Review: XG2401 ViewSonic Monitor von -August 8th, 2017 at 4:22 pm

Pro

  • Gutes Preis- Leistungsverhältnis
  • Flüssige Bewegungsabläufe
  • Integrierte Lautsprecher
  • Integrierte Headset-Halterung
  • Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten
  • FreeSync

Contra

  • Kein herausragender Sound

Der XG2401-Monitor bietet in seinem Preissegment alle wichtigen Einstellungen sowie zusätzliche Features, die eine Investition in das Gerät lohnenswert machen.

Der Hersteller ViewSonic ist hierzulande noch relativ unbekannt, allerdings weist er mittlerweile eine Reihe von Gaming-Monitoren auf. Wir haben uns den XG2401 genauer angesehen und geschaut, wie gut das Unternehmen seine Arbeit macht.

ViewSonic ist ein US-amerikanischer Hersteller, der sich auf die Produktion von Monitoren, Projektoren und Co. spezialisiert hat. Um auch etwas für die Gaming-Welt anbieten zu können, wurden mittlerweile auch schon einige Monitore für diesen speziellen Bereich auf den Markt gebracht. Unter ihnen befindet sich der XG2401-Monitor, der von ViewSonic mit seinen 144 Hz als Gaming-Profi betitelt wird. Wir haben dem Gerät einmal einen Test unterzogen und erzählen euch in unserer Review, welche Erfahrungen wir dabei sammeln konnten.

 

Design und Verarbeitung

 

Schwarzes Matt mit ein wenig rot

Gut und robust verpackt landete der Monitor in unseren Händen. Im Lieferumfang enthalten sind das Stromkabel, ein DP-Kabel, ein USB-Kabel sowie der XG2401 mitsamt einer Bedienungsanleitung. Eigentlich sollte noch eine Installations-CD beiliegen.

 

Die notwendigen Treiber können jedoch problemlos auch auf der Produktseite heruntergeladen werden, sodass es hier keine Schwierigkeiten beim Aufbau gibt.

 

Was uns beim Auspacken neben den Kabeln als erstes ins Auge springt ist der Standfuß. Auf der Unterseite und jeweils links und rechts hat das sonst in einem matten schwarz gehaltene Material ein wenig rote Farbe abbekommen. Ganz vorne ist zudem noch „ViewSonic“ eingeprägt. Auch der Fuß hat einen roten Streifen in der Mitte erhalten. Hingegen ist der Monitor selbst vollkommen schwarz. Lediglich unten in der Mitte finden sich noch einmal die „ViewSonic“-Schrift sowie die Zahlen 1, 2, ein Pfeil nach unten und oben und natürlich auch das klassische Standby-Symbol. Oben links in der Ecke sehen wir das ViewSonic-Logo.

 

Der Rahmen des XG2401 ist relativ schmal, weswegen auf den ersten Blick auch leicht der Eindruck vermittelt wird, dass wir es mit einem kleineren Bildschirm zutun haben. Tatsächlich haben wir jedoch ein 24-Zoll-Gerät vor unserer Nase stehen. Die Ecken sind abgerundet, was dem Ganzen gemeinsam mit dem gebogenen Standfuß einen dynamischen Anstrich verleiht. Mit Ausnahme von den bereits beschriebenen roten Stellen hat man sich jedoch für ein schlichtes schwarzes Design entschieden, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Als kleinen Zusatz verfügt der Standfuß auf der Rückseite noch über eine Ausziehvorrichtung, sodass man sein Headset darauf ablegen kann. Das hilft definitiv dabei auf dem Schreibtisch ein wenig für Ordnung sorgen zu können.

 

 

 

Aufbau

 

Der XG2401-Monitor lässt sich sehr schnell und einfach zusammenbauen. Hat man zuvor noch nicht Erfahrungen damit gesammelt, hilft einem die kleine Bedienungsanleitung weiter. Das Display muss lediglich in die vorgesehene Einkerbung des Standfußes hineingesteckt und anschließend auf der Rückseite ordentlich zugeschraubt werden. Dann gilt es nur noch die drei Kabel an den jeweils notwendigen Stellen anzuschließen. Auf einen VGA-Anschluss und damit auch auf einen VGA-Kabel wurde vollständig verzichtet. Das sollte jedoch in der heutigen Zeit auch keine großartige Überraschung mehr darstellen. Ganz nach dem individuellen Bedarf kann der Bildschirm in der Höhe verstellt, nach links und rechts gedreht und nach vorne und hinten gekippt werden.

 

Wie bereits eingangs erwähnt befand sich in unserem Paket keine Installations-CD. Sollte man jedoch nicht selbst auf die Idee kommen, wird man spätestens in der Anleitung darauf hingewiesen doch einmal die Produktseite aufzusuchen, um sich dort die Treiber und etwaige Software herunterladen zu können. Bei der ersten Verwendung, und darauf weist ViewSonic eindeutig hin, sollte zuerst der Monitor und dann der PC eingeschaltet werden. Wenn alles aufgebaut und installiert wurde, geht es im nächsten Schritt schließlich ins Eingemachte: in die Einstellungen.

 

 

Einstellungen

 

Zahlreiche Einstellungs-möglichkeiten

Wie man es auch von anderen Monitoren gewohnt ist, werden die Einstellungen allesamt über die Konsole am Monitor vorgenommen. Mit einem Klick auf die „1“ gelangt man ins Menü, vonwo aus man den Kontrast, die Helligkeit, die Farben, den Sound und erweiterte Einstellungen vornehmen kann.

 

Die Bedienung erfolgt hier äußerst benutzerfreundlich, sodass wir schnell die gewünschten Einstellungen vornehmen können. Über die erweiterten Einstellungen, hier: Advanced Settings, können wir schließlich den stark beworbenen FreeSync aktivieren, welcher nur für die Besitzer eine AMD-Grafikkarte Verwendung findet. Sollte man an dieser Stelle selbst nicht so recht wissen, welche Settings die optimalsten sind, hilft schnell ein kurzer Blick ins Internet, um sich über mögliche Profile zu informieren. Ansonsten kann auch von selbst ein muntres Testen stattfinden. Zusätzlich gibt es unter dem Bereich „Advanced Image Adjust“ unter Viemode weitere Profile. Für die Gaming-Fraktion finden hier sogar Unterscheidungen zwischen FPS, Moba und Co. statt. Wer Strom sparen möchte, wählt zusätzlich den Eco-Modus aus. Hier wird einem also mehr als gut geholfen.

 

Technik

 

Bei dem XG2401-Monitor handelt es sich um ein Full HD Exemplar, was bedeutet, dass wir mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln arbeiten können. Die Anzeigefläche entspricht in der Diagonalen rund 61cm.  ViewSonic verspricht mit den 144 Hertz flüssige Bewegungsabläufe und durch die 1 ms eine äußerst geringe Reaktionszeit. So weit wie wir das beurteilen können, hat der Hersteller seine Versprechen damit auch einhalten können. Im Vergleich zu dem zu einem 60 Hertz-Monitor sind Unterschiede und damit auch Verbesserungen beim XG2401 zu erkennen. Es gibt keine Ruckler oder irgendwelche Störungen, die durch den Monitor verursacht werden könnten. Die Farben und Kontraste sind sättigend, wobei an dieser Stelle auch immer noch zusätzliche Einstellungen vorgenommen werden können, um dort ggf. noch einmal nachzubessern. Beschweren können wir uns bei dem Gesamtbild jedoch nicht. Hinzu kommt, dass beim XG2401 Maßnahmen durchgeführt wurden, die die Augen bei der Bedienung schützen sollen. Tatsächlich ist das Bild auch nach längerer Zeit äußerst angenehm – selbst, wenn die Helligkeit auf der höchsten Stufe eingestellt wurde. An dieser Stelle hat ViewSonic somit auch gute Arbeit geleistet.

 

Angenehm fürs Auge und Erlebnis

Die vorgefertigten Profile wissen ebenso zu überzeugen. Möchten wir beispielsweise einen Film gucken und wechseln wir dazu in den bereitgestellten Movie-Modus, sind Unterschiede zu merken, die das gesamte Erlebnis verbessern.

 

Selbiges trifft auch auf den Game-Mode zu. Die Bewegungen sind äußerst scharf und flüssig und dank der geringeren Reaktionszeit von einer Millisekunde werden auch schnelle Handlungen möglich gemacht. Doch wie macht sich der Monitor, wenn man von der Seite einen Blick darauf wirft? Bei einer Unterscheidung mit unserem Vergleichsmodell sehen wir, dass die Farben hier relativ schnell dunkler werden, je weiter sich unser Blick sich seitlich bewegt. Beim XG2401 müssen wir mit keinen sonderlich großen Einschränkungen rechnen. Zumindest lassen sich hier augenscheinlich keine starken Veränderungen merken.

 

Wer in Besitz einer AMD-Grafikkarte ist, kann, wie bereits erwähnt, den FreeSync verwenden. Lohnt es sich jedoch tatsächlich das auch wahrzunehmen? Um das herauszufinden haben wir als Testspiel Rainbow Six Siege verwendet. Ohne die Verwendung von FreeSync erleben wir das, wie schon aufgeführte, flüssigere Spielerlebnis. Aktivieren wir in einem zweiten Durchlauf auch noch FreeSync, haben wir das Gefühl, dass sich die Kontraste etwas verändert haben. Zumindest lassen sich die Operator nun etwas besser zwischen all den anderen Gegenständen in der Umgebung unterscheiden. Es kann also definitiv nicht schaden, diese Funktion zu aktivieren.

 

 

 

 

Sound

 

Soundqualität im soliden Mittelfeld

Als kleine Besonderheit weist der Monitor zusätzlich zwei integrierte Soundlautsprecher sowie einen 3,5 mm Klinkenbuchse für Kopfhörer auf, welche einen erstklassigen Sound liefern sollen. Zuerst haben wir die Lautsprecher ohne die Verwendung von Kopfhörern getestet.

 

Positiv hervorzuheben ist an dieser Stelle schon einmal, dass auf die zusätzliche Verwendung von Lautsprecherboxen verzichtet werden kann. Allerdings ist der Sound nicht sonderlich überragend, jedoch auch nicht als schlecht einzustufen. Hier befinden wir uns in einer soliden Mitte, die alle Personen zufrieden stellen sollte, die keinen besonders hohen Anspruch auf Außenlautsprecher haben. Die Qualität ist etwas besser als wenn wir die Musik von einem Handy aus abspielen würden, allerdings können wir uns hier auch nicht über den Sound a la Heimkino-Anlage freuen. Je länger man sich jedoch den Lautsprechern bedient, desto schneller realisiert man auch, dass er nicht mit richtigen Boxen mithalten kann und teilweise blechern klingt. Da wir es auch ohnehin mit einem Gaming-Monitor zutun haben, ist unser Headset das wichtigste und entscheidet letztlich darüber, wie gut sich alles anhört.

 

Damit kommen wir auch schon zum Testen von Kopfhörern. Einmal in den dafür vorgesehenen Anschluss in der Rückseite hineingestöpselt, wird der Sound ohne Probleme in das neue Gerät und schließlich auch in unsere Ohren transportiert. Doch auch hier wollen wir keine genaue Bewertung des Sounds vornehmen, da unter anderem die jeweils vorliegenden Kopfhörer über den zu hörenden Sound und dessen Qualität entscheidet. Wir können an dieser Stelle lediglich anmerken, dass er nach unserer Beurteilung ziemlich gut klingt. Damit ist die Integration von eigenen Soundlautsprechern sicherlich eine gute und richtige Wahl gewesen, die abermals dafür sorgt, dass der eigene Schreibtisch nicht zu sehr mit Hardware überladen wird.

 

Preis

 

Aktuell ist der XG2401 Gaming-Profi von ViewSonic für rund € 330,- zu haben. Was wir angesichts des Preises an Features und Leistungen bekommen, ist mehr als zufriedenstellend. Zwar haben wir hier keinen 4K-Monitor und auch keine 27 Zoll oder mehr vor uns stehen, doch angesichts des Preises wäre das auch eindeutig zu viel verlangt gewesen. Stattdessen befinden wir uns mit dieser Höhe in einer Mittelklasse und erhalten dafür alles, was den Preis mehr als nur rechtfertigt. Eine Investition für den kleinen Geldbeutel sollte daher nicht direkt ausgeschlossen werden.

 

Fazit

 

Mit dem XG2401 Gaming-Monitor hat ViewSonic ein Display auf den Markt gebracht, welches sich im mittleren Preissegment befindet und dafür schon einiges zu bieten hat. Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten gewährleisten, dass jeder ein Profil erstellen kann, welches ihn zufrieden stellt. Zusätzlich stehen vorgefertigte Profile zur Verfügung, sodass sehr viel getestet werden kann. Hinsichtlich der Bildbewegungen und -abläufe erhalten wir hier einen flüssigen Ablauf und klare Bilder, die den 144 Hertz mitunter zu verdanken sind. Zusätzlich erhalten wir mit den integrierten Lautsprechern die Möglichkeit auf externe Audiogeräte zu verzichten, auch wenn der Sound vielleicht nicht der beste ist, für Desktopsounds aber allemal ausreichend. Auch die eingebaute Headset-Halterung sorgt zusätzlich dafür, dass wir auf dem Schreibtisch nicht zu viel herumliegen haben.

 

Alles in allem sind € 330,- daher eine sinnvolle Investition für jeden, der keinen besonderen Wert auf 4K legt, mit 24 Zoll zufrieden ist und vielleicht auch nicht das nötige Kleingeld besitzt, um in Monitoren aus den höheren Preisklassen investieren zu können. Man wird auf jeden Fall nicht enttäuscht werden. Wir sprechen daher eine klare Kaufempfehlung aus.

 

Review: XG2401 ViewSonic Monitor
the author

Seit 2014 Content-Managerin und Quoten-Mädchen in der Männertruppe. Verrückt nach Bioshock und anderen Shootern, verliebt in Tee, Bücher, Serien und Konnichiwa. Glaubt manchmal, versehentlich in Asien bei der Geburt vertauscht und nach Deutschland verfrachtet worden zu sein. Ohorat? Ohorat.

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