Review: Roccat Ryos TKL Pro von -März 14th, 2015 at 3:52 pm

Pro

  • Gesleevtes Kabel
  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten
  • Gute Verarbeitung
  • Auf die wichtigsten Funktionen beschränkt
  • Platzsparend

Contra

  • Preis
  • Umständliche Verwendung der Tasten-Zweitfunktion
  • Laute Tippgeräusche

Die Roccat Ryos TKL Pro erfüllt alle Konfigurierungswünsche für ein kleines Gaming-Büro, auch wenn der Preis ein Loch im Portemonnaie verursachen kann.

Roccat zählt zu den führenden Peripherie-Herstellern, wenn es ums Gaming geht. Mit Mäusen, Mauspads und Keyboards werden nicht nur die normalen Gamer, sondern auch Größen aus dem eSport-Bereich ausgestattet. Heute knöpfen wir uns die Ryos TKL Pro vor und ob sie den hohen Ansprüchen gerecht wird, erfahrt ihr hier.

Design und Verarbeitung

Die Roccat Ryos TKL Pro ist die kleinere Variante der Ryos Pro Tastatur und besitzt keinen Nummernblock auf der rechten Seite. Somit eignet sie sich besonders für Schreibtische, auf denen Platzmangel herrscht.

Die Tastatur ist mehr als nur gut verpackt. Wenn man die Plastikverpackung öffnet, halten wir einen ziemlich robusten und schwarzen Karton in den Händen, auf dem das Roccat-Logo eingeprägt ist. Erst wenn wir auch diesen geöffnet haben, können wir einen ersten Blick auf die Tastatur werfen, die sich bereits auf ihren ersten Einsatz freut. Darunter liegt ein Beiheft mit der Bedienungsanleitung. Die notwendigen Treiber müssen wie gewöhnlich von der offiziellen Roccat-Homepage heruntergeladen werden.

Gute und robuste Verarbeitung

Die Tastatur hat eine sehr kantige Form mit abgerundeten Ecken und ist ziemlich robust gebaut. Das verwendete Material ist zwar Kunststoff, doch wenn man mit dem Tippen beginnt oder einmal über die Ränder fährt, wird einem schnell die gute Verarbeitung bewusst. Unterhalb der Leertaste befinden sich drei sogenannte Thumbster Keys, deren Funktion individuell eingestellt werden können. Das sind gleichzeitig auch die einzigen zusätzlichen Tasten, die die Ryos TKL Pro bereit hält. Darunter wiederum steht den Handballen eine große, angenehme Ablagefläche bereit, wo auch noch einmal das Roccat-Logo eingearbeitet ist. Das Kabel ist gesleevt und zeugt dadurch automatisch von einer guten und robusten Verarbeitung. Ist die Tastatur erst einmal mit dem PC verbunden, erstrahlen vereinzelt ein paar Tasten in einem hellen, aber angenehmen Blau. Je nachdem für welches Key-Modell ihr euch entscheidet, erstrahlt die Tastatur in der jeweiligen Farbe. Die Farbeinstellungen können allerdings noch verändert werden, worauf im Unterpunkt „Software“ näher eingegangen wird.

Funktion

Auf die wichtigsten Funktionen beschränkt

Dadurch, dass die Tastatur über keinen Nummernblock auf der rechten Seite verfügt, ist sie von der Länge her betrachtet deutlich kürzer. Ebenfalls wurden auf weitere zusätzliche Tasten, die üblicherweise an der linken Seite angebracht werden, verzichtet, wenn man von den Thumbster Keys und der FN-Taste einmal absieht. Dies schränkt allerdings keineswegs die Funktionen ein, sondern man konzentriert sich damit lediglich auf die wichtigsten Tasten, die zum Spielen und gewöhnlichen Schreiben erforderlich sind. Die eingebauten 2 MB Flashspeicher ermöglichen das Speichern von bis zu 470 Makros auf fünf unterschiedliche Profile, deren genaue Einstellungen in der Software vorgenommen werden können.

Außerhalb des Gaming-Bereiches kann die Ryos TKL Pro allerdings auch punkten. Die Tasten F1 bis F12 bieten weitere Funktionen, die mit der gleichzeitigen Betätigung der „FN“-Taste genutzt werden können. Darunter fällt das Regulieren des Sounds, das Abspielen, Stoppen und Überspringen von Liedern, der Zugriff ins Internet und das Einstellen der Helligkeit der Tastatur. Es besteht auch ein Zugriff zum Taschenrechner per Knopfdruck. Außerdem könnt ihr jeder Taste noch eine weitere Funktion zuweisen. Um die Zweitfunktion auch nutzen zu können, ist es erforderlich, die Capslock- bzw. Easy-Shift-Taste zu betätigen.

Ryos TKL Pro 05

Haptik

Wer vorher noch nie eine mechanische Tastatur verwendet hat, wird sofort den Unterschied zu einer normalen merken. Die Cherry MX Keys fühlen sich beim Tippen etwas schwerfälliger an, erfüllen aber trotzdem ihren Dienst und reagieren schnell auf jeden Druck mit dem richtigen Befehl. Aufgrund der Schwere der Tastatur bleibt sie an ihrem Platz und kann auch bei emotionsgeladenen Spielrunden nicht so schnell von der Stelle rutschen. Das einzige Manko liegt an der Lautstärke beim Tippen der Tasten, die ein wenig an eine Schreibmaschine erinnert. Außerdem ist es etwas schwieriger, den Sound während des Zockens zu regulieren, da zusätzlich die FN-Taste benutzt werden muss, die sich eher ungünstig in der unteren Reihe angesiedelt hat. Man muss dementsprechend entweder beide Hände nutzen, um die entsprechende F-Taste und die FN-Taste aktivieren zu können oder einen Spagat mit der rechten Hand hinlegen.

Software

Einstellungen so weit das Auge reicht

Ist die Software erst einmal heruntergeladen und installiert, stehen uns eine Reihe von zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung. Insgesamt können wir innerhalb des Treibers zwischen vier unterschiedlichen Einstellungskategorien unterscheiden. Unter dem Reiter „Main Control“ könnt ihr der Capslock- und der FN-Tasten weitere Funktionen zuweisen oder einfach mal abschalten sowie die Helligkeit der Tastaturbeleuchtung einstellen. Im „Key Assignment“ dreht sich dann alles um die Details. Jede einzelne Taste kann mit einer beliebigen weiteren Funktion belegt werden.

Wichtig zu beachten ist dabei jedoch, dass ihr zum Aktivieren der Funktion den Easy-Shift-Key gedrückt halten müsst, den ihr als Capslock-Taste auf der Tastatur finden könnt. Lediglich die ESC-Taste kann nicht anders belegt werden, aber aufgrund der sonst so umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten können wir an dieser Stelle ein Auge zudrücken. Unter dem Reiter „Key Illumination“ kommen schließlich die Beleuchtungsfeinheiten dazu. Wie sollen die einzelnen Tasten leuchten? Welche Effekte sollen sie haben? Ihr könnt jeder Taste ein atmungsgleiches Leuchten zuweisen oder sie zum ständigen Blinken bringen. Wie schnell diese Effekte dabei sein sollen, könnt ihr mittels fünf unterschiedlichen Geschwindigkeitsgraden bestimmen. Ob alle Tasten von den hellen Strahlen erfasst werden soll oder nur gewisse Tastenblöcke bleibt euch auch überlassen. Ein interessantes und gleichermaßen witziges Feature verbirgt sich hinter dem „Roccat R.A.D.“, der nicht nur mitzählt, wie oft ihr bestimmte Tasten betätigt habt, sondern gleichzeitig auch Achievements bereit hält. Die Achievement-Hunter unter euch können also auch allein mit der Tastatur schon an Auszeichnungen gelangen. Insgesamt gibt es sechzehn Stück, deren genauen Details erst offenbart werden, sobald man die Trophäe freigeschaltet hat.

Fazit

Mit der Ryos TKL Pro hat Roccat eine sehr konfigurationsfreudige Tastatur auf den Markt gebracht, wo die Einstellungsmöglichkeiten kaum ihr Ende finden können. Nahezu jede Taste kann mit einer weiteren Funktion und mit unterschiedlichen Beleuchtungsmöglichkeiten ausgestattet werden. Durch das Fehlen des Nummernblockes an der rechten Seite bietet die Tastatur ein platzsparendes und robust gebautes Angebot für all diejenigen, die einen relativ kleinen Schreibtisch besitzen oder gerne eine Tastatur ihr eigen nennen wollen, die sich auf die wichtigsten Tasten beschränkt.  Das einzige Problem dabei ist jedoch, dass zum Aktivieren der Zweitfunktion auch die Easy-Shift-Taste betätigt werden muss. Damit muss man hin und wieder einen leichten Handspagat in Kauf nehmen, was vor allem mitten im Spielgefecht eher unpraktisch ist. Gleichzeitig kann der Preis, der zurzeit bei rund 140 € liegt, für ein Abschrecken sorgen und Spieler eher dazu bewegen, sich für eine andere Tastatur zu entscheiden. Wer allerdings gerne und viel einstellen möchte und eine hohe Qualität bevorzugt, wird mit der Ryos TKL Pro auf jeden Fall zufriedengestellt.

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