Review: Fnatic Duel – Das modulare Headset im Test von -Mai 21st, 2017 at 4:32 pm

Pro

  • Hoher Tragekomfort
  • Sauberes Klangbild
  • Hervorragender Sound
  • Anpassungsmöglichkeiten
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Schlichtes und modernes Design

Contra

  • Kein Treiber
  • Keine Lautstärkeregelung

Das Fnatic Duel sieht auf den ersten Blick nach einem teuren Spaß aus, ist allerdings, nicht zuletzt wegen des Sounds, jeden Cent wert.

Die E-Sportler von Fnatic haben in Zusammenarbeit mit den Dänen von AIAIAI das Headset Fnatic Duel auf den Markt gebracht. Die Dänen haben ihr modulares TMA-2-Modell zur Verfügung gestellt und für das Gaming optimiert und auf Fnatic angepasst. Was kann das Headset wirklich und braucht man überhaupt ein modulares Headset?

 

Das Fnatic Duel ist zwar insgesamt nicht das erste modulare Headset, allerdings das erste im Gaming-Bereich und für das Zocken – und für den Alltag – optimiert. Die E-Sportler warten damit auch mit großen Zielen auf, denn man soll nie wieder andere Kopfhörer brauchen. Es wurde in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Clans optimiert und soll auch ein Schmuckstück sein. So soll zuverlässiger Sound für jede Lebenslage geschaffen werden. Allerdings befindet sich das Duel mit fast 200€ in einem teuren Segment. Wir haben uns das Headset im Detail für euch angeschaut.

 

 

Lieferumfang

 

Prinzipiell ist alles im Paket, was man sich für ein Headset wünscht. Allerdings ist das Duel kein normales Gaming-Headset. Wie bereits vom Hersteller angekündigt, soll es sich fürs Zocken und für den Alltag eignen, demnach sind auch alle passenden Teile mit dabei. Öffnet man die Verpackung, merkt man vor allem eines: Es ist ein modulares Headset. Wo man von anderen Herstellern bereits zusammengebaute und fertige Kopfhörer finden, finden wir nur schwarze Tütchen. In diesen Tütchen sind verschiedene Teile der Kopfhörer. In einem natürlich das Gestell selbst, in den anderen jeweils zwei Over-Ear-Polster und zwei On-Ear-Polster. Des Weiteren ein zwei Meter-Kabel für den PC mit Klinkenstecker und Mikrofon, ein 120 Zentimeter langes Kabel für die Verbindung zum Handy sowie zwei Lautsprechereinheiten und eine kleine Tragetasche. Die Kabel sind nicht besonders gesichert, sondern einfach mit Silikon ummantelt. Die Kabel lassen sich jederzeit abnehmen, weshalb Kabelbrüche nicht weiter schlimm sein sollten.

 

 

Design & Verarbeitung

 

Wer auf viele Spielereien setzt, wie Beleuchtung und sonstige Spirenzien, wird vom Duel designtechnisch eher enttäuscht werden. Sonderlich viele Personalisierungsmöglichkeiten gibt es auch nicht wirklich, denn es gibt das Headset nur in schwarz. Dabei ist es allerdings alles andere als hässlich. Es ist schlicht, aber trotzdem modern. Vorwiegend wurde es aus Kunststoff gefertigt, sieht allerdings hochwertig aus und wirkt zu keiner Zeit billig verarbeitet. Es ist rein äußerlich bereits schon als wertiges Headset zu identifizieren.

 

Modernes und dezentes Design

An den Außenkanten der Ohrmuscheln befindet auf beiden Seiten das Fnatic-Logo eingraviert. Es ist nicht aufdringlich gestaltet, das Logo fällt also auch nur bei genauem Betrachten auf. Auf der Innenseite des Bügels steht zudem der Schriftzug „Fnatic“ und das war auch schon fast alles, woran man die E-Sportler-Zugehörigkeit erkennt. Lediglich die kleinen, flexiblen Kabel für die Lautsprechereinheiten sind noch im typischen Gelb gehalten. Ansonsten befindet sich ein durchweg schwarzes Headset vor unseren Augen. Wie bereits erwähnt wurde auf jegliche Beleuchtung und sonstiger Krimskrams vollkommen verzichtet. Der Kopfbügel lässt sich einfach via Raster verschieben und jede Seite individuell lang halten. Das fällt besonders auf, wenn man das Headset zusammenbauen möchte. Die Over-Ear-Polster für das Gaming umschließen das Ohr und filtern jegliche Hintergrundgeräusche ziemlich gut raus. Die On-Ear-Polster sind dabei für den Alltag gedacht und liegen nur auf den Ohren auf. Allerdings filtern auch diese bei entsprechender Wiedergabelautstärke gut die Umgebungsgeräusche raus und man kann in die Musik eintauchen. Die Kabel bzw. das Mikrofon lassen sich je nach Geschmack an der linken oder rechten Ohrmuschel anbringen und jederzeit wechseln.

 

Tragekomfort

 

Eine der wichtigsten Kriterien für den Kauf eines Kopfhörers und/oder Headsets sollte immer der Tragekomfort sein. Wenn ein Headset gut aussieht, aber nur 30 Minuten auf dem Kopf bequem sitzt, bringt doch alles nichts. Das Fnatic Duel schafft es allerdings gerade mit den Over-Ear-Polstern einen hohen Tragekomfort zu erzielen. Der Anpressdruck fällt eher gering aus und man merkt nicht wirklich, dass man etwas auf dem Kopf sitzen hat. Da die Polster sehr weich ausfallen und es kaum Druck gibt, können auch Brillenträger ihren Spaß haben. Selbiges gilt auch für die On-Ear-Version. Der Kopfbügel lässt sich leicht verstellen, auch dann, wenn das Headset auf dem Kopf sitzt.

 

Am PC-Kabel, das mitsamt richtigem Mikrofon daherkommt, befindet sich ein kleiner Mute-Regler, der sich verschieben lässt. Das Handy-Kabel besitzt einen kleinen Knopf am Kabel, das beispielsweise die Musik auf Knopfdruck pausiert oder wieder startet. Auch Anrufe lassen sich damit ganz schnell beenden, und durch das integrierte Mikrofon auch beim Nutzen des Headsets gut bewältigen.

 

 

Sound & Mikrofon

 

Zu jeder Zeit
guter Klang

Das Duel kommt mit genug Druck daher. Das Klangbild wirkt voll und dabei auch unverfälscht, wobei Mitten und Höhen deutlich sind. Insgesamt findet also ein ausgewogener Klang auf den Ohren statt. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Auch wenn die Lautstärke voll aufgedreht ist, übersteuert der Sound nicht.

 

Was man hier jedoch als Kritikpunkt erwähnen muss, ist, dass man nichts manuell anpassen kann. Das Headset muss so genutzt werden, wie es vorkonfiguriert wurde. Allerdings ist dies wohl nur für Profis eine Option, denn so hat es bereits einen optimalen Klang in alle Richtungen und für jedes Vorhaben. Oft braucht man für Games eine exakte Ortung, die viele Headsets durch 5.1- oder 7.1-Surround-Sound abdecken. Das Duel kommt zwar nur als Stereo-Headset daher, dies fällt aber nicht weiter auf. Geräusche von Gegnern lassen sich trotzdem ziemlich gut orten. Wie bereits erwähnt lassen sich dank der guten Vorkonfiguration auch Filme und Musik problemlos genießen. Keine Instrumente werden verschlungen oder gehen unter. Geräusche der Umgebung lassen sich oft nicht mehr wirklich wahrnehmen, da die Ohrpolster – und der Sound – schon vieles abdecken. Alles was außerhalb ist, wirkt gedämpft. Das Mikrofon leistet ebenfalls gute Arbeit. Es ist zwar kein hochwertiges und professionelles Mikrofon, kann allerdings gut mit dem Siberia Prism V3-Mikrofon mithalten. Nichtsdestotrotz ist es für das Preissegment stabil und bietet einen guten Klang nach außen. Umgebungsgeräusche werden gut herausgefiltert, allerdings lassen sich auch hier nicht direkt Sachen am Headset ändern. Lediglich mit TeamSpeak oder ähnlichen Dingen müssen die Einstellungen vorgenommen werden.

 

Treiber

 

Leider gibt es für das Fnatic Duel keine Treiber und damit auch relativ wenig Anpassungsmöglichkeiten, was den technischen Bereich angeht. Wer gerne mit Equalizern rumspielt und sich verschiedene Klangprofile anlegt, wird in diesem Punkt zwar enttäuscht. Allerdings ist die Vorkonfiguration für alle möglichen Optionen sehr gut. Das Mikrofon kann dadurch auch nicht weiter konfiguriert werden und muss über die jeweiligen Software-Programme etwas angepasst werden. Schade.

 

 

Fazit

 

Schaut man sich alleine die Rezensionen auf der offiziellen Fnatic-Seite zum Headset an, merkt man bereits ziemlich früh, dass man hier kein billiges Produkt erwirbt. Das Duel kann definitiv die Versprechungen erfüllen. Es ist ein sehr gutes Gaming-Headset mit erstklassigem Sound. Auch Videos, Filme und Musik lassen sich mit hervorragenden Klängen genießen. Möchte man unterwegs Musik mit entsprechendem Klang hören, bastelt man mit einem Zeitaufwand von nicht mal zwei Minuten das Gaming-Headset zu einem Kopfhörer für unterwegs um und genießt dieselbe gute Qualität auch on the Road. Wirklich etwas auszusetzen gibt es nicht. Es ist zwar schon fast Gang und Gäbe, Peripherie mit allen möglichen LEDs und sonstigen Personalisierungen auszustatten, allerdings hat das Duel einen anderen Anspruch. Es möchte das eine Headset sein, mit dem man alles machen kann. Und ehrlich gesagt ist gerade unterwegs ein schlichter Kopfhörer mehr wert, als ein extravagantes und leuchtendes Modell. Der größte Kritikpunkt wird wohl der Preis von aktuell knapp 190 Euro sein. Beachtet man allerdings, wie viel Geld man für ein entsprechendes Gaming-Headset hinblättern muss und zusätzlich für vernünftige Kopfhörer für den Alltag, dann kommt man insgesamt wohl eher billiger aus. Wer also Kopfhörer sucht, die einen vernünftigen Sound haben und sowohl zu Hause, als auch unterwegs nutzbar sind, findet im Fnatic Duel genau das, was er sucht. Und selbst wenn es nur für einen Zweck gebraucht wird, macht man mit dem Duel nur dann was falsch, wenn man es sich nicht zulegt.

Review: Fnatic Duel – Das modulare Headset im Test
the author

Neben Strategie-Spielen, mit denen mein Leben als Zocker begann, hege ich große Liebe zu Rollenspielen und Shootern gleichermaßen. Musikalisch bewege ich mich am liebsten im deutschen Rap und allgemein im (Hard)Rock. Als Redakteur konnte ich bereits bei spieletipps erste Erfahrungen sammeln und seit Mitte 2015 schreibe ich für die Redaktion von shooter-szene.de

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