanleitung für die Inbetriebnahme stand, ansonsten war es das auch schon.

 

 

In jeder
Situation Grip

Die Maus selber ist ergonomisch geformt, für Rechtshänder natürlich, wie sollte es auch anders sein. Sie fühlt sich sehr hochwertig an, es sind keine Spaltmaße oder ähnliche Mängel auf den ersten Blick zu erkennen. Was mir jedoch schnell auffällt, ist ein leichtes Klackern eines etwas lockeren Mausrades beim kurzen Schütteltest. Die Oberfläche der Clutch G1 ist in einem einheitlichen matten Schwarz gehalten. Die gummierte, ja fast samtige Kunststoffoberfläche sorgt für Grip und Halt in jeder Situation. Vom Design her ist sie aber kaum anders als viele der anderen Mäuse auf dem Markt. Neben den regulären linken und rechten Maustasten gibt es noch zwei weitere Tasten zum Profile ändern „on the fly“, direkt hinter dem RGB-Mausrad, und zwei Daumentasten auf der linken Seite. Ob die RGB-Leuchte des Mausrads schön aussieht, darüber lässt sich streiten. Für mich dient sie eher als Visualisierung des gewählten Profils. Dank dem zwei Meter langen Mauskabel mit vergoldeten Kontakten und der gleitfreudigen Stoffumhüllung erscheint die Maus in einem noch besseren Licht.

 

Haptik und Handhabung

 

Die Clutch G1 von Fnatic liegt sehr gut in der Hand, sie ist dank ihrer Größe sowohl für den Claw- als auch den von mir präferierten Palm-Grip geeignet. Das reguläre Mausrad funktioniert trotz des „Klapperns“ hervorragend und auch die Rasterung ist perfekt abgestimmt. Die Haupttasten links und rechts habe einen guten Federweg, sie lassen sich gut drücken und geben auch ein gewisses Maß an Feedback. Das Gewicht der Maus ist mit 116g im Mittelfeld angesiedelt. Es ist nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht. Jedoch gibt es sicherlich die ein oder anderen, die ein Gewichtsmanagement vermissen würden, ich tue es aber nicht. Die beiden Daumentasten an der rechten Seite sind gut erreichbar, aber gleichzeitig auch so positioniert, dass ich sie nicht aus Versehen drücken kann. Die Knöpfe hinter dem Mausrad zum Wechseln der eingestellten Profile funktionieren auch wie versprochen. Lediglich die Position ist etwas ungünstig, sodass ich von Zeit zu Zeit im Eifer des Gefechts unabsichtlich das Profil wechsle. Die Gleiteigenschaften der Maus zusammen mit dem Neopren-Mauspad sind voll und ganz ausreichend. Die Clutch G1 gleitet nicht federleicht über das Pad, aber dank des mittleren Gewichts muss auch nicht viel Kraft zur Bewegung aufgebracht werden.

 

 

Technik und Treiber

Die Clutch G1 ist mit dem bewährten IR-Sensor Pixart 3310 ausgestattet, der auch in einigen anderen Mäusen verwendet wird. In der passenden Software, die ich aus dem Internet laden musste, lässt sich dieser gut konfigurieren. Von 50 bis 5000 CPI lässt sich die Auflösung in 50er-Schritten perfekt auf die eigenen Ansprüche einstellen. Auf Wunsch kann ich sogar die X- und Y-Achse mit unterschiedlicher Auflösung nutzen. Was ich jedoch vermisse, ist ein Oberflächensensor, um das Beste aus dem Sensor herauszuholen. Daneben lassen sich in der Software, wie sonst auch üblich, die Tasten beliebig belegen, wahlweise auch mit eigens aufgezeichneten Makros. Jedoch gebe ich zu, dass ich davon bisher bei keiner Maus Gebrauch gemacht habe.

 

 

RGB wird überbewertet

Die Farbe des Mausrads lässt sich voll und ganz nach meinen Wünschen anpassen. Für mich sind LEDs auf einer Maus eher unwichtig, ich will ja schließlich damit ein Spiel zocken. Dennoch hat es einen Vorteil, ich kann immer sehen, in welchem Profil ich gerade bin.

 

Habe ich dann an der Maus alles soweit eingestellt, kann ich dies direkt in einem der drei Profile dank internem Speicher direkt auf der Maus ablegen. Somit habe ich selbst ohne der Software immer meine passenden Profile mit der Maus dabei.

 

Preis

Unschlagbares Preis/Leistungs-Verhältnis

Nun stellt sich wiedereinmal die Frage: Lohnt sich eine solche Maus denn überhaupt? Und ich muss sagen, ja, sie lohnt sich. Aktuell gibt es die Fnatic Clutch G1 schon ab knapp € 45, was gerade für diesen Sensor mit der beste Preis ist. Sie liegt gut in der Hand, bietet einen tollen Sensor, liefert recht langlebige Hauptschalter, und kann zudem mit einer einfachen, aber genialen Oberfläche punkten. Andere Mäuse mit dem Pixart 3310 kosten meist etwas mehr, je nachdem auf welcher Seite ich schaue. Und mehr bieten können sie auch nicht.

 

Fazit

Die Fnatic Clutch G1 ist eine gute und bodenständige Gaming-Maus. Sie fühlt sich dank der gummierten Oberfläche sehr edel an und ist, bis auf das Mausrad, sauber verarbeitet. Sie ist spartanisch ausgestattet und kommt ohne viel zusätzliche Extras wie knallbunte LEDs oder Kleine-Finger-Tasten aus. Stattdessen verbaut Fnatic mit dem Pixart 3310 einen wirklich guten optischen Sensor, der saubere und genaue Arbeit verrichtet. Lediglich ein Gewichtmanagement wäre für die Clutch G1 wünschenswert, da das Gewicht sicherlich nicht jedem liegt. Das beleuchtete LED-Mausrad ist eine Frage des Geschmacks, doch ansonsten ist sie eine solide, genaue Maus, wie gemacht für Shooter. Nicht umsonst ist sie auch in so manchem eSports-Spitzenteam vertreten. Gepaart mit einem kaum zu übertreffenden Preis ergibt sich eine gute Kombination, die sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht.

Review: Fnatic Clutch G1 – Eine Gaming-Maus unter dem Radar
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Ich bin seit Winter 2015 mit an Bord. Ich spiele gerne und viel, besonders Shooter, gerne auch etwas härterer Gangart. Dennoch fehlen mir die legendären Tage der LAN-Partys mit Battlefield 2 und ähnlichen Spielen.

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