Warcraft: The Beginning – Ein Eindruck

Der große Warcraft Film ist seit dem 26. Mai in den Kinos. Wir konnten natürlich nicht anders und haben uns den Film auf der großen Leinwand angesehen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Reviews und Kritiken zu dem Film „Warcraft: The Beginning“. Ich habe dementsprechend auch schon einiges darüber gehört. Die einen mögen es, die anderen nicht. Die einen sagen, dass Fans unzufrieden sein dürften und andere wiederum, dass nur „Nicht-Fans“ Spaß an dem Streifen hätten. So viele umstrittene Kritik regte mich da eigentlich nur mehr dazu an den Film zu sehen. Also auf ging es ins Kino!

 

Zu Beginn möchte ich an dieser Stelle auch noch erwähnen, wie vertraut mir das Warcraft-Universum ist. Ein wenig Wissen besitze ich schon. Zumindest habe ich damals als Kind, meinem Bruder sei Dank, schon einmal mehreren Stunden in dieser virtuellen Welt verbracht. Dies beschränkt sich allerdings auf maximal ca. einen Monat. Dafür habe ich Warcraft 3 umso mehr gespielt. Gleichzeitig möchte ich auch noch anmerken, dass ich kein Profi in Filmkritiken bin. Betrachtet diesen Beitrag also nicht als eine Review (Deswegen auch der Titel „Eindruck“), sondern lediglich als einen kleinen Erfahrungsbericht.

 

Warcraft: The Beginning basiert auf dem allerersten Spiel, das 1994 mit dem Namen „Warcraft: Orcs & Humans“ das Licht der Videospielwelt erblickte. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich noch nicht einmal in der Planung, weswegen ich zu dem Titel herzlich wenig sagen kann. Es gibt sogar ein Buch, welches die Geschehnisse aufgreift. Das besitze ich aber nicht. Vielleicht hole ich das einmal nach. Der Film beginnt in Draenor, in der Welt der Orcs, die brach liegt. Die Clans müssen ihre Heimat verlassen und ein neue Bleibe suchen, wozu sich am Ende die Welt der Allianz anbietet. Um auf die andere Welt zu gelangen erschafft Gul’dan mithilfe der Fel-Magie ein Portal. Durotan, Häuptling des Frostwolfclans, schafft es mit seiner Frau als einer der ersten hindurch. Das Portal erfordert zur Aktivierung allerdings Seelen, weswegen die Orcs sich sogleich auf die ersten Menschensiedlungen stürzen. Damit beginnt der Konflikt zwischen den Menschen und Orcs.

 

 

Wer Warcraft schon einmal gespielt hat, wird direkt nostalgisch werden. Sei es aufgrund der Anfangsszene, die einfach an das Intro des Videospiels erinnert, die Charaktere und insbesondere ihre Gestaltung oder aber Gimmicks, die auch ein kleines Lächeln entlocken. Man merkt, dass man sich einige Mitarbeiter aus Blizzard mit ans Boot geholt hat, um den Fans bei diesem Punkt das zu bieten, was sie auch verlangen. Die Charaktere sind meiner Meinung nach mega gut umgesetzt worden. Es sieht einfach nur super authentisch aus und auch die magischen Kräfte werden auf beeindruckende Art und Weise dargestellt. Ich habe es genossen die Magierkreise, Greifvögel und vor allem die Schauplätze, wie Sturmwind, in ihrere realen Umsetzung zu erleben. Dafür gibt es von mir auf jeden Fall ein dickes Plus.

 

Was allerdings ziemlich aufgefallen ist, ist die Auswahl an Musik. Ich glaube, wenn es eine Soundtrack CD geben sollte, dürften sich darauf vielleicht drei Lieder befinden. Mehr Songs meine ich zumindest nicht herausgehört zu haben. Sobald es in den Kampf ging, ertönte immer dieselbe Musik, die mir auch ziemlich bekannt vorkam. Ich könnte schwören, dass die Melodie bei Kevin allein zu Haus auch verwendet wurde, als Kevin sein Haus vor den Banditen sicher gemacht hat. Aber auch die anderen Melodien kamen mir ziemlich bekannt vor. Eine größere Melodienvielfalt hätte ich eher bevorzugt.

 

Ohne viel spoilern zu wollen geht es in Warcraft natürlich auch actionreich zu. Die Orcs sind schließlich ein Volk, welches den Krieg immer als eine Lösung in Erwägung zieht. Es macht Spaß, wenn man sich mit Schwertern und Kriegsäxten die Rübe einhaut, aber trotzdem kommen solche Szenen nur begrenzt und kurzweilig vor. Lediglich an einer Stelle kann man von einer längeren Schlacht sprechen. Ein bisschen mehr Action wäre allerdings trotzdem super gewesen.

 

Warcraft Film

 

Auch wenn ich den ersten Teil von 1994 nicht gespielt habe, konnte ich die Story an sich ganz gut nachvollziehen. Trotz allem wurden noch längst nicht alle Fragen beantwortet, die ich mir insbesondere zum Ende hin gestellt hatte. Das Warcraft-Universum ist jedoch auch riesig, was gerade dazu einlädt, dass man sich an Fortsetzungen ranwagt. Sollten Blizzard, Legendary und Universal Pictures diese Idee tatsächlich in Erwägung ziehen, dann hoffe ich, dass man sich auch dafür einiges an Zeit lässt. Ich werde aber auf jeden Fall wieder ins Kino gehen, wenn Warcraft 2 erscheint.

 

Ganz zum Schluss möchte ich noch eine Sache loswerden. Wart ihr schon einmal im Astor Grand Cinema Kino? Da gibt es Garderoben! In den Kinosälen sind die Sitzplätze verstellbar! Du kannst dich richtig zurücklehnen und brauchst dir keine Gedanken über die Bequemlichkeit zu machen! Manche Plätze haben sogar Hocker. Und es gibt einen Soundcheck, bevor der Film beginnt. Also für ein Dorfkind und eine arme Studentin war das mehr als Luxus.

 

Wie fandet ihr den Warcraft-Film?

the author

Seit 2014 Content-Managerin und Quoten-Mädchen in der Männertruppe. Verrückt nach Bioshock und anderen Shootern, verliebt in Tee, Bücher, Serien und Konnichiwa. Glaubt manchmal, versehentlich in Asien bei der Geburt vertauscht und nach Deutschland verfrachtet worden zu sein. Ohorat? Ohorat.

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