Review: NZXT – S340 – Die Preisbombe unter den Gehäusen? von -Februar 8th, 2016 at 4:37 pm

Pro

  • Preis
  • vor-installierte Lüfter
  • Pulverbeschichtet
  • Kabelmanagement
  • Fenster

Contra

  • Wasserkühlung nur bedingt
  • weiches Plexiglas
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Das NZXT S340 besticht durch sein Preis-Leistungsverhältnis mit Features, welche man nur von wesentlich teureren Modellen kennt.

Gehäuse. Hach, immer dieses Thema – 300€ oder 80€? Bleibt die Qualität bei günstigeren Modellen auf der Strecke oder kann man auch im High-Budgetbereich mit Qualität glänzen? Wir haben für euch das NZXT S340 mal etwas genauer angesehen.

Seit 2004 mischt der Hersteller NZXT im Markt mit Lüftern, Netzteilen und Wasserkühlungen mit. Auch mit Gehäusen in verschiedensten Preissegmenten möchte NZXT den Handel versorgen.

 

Ausgepackt!

Die äußere Verpackung kommt schlicht und einfach daher. Zugeklammert und abgeklebt wirkt die Pappe stabil genug, um das Gehäuse vor größeren Schäden auf den Transportwegen zu schützen. Nach dem Öffnen ist es, wie mittlerweile jedes Gehäuse, in eine Styroporform eingepasst und mit einer Plastiktüte, allerdings ohne Aldilogo, versehen. Eine Kurzanleitung sowie einige Schrauben und Kabelbinder liegen zusätzlich bei.

 

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Die Spurensicherung freut sich

Wenn man vom ersten Eindruck ausgeht, so macht das matte Finish die schlichte Optik perfekt, einen Nachteil hat das Ganze jedoch, FINGERABDRÜCKE! Hier heißt es klar, vor den Straftaten Handschuhe anziehen! Alternativ könnten wir das mit den Straftaten auch einfach sein lassen. Die Front kommt so schlicht daher, wie diese nur sein kann. Da ist bis auf das kleine NZXT-Logo nichts weiter vorhanden. Eine Seite des S340 ist mit einem Seitenfenster aus Plexiglas ausgestattet. Hier muss man dazu sagen, dass dieses gut ausgeschnitten ist und ohne lästige Fransen im Innenraum daherkommt. Apropos Innenraum, pulverbeschichtet und mit einem Sichtschutz für das Netzteil, sowie dessen Kabel, kommt das Gehäuse daher. Diese Lösung ist wirklich praktisch, denn immer diese Kabelversteckerei, welche uns nach dem Einbau aller Einzelteile nervt, wird vom „Kasten“ schon zur Hälfte übernommen.

 

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Schatz, Fummeln?

Beim S340, eurer neuen Liebe, ist jetzt Fummeln angesagt? Wir müssen dies klar verneinen. Nicht, weil wir eure zu wachsamen Eltern sind, sondern weil Fummelei beim S340 einfach nicht mit auf dem Programm steht. Sicher, für einen Miditower gibt es immer mal einige Ecken, an die man ungünstiger herankommt als wie bei einem Big-Tower. Der Innenaufbau gestaltet sich hier jedoch durchdacht und selbst beim Setzen und Festschrauben des Mainboards lassen sich mit geeignetem Werkzeug blutige Finger vermeiden. Auch das nervige Kabelmanagement lässt das S340 einfach gestalten. Überall im Gehäuse sind Bohrungen, Führungen, sowie „Anker“ für Kabelbinder vorhanden.

 

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Zugluft ohne Gleisarbeiten

Einer der wohl kritischsten Punkte an einem Gehäuse ist die Kühlung. Beim S340 merkt man schnell, dass dieses primär auf Luftkühlung ausgelegt ist. Sicher sind auch Bohrungen für Wasserkühlungen vorhanden, diese haben sich in unserer Kombination jedoch als schwierig herausgestellt. Wir hatten nicht die Möglichkeit, unsere Wasserkühlung (H75) wie gewünscht zu installieren und mussten auf eine nicht optimale Installationsweise zurückgreifen. Das große Aber ist die Konzeption der Luftkühlung: Wenn man wirklich nur mit Luft kühlen möchte, macht das S340 vieles richtig. Sogar die bereits vorinstallierten Lüfter sind recht gut und verhalten sich leise. Toll fanden wir den mit kleinen Magneten gesicherten Frontstaubfilter, dieser lässt sich einfach direkt abnehmen, ohne einen Schraubendreher ansetzen zu müssen.

 

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Operation am offenen Fenster

Ja, ein Herz gibt’s ja (noch) nicht! Doch das setzen wir dem Ganzen nun ein, es soll ja schließlich ein wenig Leben im S340 existieren. Wie bereits kurz angesprochen, gestaltet sich der Einbau recht entspannt und alle vorhandenen Slots sind recht einfach belegbar. Interessant ist der Verbau von SSD’s, diese haben auf dem vorhin angesprochenen „Kasten“ zwei Slots, um diese hier fest zu verbauen. Ein direkter Kabelablauf dahinter lässt auch diese Kabel kurz darauf zusätzlich verschwinden. Generell sind viele Optionen für das Kabelmanagement vorhanden, Führungen und die kleinen Ankerpunkte für die Kabelbinder sind gut platziert.

 

Fazit

Was man klar sagen kann, ist, dass es sich um ein knapp 80€-Gehäuse handelt, man erkennt was erzielt werden soll. Große Features für wenig Geld und das wird gut umgesetzt. Klar sind die verwendeten Materialien nicht die hochwertigsten, aber wenn man nicht probiert, seinen Vorgarten damit umzugraben, hat man auch Spaß daran. Von der Kabelführung bis zur Luftversorgung gibt es für den Preis von rund 80€ wirklich nichts zu meckern, doch wenn, dann aber auf hohem Niveau. Wir können durch das tolle Preis-/Leistungsverhältnis eine klare Empfehlung aussprechen.

Review: NZXT – S340 – Die Preisbombe unter den Gehäusen?
the author

Gaming-Enthusiast von klein-auf, von NES, SNES, C64, PC, alles mal mitgemacht. Seit 2005 gebe ich mein Bestes die Meute hier zusammenzuhalten und anzuleiten. Cottbus nenne ich mein zuhause, liebe gutes Essen und hole mir meine Bräune selbstverständlich von den Computermonitoren. Tim sagt über mich: "Thor: Hast vergessen, dass du in 8 bit und 24 Farben lebst und dein Bart irgendwann die Welt regieren wird".

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3 Readers Commented

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  1. Dominique Lallier

    Er sollte auf jedenfall gut sein. Meiner kostet zwar nur 100 Euro aber er ist gross .. verdammt gross und gedämt.. hat filter so das in den Innenraum kaum Schmutz kommt …

    • Axel Foley

      Bei NZXT ist es meist so, dass die Filter unter dem Gehäuse sitzen. Da sind meist die Lüfter angebracht, die kühle Luft von unten ansaugen und nach hinten oder oben wird die warme Luft heraustransportiert. Ich hab noch einen anderen Rechner in Betrieb, wo der Filter in der Front sitzt, wo drei 120er-Lüfter die Kühlluft ansaugen. Nach hinten bläst dann noch ein 160er Lüfter die Luft raus und nach oben sorgen ebenfalls 2 Lüfter dafür, dass die Luft der Wasserkühlung, bzw. vom Radiator abgeführt wird. Alles natürlich niedrigdrehend, somit so gut wie lautlos, deshalb ist auch keine Dämmung notwendig, denn die Festplatten sind ebenfalls gelagert und die SSDs machen naturgemäß keinen Lärm ( http://www.shooter-szene.de/hardware-reviews/technikcheck-nvidia-battlebox-getestet.html ).

  2. Axel Foley

    Ich haben diesen Tower in Betrieb ( http://www.shooter-szene.de/hardware-reviews/review-nzxt-noctis-450-miditower-nur-schick-oder-auch-praktisch.html ) und der hat die gleichen Vorteile. Muss aber viel rein, muss man planen. Für Luftkühlung super, für Wasserkühlung aber eher mau. Sonst haben die DInger von NZXT aber eine geile Quali und es macht Spaß, mal Rechner zu bauen, ohne sich durch aufgeschnittene Pulsadern das Leben zu nehmen 😀 😀

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