HyperX Cloud Stinger im Test!

Mit dem HyperX Cloud Stinger bringt Kingston ein erschwingliches kabelloses Headset für unter 100€ an die Spieler. Kompatibilität für den PC und die PS4 sind von Hause aus dabei. Ob das Headset für wenig Geld auch viel Leistung bringt, erfahrt ihr in unserer Review.

 

Das HyperX Cloud Stinger unterstützt den PC sowie die PS4. Die Installation ist auf modernen Betriebssystemen wie erwartet sehr einfach, volle Plug & Play-Unterstützung sei Dank. Stecker in den USB Slot, kurz warten, Headset anschalten und schon geht es los mit dem Klangerlebnis. Softwareseitig gibt es hier keine weiteren Möglichkeiten, die Windows Audio-Einstellungen sind hier aber auch ausreichend.

 

Da es sich um ein Wireless Headset handelt ist die Laufzeit noch interessant. Der Hersteller gibt diese mit 17 Stunden an, was unserem Test entsprechend auch stimmt. Ob diese über einen längeren Nutzungszeitraum abnimmt, können wir leider nicht sagen. Zum Laden des Headsets ist es nötig ein USB-Kabel anzuschließen. Allerdings ist dieses etwas kurz geraten und lässt daher eine gleichzeitige Aufladung und Nutzung nur bewegungseinschränkend zu. Die Reichweite schreibt der Hersteller mit 12 Meter aus, 2 Betonwände und den Gang in den Garten macht das Headset gut mit. Die Herstellerangabe kann ich damit bestätigen.

 

Die Ohrmuscheln sind um 90° schwenkbar und lassen sich sehr feinstufig aus dem Headset zur Größenverstellung ziehen. Die Bügel sind aus Stahl und sollen ein Brechen vermeiden. Das Mikrofon hat einen Klappmechanismus, um dieses Stummschalten zu können. Typische Bedienelemente eines wireless Headsets, wie ein An- und Ausschalter und Lautstärkeregler finden wir selbstverständlich auch.

Haptik

Ja, es ist aus Plastik und das spürt man bei jeder Berührung. Was oft angekreidet wird ist hier jedoch von Vorteil. Mit nur knapp 270g ist das Stinger für ein Wireless-Headset angenehm leicht und lässt sich nach der ersten Eingewöhnungsphase schon nicht mehr am Kopf spüren. Die Ohrmuscheln bilden ein geschlossenes System, es sei denn man hat extrem große Ohren. Der Tragekomfort entspricht modernen Designs, der Kunstlederüberzug kann im Sommer schon etwas schwitzig werden. Leider muss man bei diesen Überzügen auch nach knapp einem Jahr mit dessen Selbstzerstörung durch nerviges Abblättern rechnen. Der Hersteller bietet hier jedoch für 10€ Ersatz an.

 

Der Mikrofonarm ist flexibel und stabil zugleich. Der Überzug des Armes wirkt gummiert anstatt nur einfaches Plastik, welches die Langlebigkeit steigert. Etwas Sorge bereitet mir die Verankerung der Bügel an der Ohrmuschel: Während die Bügel selber aus Stahl sind, ist die Verankerung jedoch nur aus Plastik. Da macht es keinen Unterschied, ob der Bügel am Ende aus Stahl ist, wenn bei einem Sturz die Verankerung bricht. Diese wirkt nicht sehr stabil.

 

Die Polsterung an der Oberseite und an den Ohrmuscheln wirkt wertig. Die oberseitige Polsterung zeigt keinen Memory-Effekt, doch ist diese auch mit einem Kunstlederüberzug versehen.

Audio

Was bekommen wir? Ein Stereo-Headset, welches im Mix sogar richtig gut klingt, nicht zu basslastig, satte Mitten und klare Höhen. Der Mix erlaubt es auch feine Geräusche aus der Entfernung wahrzunehmen. Teamspeak und Discord sind gut verständlich und die Mitspieler loben die Qualität des Mikrofons. Vor Film und Musik muss sich das Stinger auch nicht verstecken. Wir haben also einen runden Sound über die komplette Palette.

 

Sicher gibt es Personen, welchen z.B. der Bass nicht reicht. Der Treiber bietet hier eine „Bass-Boost“ Option, welche eine detaillierte Anpassung im Niedrigfrequenzbereich zulässt. Großes Lob dafür an Kingston, die Option sollte Standard bei allen Headsets sein!

 

Als zusätzliche Optionen stehen noch „Virtual Surround“, Room Correction und Loudness Equalization zur Verfügung. Wer die erste Option braucht, dem reichen auch 5€ In-Ears ausm Lidl. Ehrlich Leute, sowas benutzt man nicht. Die Loudness Equalization Option ist ganz cool. Eine Normalisierung über den Treiber gesteuert ist schon Luxus, endlich fällt mir, wenn auf Twitch die Werbung einsetzt, nicht mehr der Hörer vom Kopf.

Fazit

Fahnenwedelnd könnte man vor dem Elektronik-Markt stehen und dieses Headset bewerben. Wir haben hier wohl einen Preis-Leistungs-Meister gefunden. Auch wenn Kunstleder und Ohrmuschelverankerung verbesserungswürdig sind, kann man für den Preis von aktuell knapp 80€ schon mal ein Auge zudrücken. Die zusätzliche Stabilität der Bügel, Akku-Laufzeit, Klang und Treiber-Optionen stehen hier im Vordergrund und machen das HyperX Cloud Stinger Wireless zu einem runden Produkt, welches ohne große Bedenken in jedem Zockerhaushalt einziehen darf.

HyperX Cloud Stinger

79,99

8.5

Ausstattung


8.0/10

Verarbeitung


7.0/10

Sound


10.0/10

Treiber


9.0/10

Pros

  • Verstärkte Stahlbügel
  • Gute Laufzeit (17h)
  • Klang
  • Treiber-Optionen
  • Einfache Installation

Cons

  • Kunstleder
  • Ohrmuschel-Verankerung


the author

Seit 2014 Content-Managerin und Quoten-Mädchen in der Männertruppe. Verrückt nach Bioshock und anderen Shootern, verliebt in Tee, Bücher, Serien und Konnichiwa. Glaubt manchmal, versehentlich in Asien bei der Geburt vertauscht und nach Deutschland verfrachtet worden zu sein. Ohorat? Ohorat.

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2 Readers Commented

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  1. Alexander Johnen

    Und, wonach schmeckt es? :X

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