Cracker in der Krise?

Da werden einigen Zockern die Worte im Halse stecken bleiben, denn die Cracker in der Szene befürchten, dass es in etwa zwei Jahren nicht mehr Möglich sein wird, ein Spiel zu cracken.

 

Für viele ein Volkssport, für andere ein probates Mittel, einfach mal ein Spiel auf Herz und Nieren testen zu können, um einen Fehlkauf auszuschließen, aber egal, wie man die Gründe der jeweiligen Nutzer illegaler Software sieht, es ist und bleibt schlichtweg illegal. Kaum jemand kann sich freisprechen, irgendwann einmal eine illegale Kopie eines Spiels oder eines Programms besessen zu haben. Zu süß die Versuchung, zu einfach die Beschaffung und billiger geht es nicht, denn ein Crack ist in der Regel kostenfrei. Doch schon bald könnte es laut Bird Sister alias Phoenix, einem der Founder der legendären Cracking Group 3DM, damit vorbei sein, denn es wird immer komplizierter, die Kopierschutzmechanismen auszuhebeln.

 

Neuester „Feind“ der Szene ist der Kopierschutz der Firma Denuvo Software Solutions GmbH, der in der aktuellen Version von bisher keiner Gruppe, auch nicht 3DM, geknackt worden ist. Seit Monaten sitzen die Stars der Szene daran, beispielsweise Just Cause 3 und das schon ältere FIFA 16 zu knacken, aber bisher ohne Erfolg. Selbst, wenn dies gelingen sollte, und jeder Tag, der ohne eine Raubkopie ein Erfolg für die Publisher darstellt, wird dies in Zukunft immer schwerer werden. Die Publisher lassen immer schärfere Mechanismen erstellen und jeden Tag wird die Szene es schwerer haben.

 

Denuvo

 

Dabei wird es auch innerhalb der Szene schwierig werden, weiter auf Cracks zu bauen, denn der finanzielle Aspekt ist der wahrscheinlich Häufigste, sich ein geknacktes Game herunterzuladen, aber wer ein bisschen Geduld bewahrt, kann nach fünf oder sechs Monaten das Spiel schwer reduziert legal erwerben. Da kostet ein Game statt 49,99.-€ nur noch 16,99.-€ und weniger, bei vielen Spielen ist es noch drastischer.

 

Mit dieser Befürchtung würde natürlich eine Subkultur aussterben, sich dafür aber ein Geschäftszweig etablieren und einige Coder werden aus der Szene die Seiten wechseln, aber ist das ein Ersatz für jahrzehntelange Duelle, die sich die Publisher und die Szene geliefert haben? Keine schicken Crackintros und nfo`s mehr?

 

Was würdet ihr davon halten, wenn die Cracking-Szene plötzlich verschwinden würde?

 

Quelle

the author

Moin! Ich kam im Schneidersitz auf die Welt, deshalb bin ich so! :D Ansonsten schlage mich seit Oktober 2014 mit den anderen bei sZ.de herum und zocke fast alles! Ich hatte fast alle Konsolen (auch die unbekannten Dinger), bin seit dem VC-20, C64, Amiga, 286, 386, 486 bis hin zu heute dabei und liebe die Dinger. Und Motorräder. Und meine Hobbies sind reiten, lesen, schwimmen, mit meinen Freundinnen abhä....Quatsch... Computer und Motorräder... Fertig!... Und Computer...Und Motorräder...

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8 Readers Commented

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  1. Gagi2 on 8. Januar 2016

    solange es immer noch möglich ist dass cracks und auch cheats und hacks schon lange vor dem release des spiels erscheinen ist das was sie hier schreiben nicht mehr als dummes geschwätz…

    kopierschutz hin oder her…
    was ich abspielen kann kann ich auch kopieren… das war schon immer so und das wird auch immer so sein…

    • IlChRoMll Author on 9. Januar 2016

      Da kann ich Dir leider voll und ganz überhaupt nicht zustimmen. Allein der Denuvo-Protect macht der Szene das Leben schwer. Die alte Version wurde erst nach drei Monaten gecracked und das mit fast 20 Leuten. Die neue Version ist bis Dato immer noch nicht geknackt worden und selbst 3DM, die bei Weitem nicht die schlechtesten sind, ganz im Gegenteil, wollten schon aufgeben, haben sich aber noch einmal daran gesetzt. Auf FIFA 16, dass den neuen Schutz nutzt, wartet die Szene seit September und wenn der Gründer und aktive Cracker von 3DM mutmaßt, dass, wenn es so weiter geht, in 2 Jahren möglicherweise Schluss ist, dann kann man das ruhig glauben. Cracks haben nichts mit Hacks oder Cheats zu tun, soviel erst einmal dazu. Da geht es um Code-Injection oder Memhacking, was wohl kaum jemanden vor große Hindernisse stellt, aber Cracking, sprich Reverse-Engineering, ist ein ganz anderes Blatt. Ergo ist das, was wir hier geschrieben haben, garantiert kein dummes Geschwätz. Aber es ist schön, wenn wir jemanden aufklären konnten.

  2. Jens Schröder

    Das sind Träumer … ein Kopierschutz hat nur eine Berechtigung… Geknackt zu werden. Das wird auch in Zukunft so sein. Das schafft nur mehr Herausforderung für die Szene. ^^

  3. Robin Urban

    Ich fände es super da ich es einfach nicht verstehe warum man sich Spiele crackt unter irgendeinem Dummen Vorwand. Die Entwickler müssen schließlich auch von irgendwas bezahlt werden und besonders in Zeiten wo man sich zig Lets Plays oder Gameplay auf Youtube anschauen um eine Kaufentscheidung zu treffen, muss man nicht Spiele Cracken um sie „nur mal anzuspielen.“

    • Philippe Müller

      Wovon redest du? Das Thema ist identisch mit dem „Raubkopie-Thema“ in der Filmindustrie. Nur weil ein Film (oder in diesem Fall ein Spiel) auf illegale Weise „genutzt“ wird, hat das Unternehmen/der Publisher keine Geld verloren. Es darf nämlich nicht davon ausgegangen, dass dieses Material, ohne die Möglichkeit von Cracks/Raubkopien, gekauft werden würde. Zusätzlich, und das ist halt für viele auch ein Grund: Sind die Preise zu hoch und von Region zu Region unterschiedlich. Es ist meiner Meinung nach ein Unding, dass die Preise so unterschiedlich gestaltet sind. Wenn ich ein Programm schreibe und dafür 10€ haben will, kann ich nicht sagen „Ohhh, eure Region ist wohlhabend, ihr müsst 15€ Zahlen“.

      Der einzige Grund, warum sich cracks und Streamingseiten(illegal) durchsetzen, ist die unsinnige Preisgestaltung. Mittlerweile zählt man sogar in Kinos 13-14€ pro Film (3D, Überlänge, etc), das ist doch krank und hat wenig damit zu tun, dass die Entwickler/Publisher „bezahlt werden wollen“. Da geht es ganz Stumpf um Gewinne, Gewinne und Gewinne. Dann braucht man sich auch nicht wundern. Wenigstens gibt es jetzt schon die Modelle, wo man monatlich eine Gebühr zahlt und dafür XYZ viele Spiele spielen kann. Ähnlich dem Netflix/AmazonInstantVideo Prinzip, nur für Games. Das wäre mir 10€ per Month wert.

      Btw. Einige Cracken die Spiele auch, weil sie sich weiterentwickeln wollen.

    • Robin Urban

      Spiele mit Filmen zu vergleichen ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen und das dir die Preise nicht gefallen verstehe ich ebenso wenig in Zeiten von Key-Sellern usw. Ist zudem natürlich, dass Ärmere Regionen vergleichsweise weniger zahlen, da in diesen Regionen weniger bezahlt (Löhne) damit es in einem Verhältniss bleibt. Es bleibt dabei Spiele Cracks sorgen zum Teil, vor allem bei kleineren Entwicklern für Probleme und ist zurecht auch illegal.

  4. Artur Perig

    Wenn es dafür Demos gibt die ca. eine Stunde des Spiels spielen lassen, habe ich damit kein Problem.

    • Jens Schröder

      Steam bietet Dir doch 2 Stunden Spielzeit. Wenn es Dir nicht gefällt, gibst Du es halt wieder zurück. Aber 2 Stunden reichen einfach mal nicht aus…

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