Kommentar: Was uns an Battlefield 1 stört (Teil 4)

Langsam nähern wir uns dem Ende. Mit „Was uns an Battlefield 1 stört“ geht es in die vierte und vorletzte Runde. Was haben wir heute zu meckern?

Überraschend, dass so viele Dinge zu finden sind, die Battlefield 1 echt schlecht machen. Heute möchte ich mich den Klassen, beziehungsweise den Waffen und den Fahrzeugen ein bisschen widmen. Heute geht es um das Balanceverhältnis in Battlefield 1 und was mich tierisch daran stört.

 

Die Klassen

Die Klassen sind wie im jeden Battlefield gleich. Da gäbe es auch überhaupt nichts zu meckern. Denn die sozialen oder  die Teamorientierten  Spieler die sind Sanitäter oder Supporter. Der eher den einsamen Wolf raushängen möchten, wählen den Sturmsoldat oder den Scharfschütze. Nö, eigentlich habe ich zu den Klassen direkt nichts zu meckern. Ich selbst bin in den meisten Fällen entweder Sanitäter oder Sturmsoldat.

 

 

Die Waffenbalance

Doch zu den Waffen habe ich deutlich mehr zu sagen. Die Balance geht mir tierisch auf die Nerven. Denn hier zeigt sich klar wie casual das Spiel überhaupt geworden ist. Es geht schon lange nicht darum, sich gegenseitig zu messen, sondern wer hat die fettere Wumme besitzt und gewinnt.

 

Schon Battlefield 4 ging mir hier tierische auf den Sack, doch Battlefield 1 macht es noch besser beziehungsweise schlechter. Denn hier werden gezielt Klassen bevorzugt und andere benachteiligt. Der Sanitäter muss sich mit den Selbstladegewehren schützen und bekommt meistens nur eine aufs Maul. Denn Schrotflinte, MG XY und Martini Henry räumen jeden Sanis auf die Seite. Die Waffenbalance ist hier so eindeutig falsch wie ein Mixed Getränk als Bier zu verkaufen. Die LMG´s sind der totale Witz. Waffen die als Streuwaffen und Unterdrückungswaffen gelten, haben eine Stabilität auf Lager, die nur ein Scharfschütze noch toppen kann. Und erzähle mir bloß nicht, dass die Waffen zum ersten Weltkrieg so stabil waren. Die Waffenbalance deprimiert einfach und mein Stolz bricht immer wieder ein, dass ich dieselben Noob-Cluster-Waffen wähle, wie der Rest dieser verkorkten Spieler.

 

 

Was macht der Entwickler? Der unterstützt die Grütze noch dazu. Erziele 300 Schrottflinten Kills – *kotz*. Die regulären Schrottflintenspieler gehört so der Arsch versohlt werden, dass sie nie wieder eine Schrotze in die digitale Hand nehmen. Was hat das noch mit spielerischer Herausforderung zu tun? Nichts! Battlefield 1 ist viel zu Einsteigerfreundlich und zu sehr Casualgame geworden. Traurig!

 

Und die Fahrzeuge?

Und die Fahrzeuge ohje, die habe ich total vergessen. Wenn, aber auch nur wenn sich das Team zusammenreißt und gegen die Fahrzeuge gemeinsam etwas macht, dann habe ich kein Problem mit der Fahrzeugen sowie den Fahern. Doch diese Over Powerd Fahrzeuge Grütze ist ja nicht auszuhalten. Schon aus dieser Tatsache vermeide ich weitestgehend die Eroberungsmodis. Mehr sage ich dazu nicht, ist doch alles doof. Im nächsten Teil und aber auch letzten Teil komme ich zu meinem Fazit. Einige Eckpfeiler habe ich erwähnen können, der Rest bleibt im Schweigen. Wie auch bei die letzten Malen kommt ein Kommentar meiner Kollegen. Heute mit einem Gastbeitrag von BlackHawk5005

 

 

Fazit – Battlefield 1 „BlackHawk5005“

 

Über Battlefield kann man sagen was man will, man kommt nicht dran vorbei.  Auf einem Smartphone Steinchen verschieben: kann jedes Kind. Auf einer Konsole Auto fahren: machst Du mit zwei Daumen, während Deine Freundin Dir einen Tee serviert.

Aber richtigen Anspruch: Präzisionsarbeit, Können & Teamwork in Verbindung mit Hardware im vierstelligen Bereich, auf die man stolz sein kann – da kommt man an Shootern nicht vorbei. Arma & Counterstrike: bis Du’s kannst oder eine Runde durch ist, ist der Abend vorbei. COD ist mittlerweile nur noch was für Klettschuhträger mit ADHS – also: Battlefield!

Was ist Battlefield?

Im Squad arbeiten, hohe Detailtreue was Waffen und Achievements angeht und dazu eine hohe Einstiegsstufe, damit man Skill aufbauen & sich beweisen muss. Und dennoch so arcade-lastig, dass man nicht seine komplette Freizeit und Karriere aufgeben muss, um einen Abend Spaß haben zu können. Und das ging: Battlefield 3 & 4, abends Bier auf, immer wer vom Platoon da, bis nachts durchgezockt. Weil: Du bist immer auf der Jagd nach den „battlefield-moments“ – zum Ende der Runde noch was drehen, die Map dominieren, Dinge erreichen, die nicht mehr möglich schienen. Xfactorgaming hat da geile Videos dazu gemacht, auch wenn er neben Levelcap, Matimi0 & JackFrags der eher kleinere Youtuber ist, er bringt’s auf den Punkt. Versteht was von Teamwork, hat als Profi Football gespielt.

 

Battlefied 1 kann das noch in Operations, alles andere ist der Konsolen-Spielbarkeit zum Opfer gefallen und hat die Squadarbeit soweit in den Hintergrund gestellt, dass die meisten Leute abgesprungen sind. Einige wenige können jetzt eine Map dominieren, „grenade-spam“ und one-hit-sniper tun ihr Übriges. Ob ein neues Battlefield die alten Hasen zurückbringen kann – eher unwahrscheinlich. Die Entwicklung muss sich rechnen, und der Umsatz wird über die Konsolen gemacht – da sitzen die Eigenbrötler ohne Headset, die nicht wüssten, wie man Teamspeak installiert, wenn sie einen PC hätten.

 

So lange freuen wir uns, dass wir noch Battlefield auf dem PC zur Verfügung gestellt bekommen – nicht „DICE, please“, sondern ausnahmsweise: Thanks, DICE!

 

Was uns an Battlefield 1 stört (Teil 1)

 

Was uns an Battlefield 1 stört (Teil 2)

 

Was uns an Battlefield 1 stört (Teil 3)

the author

Seit es Doom und Wolfenstein 3D gibt bin ich Ego-Shooter Spieler durch und durch. Einige wenige Rollen-, Strategie- sowie Jump and Run- Spiele bekamen auch meine Aufmerksamkeit und entwickelten mich zu einem vielseitigen Spieler. Zocken ist für mich ein qualitatives Unterhaltungsmedium und taucht mich immer wieder in neue Welten ein.

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