[Update] VR – Oculus Rift und Co. im Faktencheck

2016 wird auf jeden Fall DAS Virtual Reality-Jahr, denn dann sollen die Oculus Rift, die HTC Vive und die Playstation VR erscheinen. Bei uns bekommt ihr alle aktuellen Infos zu den großen Drei.

 

Update:

Die Oculus Rift und HTC Vive sind ja bekanntlich bereits seit einiger Zeit vorbestellbar. Nun hat Sony auch endlich die Katze aus dem Sack gelassen und den Preis sowie das Veröffentlichungsdatum für ihre VR Brille genannt.

 

Nachdem man sich nun bereits mehrere Jahre gedulden musste, soll nun 2016 das VR-Zeitalter eingeläutet werden. Mit der Oculus Rift, durch die das Thema VR überhaupt erst wieder so sehr an Popularität gewonnen hatte, das HTC Vive, sowie die Playstation VR, welche exklusiv für die PS4 entwickelt wurde, erscheinen nächstes Jahr die ersten VR-Brillen mit dem Potential, die Videospielwelt auf das nächste Level zu befördern und das Thema Virtual-Reality für die breite Masse zugänglich machen zu können.

 

Den folgenden Faktencheck halten wir für euch immer auf dem aktuellsten Stand, um euch einen bestmöglichen Überblick über die drei großen VR-Brillen geben zu können.

 

 

Oculus-Rift-2

 

 

Oculus Rift

 

Hintergrundwissen

 

Nachdem Palmer Luckey einen ersten Prototypen seines Rifts entwarf und diesen zusammen mit John Carmack auf der E3 2012 präsentierte, startete er am 1. August 2012 eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung des gesamten Projektes. Das angepeilte Ziel von 250.000 US Dollar war innerhalb von vier Stunden erreicht. Nach Abschluss der Kampagne stand dem Projekt sogar der unglaubliche Betrag 2.437.429 UD Dollar zur Realisierung des Projektes zur Verfügung.

 

Im Laufe der Jahre erschienen dann das DK1 (Developer Kit) und das DK2, welches für jedermann bestellbar war. Im September 2014 stellte Oculus VR den Crescent Bay-Prototypen vor, welcher zum einen volles 360° Tracking ermöglichte und zum anderen auch der letzte Prototyp vor der Consumer Version, also der letztendlichen Endkundenversion, sein sollte. Im Juni 2015 war es dann endlich soweit und Oculus VR präsentierte die Consumer Version der Rift, welche dann auch auf der darauf folgenden Gamescom ausprobiert werden konnte. Auf Grund des erhaltenen Feedbacks kündigte das Team darauf nochmals an, bis zur Veröffentlichung noch kleine Details zu verbessern.

 

Spezifikation der Consumer Version

 

Die finalen Spezifikationen der Consumer Version wurden im Mai bekannt gegeben und sollten sich auch bis zum Veröffentlichungsdatum nicht ändern. Demnach verfügt die Rift über zwei OLED-Displays mit einer Auflösung von 1080×1200 pro Auge. Dies entspricht einer Gesamtauflösung von 2160×1200. Außerdem wird die Rift mit einer Frequenz von 90 Hz arbeiten, das heißt, euer Rechner sollte in der Lage sein diese hohe Auflösung bei konstanten 90 FPS darstellen zu können. Das Sichtfeld des Headsets soll aller Voraussicht nach bei ca. 100° liegen. Gewichtstechnisch wollen die Entwickler der Rift auf jeden Fall erreichen, dass sie nicht über die 400 g Marke kommen.

 

Seit dem Crescent Bay-Prototypen verfügt die Brille auch über an dem Gestell befestigte Kopfhörer, welche auch bei der Consumer Version wieder ihren Einsatz bekommen. Diese sind jedoch nur optional und können jederzeit von der Rift entfernt werden, um gegebenenfalls ein bereits vorhandenes Headset nutzen zu können.

 

Empfohlene Hardwareanforderung

 

Um die virtuelle Reality ohne Einschränkungen erleben zu können, braucht ihr auf jeden Fall einen Rechner, der etwas mehr an Leistung unter der Haube hat. Die empfohlenen Systemanforderungen lauten wie folgt:

  • – CPU: Intel i5-4590 oder besser
  • – GPU:  NVIDIA GTX 970 / AMD 290 oder besser
  • – RAM: 8GB oder mehr
  • – Video Ausgang: HDMI 1.3 kompatibel
  • – USB Anschlüsse: 3x USB 3.0 und 1x USB 2.0
  • – Betriebssystem: Windows 7 64Bit SP1 oder besser

 

Preis und Veröffentlichungsdatum

 

Leider gibt es immer noch kein genaues Veröffentlichungsdatum, der Zeitraum wurde lediglich auf März eingegrenzt. Allerdings ist es seit dem 06.01. endlich möglich, sich sein Exemplar der Rift vorzubestellen.

 

Der Preis der CV beläuft sich dabei auf stolze 699€, ohne Versandkosten wohlgemerkt, mit Versandkosten kommt man also auf einen Gesamtpreis von über 700€. Sollte man zu den Unterstützern der damaligen Kickstarter-Kampagne gehören und hat in diesem Zuge sich ein DK1 gesichert, also mindestens 350€ beigesteuert, kann man sich glücklich schätzen. In diesem Fall bekommt ihr als Dankeschön eine spezielle Rift Version komplett umsonst.

 

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HTC Vive

 

Hintergrundwissen

 

Natürlich wollen neben Oculus VR auch andere Firmen in der ersten großen VR Welle mitmischen. Eine dieser Firmen ist beispielsweise auch Valve, die für die eigentliche Entwicklung eine Kooperation mit HTC eingegangen sind. Das Ergebnis aus eben dieser Zusammenarbeit ist die Vive, welche erstmals im Mai 2015 offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Vive geht sogar noch einen kleinen Schritt weiter als die Rift in dem sie durch zwei externe Kameras, den sogenannten Steam VR-Basisstationen, einen Raum mit bis zu 25 m² erfasst und diesen dann als „Spielwiese“ nutzt. Anfang 2016 soll zudem noch eine neuere Testversion der Vive diversen Entwicklerteams zur Verfügung gestellt werden.

 

Spezifikation der Vive

 

Die Spezifikationen gleichen sehr der der Rift. Nach aktuellem Stand sind zwei OLED Displays verbaut, welche ebenfalls je eine Auflösung von 1080 x 1200 Pixel darstellen und somit auf eine Gesamtauflösung von 2160 x 1200 Pixel kommen. Sie arbeitet mit 90 Hz, soll ein Sichtfeld von 110° besitzen und mit einen Gyrosensor, ein Beschleunigungsmesser und ein Laser-Positionsmesser ausgestattet sein. Zudem sollen der Vive, wie bereits erwähnt, zwei externe Kameras beiliegen, die das Headset in einem Raum erfasst und den Spieler somit in die virtuelle Realität versetzt. Die Kommunikation findet derzeit noch über einen verkabelten Gürtel statt, soll in Zukunft jedoch komplett kabellos mit dem Empfänger kommunizieren können.

 

Auf der CES 2016 präsentierte HTC die zweite Generation ihres Dev Kits, welche nun über eine Front Kamera verfügt. Diese erfasst die Umgebung und gibt dem Spieler somit die Möglichkeit in der virtuellen Realität mit seiner Umgebung zu interagieren, beispielsweise zur Verwendung mit Augmented Reality. Zusätzlich warnt die Kamera den Spieler vor möglichen Zusammenstößen mit Gegenständen oder anwesenden Personen.

 

Derzeit kursieren auch Gerüchte durch einen wieder offline genommenen Artikel, wonach die Vive sogar mit einem eingebauten Mikrofon und einer Bluetooth-Unterstützung zur Verbindung der Brille mit einem Smartphone ausgestattet sein soll.

 

Empfohlene Hardwarevoraussetzung

 

Die genauen Hardwareanforderungen der Vive sind derzeit noch nicht bekannt, allerdings kann man davon ausgehen, dass sich diese in einem ähnlichen Rahmen befinden werden, wie die für die Rift, da die Brillen sehr identische Spezifikationen besitzen.

 

Preis und Veröffentlichungsdatum

 

Wie erwartet wird die HTC Vive nochmals mehr als die Oculus Rift kosten. 799 US Dollar müssen für die Brille auf die Ladentheke gelegt werden. Für diesen Preis erhält man aber zusätzlich zu der VR-Brille auch zwei VR-Controller, die beiden Tracking-Stationen für die räumliche Erfassung und die zwei Spiele Job Simulator und Fantastic Contraption.

 

Die Vorbestellung der Vive soll demnach am 29 Februar 2016 um 13 Uhr deutscher Zeit beginnen und die Auslieferung dann ab dem 01. April starten.

 

 

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Playstation VR

 

Hintergrundwissen

 

Die ursprünglich unter dem Namen Project Morpheus, später dann in Playstation VR umgetaufte VR-Brille, wurde das erste Mal im Mai 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Den großen Vorteil, den Sonys VR Brille hat, ist die fehlende Konkurrenz, da sie zum einen lediglich an der hauseigenen PS4 Konsole funktionieren soll und zum anderen die Konkurrenten bereits verlauten ließen, dass ihre Brillen nicht mit den aktuellen Konsolen kompatibel sein werden.

 

Spezifikation der Playstation VR

 

Hier gibt es nun die ersten Unterschiede zu den anderen VR Brillen, denn laut derzeitigem Stand verbaut Sony in ihrer VR Brille lediglich ein 5,7 Zoll großes OLED Display, welches eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel besitzt, dies entspricht einer Auflösung von 960 x 1.080 Pixel pro Auge. Hier sieht man eventuell bereits die ersten Auswirkungen der, im Vergleich zu den geforderten Anforderungen an einen PC, etwas schwächeren Hardware der PS4. Das Sichtfeld soll jedoch genau wie bei den anderen beiden Brillen auch bei ca. 100° liegen. Das Display soll dafür im Gegensatz dazu mit einer höheren Bildwiederholungsrate von ca. 120 Hz arbeiten. Natürlich befinden sich im Headset ebenfalls ein Beschleunigungssensor und ein Gyroskop. Zusätzlich werden die Bewegungen des Spielers über neun am Headset erkennbaren LED Leuchten von der Playstation Kamera in einem Bereich von 3 m² für ein besseres 360° Tracking erfasst. Zusätzlich spendiert Sony ihrer Brille wohl auch noch 3D-Audio, HDMI sowie einen USB-Anschluss. Pläne für ein kabelloses Headset gibt es von Seiten Sony’s derzeit noch nicht.

Zusätzlich zu der Brille wird der Brille eine sogenannte „Processing Box“ beiliegen, über welche die Playstation VR an die PS4 Konsole angeschlossen werden muss. Diese Box dient zum einen zur zusätzlichen Berechnung des VR Bildes, zum anderen aber auch Auf- und Verteilung des Bildes am Fernsehgerät.

 

Empfohlene Hardwarevoraussetzung

 

Die einzige Hardwarevoraussetzung der Playstation VR sind zum einen eine Playstation 4 Konsole und die Playstation Kamera für das Positionstracking.

 

Preis und Veröffentlichungsdatum

 

Sony hat sein Wort gehalten. Damals hieß es, dass die hauseigene Playstation VR Brille ungefähr so viel kosten soll wie eine neue Konsole und jetzt wurde der Preis auch offiziell bestätigt. Ungefähr 400€ wird man hierzulande für die Playstation VR ausgeben müssen. Allerdings benötigt die Konsole um die Position des Spieler zu bestimmen zusätzlich die Playstation Kamera. Diese wird der Playstation VR voraussichtlich nicht beiliegen und schlägt somit mit nochmals knapp 60€ zu Buche, somit kommt man ich schlechtesten Fall auf ca. 460€ um auf der Playstation 4 in den VR Genuß zu kommen.

Auch das Veröffentlichungsdatum wurde nun offiziell bekannt gegeben. Demnach soll der Verkauf der Playstation VR im Oktober diesen Jahres starten. Kein schlechter Zeitpunkt wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt ja auch das Weihnachtsgeschäft langsam startet und man sich dann zum einen auf viele VR Spiele freuen, zum anderen ab er auch auch auf die Brille an sich als mögliches Geschenk freuen kann.

 

Die Preise für alle VR-Brillen sind nun bekannt und wir dürfen gespannt sein, ob sich das Thema VR auch langfristig durchsetzen wird. Außerdem kann man sehr stark davon ausgehen, dass im Laufe der Jahre immer mehr Hersteller auf den VR-Zug aufspringen werden und ihre eigene VR-Brille veröffentlichen werden.

the author

Ich zocke eigentlich so ziemlich alles an Action Kram, was mir in die Finger kommt, bevorzugt natürlich Shooter und Action Adventure wie beispielsweise Battlefield und die Tomb Raider Reihe. Allerdings bezeichne ich mich auch gern mal als Teilzeit-Videospiel-Masochist, da auch Bloodborne und die Dark Souls Reihe mir schon hunderte Stunden meiner Lebenszeit geraubt haben. Aber diese Stunden waren es wirklich wert! Praise the sun!

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9 Readers Commented

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  1. Henry Fair

    Wenn die/das/der vive dann also normal von Dollar/Euro umgerechnet werden könnte hat er/sie/es also fast den gleichen wie die rift? ^^‘ klaaasse

  2. Henry Fair

    So eine behinderte scheiße immer mit den amerikanischen Unternehmen… 599$ in Amerika und 740 Euro nur weil man sie in Deutschland haben will… Das sind einfach mal 200 Euro Aufschlag.
    Anstatt gleich nen paar tausend an Amazon zu senden.

    • Shooter-Szene.de

      Naja das Problem ist die 599$ sind quasi Steuerfrei. In Amerika wird nur selten der Preis inkl. Steuer angegeben.
      Das heißt rechnet man um kommt man auf irgendwas bei ca. 558€, rechnen wir dann noch unsere MwSt. drauf sind wie bei fast 670€. Ok die letzten 30€ hätte man vielleicht für Versand nehmen können aber den Preis dann auf 699 hochzuziehen ist wahrscheinlich nur aus kosmetischen Gründen und zur besseren Hochrechnung auf Seiten von Oculus VR
      Aber ich stimme dir zu das 700€ definitiv zu teuer ist um das Ding massentauglich zu machen. Wenn man bedenkt dass man als Kickstarter Backer die Brille nun ab 350$ erhält. (SC)

    • Henry Fair

      Ach richtig. An unsere tollen steuern hab ich nich gedacht. Naja zu dem Preis muss ich jedenfalls leider ablehnen.

    • Shooter-Szene.de

      Der Preis ist auf jeden Fall um einiges höher als erwartet (SC)

    • Henry Fair

      Hab auch irgendwie vorher von was zwischen 300 und 500 Dollar gehört.
      Vielleicht kommt ja ein besseres bundle mit diesen oculus touch Dingern zusammen.

  3. Iev Stein
    Iev Stein on 18. Dezember 2015

    Kein 4k? 🙁

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