Preview: Lawbreakers im Closed Beta Check

Wir haben uns in der geschlossenen Beta-Phase von Lawbreakers in die Arenen gestürzt und für euch herausgefunden, wie viel Potential der Titel hat.

Lawbreakers ist schnell, es ist hart und möchte natürlich ähnlich erfolgreich werden wie der derzeitige Genre-König Overwatch. Bereits auf der Gamescom 2016 hatten wir die Chance in einem exklusiven Anspieltermin den Alpha Build von Lawbreakers auf den Zahn zu fühlen. Ob es uns damals gefallen hat, könnt ihr in diesem Artikel noch einmal in aller Ruhe nachlesen.

 

Vom 16. Bis zum 19. März hatten wir nun endlich wieder die Chance, einen weiteren Einblick zu gewinnen. Boss Key Productions rief zu einer geschlossenen Beta-Phase und wir sind diesem Ruf natürlich gefolgt. Schließlich wollen wir ja aus erster Hand erfahren, wie die Entwicklung voranschreitet und ob der erste positive Eindruck auch weiterhin bestehen bleibt.

 

Dann lad mal auf

 

In der Alpha-Version gab es damals lediglich einen Spielmodus und eine Map. Für eine Alpha ging der Content natürlich schon in Ordnung. Für die geschlossene Beta haben wir uns dann aber natürlich etwas mehr versprochen. Das haben sich wahrscheinlich auch die Verantwortlichen gedacht und uns jeweils einen neuen Spielmodus und eine neue Map zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Demnach gab es also den bereits aus der Alpha bekannten Spielmodus Turf War. Bei diesem müssen wir versuchen, drei Punkte einzunehmen und zu locken. Sobald jeder der drei Punkte gelockt ist, bekommt man für jeden eroberten Punkt quasi einen Siegpunkt. Das heißt im Idealfalle kann man sich pro Rundenabschnitt drei Punkte sichern. Wurden die Punkte für das Locken verteilt muss man sich 30 Sekunden gedulden bis die drei Punkte wieder freigegeben werden und aufs Neue erobert werden können. Während dieser Zwischenphase geht das fröhliche Hinternversohlen natürlich ganz normal weiter. Sieger ist am Ende das Team, welches zuerst 13 Punkte erreichen kann. Steht es jedoch am Ende 12:12 geht es in die Verlängerung und das Team gewinnt, welches als erstes zwei von drei Punkten eingenommen und gelockt hat.

 

Als neuer Modus kam Overcharge hinzu. Dieser spielt sich ein wenig wie eine Abwandlung von Capture the Flag. Hierbei muss man eine auf der Map spawnende Batterie einsammeln und in seine Base bringen. So weit, so CTF. Ist die Batterie an Ort und Stelle beginnt der schwierige Teil. Diese Batterie lädt nun quasi die eigene Base auf. Dieser Ladevorgang nimmt auf jeden Fall eine ganze Weile in Anspruch. Natürlich kann das gegnerische Team in der Zeit die Batterie stehlen und in die eigene Base bringen. Der eigene Ladevorgang wird dadurch natürlich unterbrochen. Dies sollte unter allen Umständen verhindert werden, denn erst wenn die Base bei 100% Ladung ist, beginnt die finale Phase. Jetzt heißt es nochmal 20 Sekunden Vollgas geben. Erst wenn dieses 20 Sekunden Zeitfenster überstanden ist, gibt es einen Punkt. Sieger dieses Modus ist das Team, welches als erstes sage und schreibe zwei Punkte verbuchen konnte. So kompliziert es auch klingen mag, war dieser Modus um ein Vielfaches spannender als Turf War.

 

Neuer Schauplatz

 

Auch beim Thema Maps gab es Zuwachs. Neben der Karte Mammoth, welche bereits in der Alpha gespielt werden konnte, kann man sich in der Beta nun auch auf Station austoben. Hierbei sei jedoch gesagt, dass uns aufgefallen ist, dass nicht alle Spielmodi auf allen Maps gespielt wurden. Vielleicht war es nur Rotationszufall aber in den Stunden, welche wir in Lawbreakers verbracht haben, haben wir Turf War auf Mammoth und Overcharge auf Station gespielt. Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass die Modi sehr gut zu den Karten gepasst haben. Daher liegt der Verdacht nahe, dass es von den Entwicklern wirklich so gewollt ist.

 

 

 

 

Das Design beider Maps ist wirklich hervorragend. Quasi jeder entscheidende Spot ist durch mehrere Wege erreichbar und birgt dadurch sehr hohes Gefechtspotential. Zusätzlich gibt es auf jeder der beiden Maps einen besonderen Spot, an dem die Gravitation deaktiviert ist und man dadurch absolut irre Bewegungsmanöver in der Luft ausführen und seinen Gegner unter Druck setzen kann. Wenn man im Eifer des sehr schnellen Gefechts sich auch mal eine Sekunde Zeit genommen hat, konnte man immer wieder liebevolle Details finden, mit denen die Karten geschmückt worden sind. Man spürt einfach, dass die Verantwortlichen bei Boss Key Productions mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet haben.

 

Auch die restliche Optik ist nicht von schlechten Eltern. Zwar bieten die eher kleinen Maps keine optischen Highlights oder die Weitsicht eines Battlefield 1 oder des Playstation 4 exklusive Horizon Zero Dawn, nichtsdestotrotz sind die beiden spielbaren Maps wirklich toll anzusehen.

 

Wie bereits beschrieben, sind die einzelnen Karten auch hervorragend auf den jeweiligen Spielmodus angepasst. Aufgrund der Symmetrie der Maps besitzt keine der beiden Parteien einen Vorteil. Durch die vielen Zugangswege ist es auch für beide Seiten gleich anspruchsvoll, einen Punkt zu verteidigen beziehungsweise einzunehmen. In unseren Augen eine wirklich gute Arbeit von den Entwicklern.

 

Eine Frage der Klasse

 

Auch bei den Klassen gab es im Vergleich zur Alpha-Phase Neues zu entdecken. In dem in der Einleitung verlinkten Artikel sind wir bereits genauer auf die vier Klassen Enforcer, Assassin, Titan und Vanguard eingegangen. Daher befasse ich mich jetzt nur mit den neu hinzugekommenen Klassen. Dabei handelt es sich um die drei Klassen Gunslinger, Juggernaut und den Battle Medic. Zu jeder Klasse füge ich, wie wir es ja bereits im damaligen Artikel gemacht haben, noch ein Video hinzu, welches die jeweilige Klasse auch einmal in Aktion zeigt.

 

 

 

 

Gunslinger

 

Der Gunslinger ist mit zwei Handfeuerwaffen, der Alpha und der Omega, bewaffnet. Dabei verschießt die Alpha kleine Salven, welche an und für noch nicht allzu viel Schaden austeilen. Für die extra Portion Schaden ist dann die Omega zur Stelle. Diese schießt zudem auch wesentlich präziser als die Alpha. Außerdem kann man mit der Omega auch einen aufgeladenen Schuss abgeben, welcher zum einen die Reichweite und zum anderen aber den Schaden wesentlich erhöht. Das Besondere ist, dass die beiden Waffen jeweils mit der linken und der rechten Maustaste völlig unabhängig voneinander verwendet werden können. Durch die Funktion, per STRG-Taste auch blind nach hinten schießen zu können, ist es also ebenfalls möglich, in zwei Richtungen gleichzeitig zu schießen. Als weitere Fähigkeit kann der Gunslinger ein Messer werfen, welches nicht bei direktem Kontakt Schaden verursacht. Das Messer verursacht in einem kleinen Radius AoE-Schaden (Area of Effect).

 

Als Movement-Fähigkeit kann der Gunslinger auf einen Warp Sprung zurückgreifen. Dadurch kann man sehr gut feindlichem Beschuss ausweichen oder aber auch offensiv in den Kampf stürzen. Wichtig dabei ist immer die derzeitige Bewegungs- bzw. Blickrichtung. Laufen wir nach vorne, warpen wir ein paar Meter nach vorne. Strafen wir zur Seite, befördert uns der Warp zu der jeweiligen Seite. Durch einen Doppelsprung können wir uns sogar noch weiter in luftige Höhe warpen und so neue Wege oder taktische Positionen erreichen. Als Spezialfähigkeit kann der Gunslinger auf den Equalizer zurückgreifen. Dieser bündelt quasi kurzzeitig die Energie beider Waffen und deckt für wenige Sekunden in einen totbringenden Kugelhagel ein.
 
 

 
 

Juggernaut

 

Der Juggernaut ist primär für die Spieler geeignet, die eine Vorliebe für Close Quarter Battles haben. Aus diesem Grund besitzt der Juggernaut die Instigator Shotgun, welche vor allem auf kürzeren Distanzen verheerenden Schaden anrichten kann. Die zweite Waffenfunktion ist eine fiese Klinge, mit welcher man im Nahkampf ordentlich austeilen kann. Wenn man ein gutes Timing-Gefühl hat kann man diese beiden Waffen auch wunderbar miteinander kombinieren. So ist es möglich, erst aus nächster Nähe mit der Shotgun draufzuhalten, um dann eine Nanosekunde später dem Gegner mit der Klinge den Rest zu geben.

 

Als weitere Fähigkeit besitzt der Juggernaut den Charge, eine Art permanenten Sprint Modus. Springt man während des Charges, vollführt der Charakter einen Supersprung, welcher uns auch höher gelegte Levelabschnitte erreichen lässt. Dies funktioniert jedoch auch in entgegengesetzter Richtung. Befindet sich die Figur in der Luft, stürzt sie sich per Charge zu Boden und verteilt dort in einem kleinen Umkreis Schaden an alle sich dort befindlichen Gegner. Eine weitere sehr nützliche Fähigkeit ist der Holo-Deflector. Hierbei handelt es sich quasi um eine Art Energieschild, welches eine gewisse Anzahl an Schaden einstecken kann. Des Weiteren kann man mit diesem Schild aber auch strategisch wichtige Punkte versperren, da dieses Schild von niemandem durchquert werden kann. Als Spezialfähigkeit besitzt der Juggernaut das sogenannte Armor Protocol. Hierdurch kann dieser für kurze Zeit extrem viel Schaden einstecken, um beispielsweise einen wichtigen Punkt halten zu können. Befindet sich beim Aktivieren der Fähigkeit zudem ein Gegner in der Nähe, werden dessen Fähigkeiten kurzzeitig durch einen EMP-Schock unterbrochen beziehungsweise verhindert.
 
 

 
 

Battle Medic

 

Der Battle Medic ist sozusagen die erste wirkliche Supporter-Klasse in Lawbreakers. Als Bewaffnung nutzt dieser einen Granatwerfer mit dem liebevollen Namen Lobber. Dieser verschießt, wie soll es auch anders sein, Granaten, welche bei Kontakt detonieren und im Explosionsradius ordentlich Schaden verursachen. Als sekundäre Funktion bietet der Lobber die Bouncing Granates. Das heißt, die Granaten explodieren nicht mehr bei Kontakt, sondern erst nach einem kurzen Zeitfenster. Dadurch kann man die Granaten auch an Wänden abprallen lassen und so um nicht einsehbare Ecken schießen. Zusätzlich besitzt der Battle Medic eine Zweitwaffe, in diesem Fall eine kleine Energie Handfeuerwaffe. Diese macht moderaten Schaden, kann sich aber überhitzen, wenn man nicht aufpasst. Dadurch kann die Waffe für kurze Zeit nicht abgefeuert werden.

 

Als Hauptfähigkeit besitzt der Battle Medic zwei Support Drones. Diese haben zwei sehr nützliche Funktionen. Als erstes können wir diese zu unseren verletzten Teamkollegen schicken, um deren Gesundheit langsam wieder herzustellen. Als zweites kommen die Drohnen auch uns zugute. Sollten wir im Gefecht verwundet werden, regenerieren diese unsere Gesundheit sobald wir uns an einem sicheren Ort befinden. Allerdings kann man nie mehr als zwei Drohnen gleichzeitig losschicken. Als weitere Fähigkeit besitzt der Battle Medic das Hoverpack. Durch dieses kann er sich zum einen schwebend schneller durch die Gänge bewegen, zum anderen aber sogar in großen Hallen oder Arealen quasi für kurze Zeit durch das Level fliegen und seine Teamkameraden aus der Luft mit Granatenfeuer und den Drohnen unterstützen. Natürlich besitzt auch der Battle Medic eine Ultimate-Fähigkeit. Diese schimpft sich Defense Grid und ist quasi eine rettende Sphäre. Befinden sich befreundete Spieler innerhalb dieser Sphäre, werden diese geheilt. Zusätzlich bietet die Sphäre aber auch Schutz vor Beschuss von außerhalb der Sphäre. Diese ist also besonders hilfreich, wenn man beispielsweise einen Punkt einnehmen und halten möchte.
 
 

 
 

Potentialanalyse inc.

 

Wir haben nun genauer beschrieben, was die Closed Beta alles zu bieten hatte. Nun wollt ihr natürlich wissen, ob das ganze auch wirklich funktioniert. Das können wir ganz schnell und einfach mit einem Ja beantworten.

 

Ich persönlich hatte damals schon einige Stunden in der Beta zu Overwatch verbracht und auch die Vollversion einige Stunden gespielt. Das Spiel mag derzeit das Non Plus Ultra im Genre sein, allerdings ist der Funke bei mir nie wirklich übergesprungen. Deswegen war ich anfangs auch bei Lawbreakers sehr skeptisch. Aber Lawbreakers macht echt einen riesen Spaß. Lawbreakers wirkt auf mich einfach weniger Comic-Like und damit wesentlich ansprechender auf mich als die Konkurrenz von Blizzard. Außerdem kann Lawbreakers auch durch Kleinigkeiten punkten. Man glaubt gar nicht was für ein geiles Gefühl es ist, blind über die Schulter nach hinten zu schießen und plötzlich einen Kill gemeldet zu bekommen. Auch die Klassen spielten sich alle sehr gut und waren schon erstaunlich gut ausbalanciert. Ich konnte mich bis zum Ende der Closed Beta einfach nicht für eine favorisierte Klasse entscheiden. In meinen Augen ein sehr gutes Zeichen. Natürlich sollte man noch nicht in Euphorie verfallen, zumal man lediglich zwei Spielmodi und zwei Maps kennengelernt hat. Nichtsdestotrotz hat der in der Closed Beta gebotene Inhalt schon eine Menge Spaß gemacht. Wir können es derzeit gar nicht mehr erwarten die nächste Beta-Phase auszuprobieren. geschweige denn uns in die finale Version stürzen zu dürfen.

 

Allerdings sei noch etwas anzumerken. Damals angekündigt wurde Lawbreakers als free-to-play Spiel angepriesen. Im offiziellen Forum äußerten sich die Verantwortlichen von Boss Key Productions zu diesem Thema. Demnach habe man sich wohl dazu entschieden, Lawbreakers als Vollpreistitel zu verkaufen. Allerdings wurde gleich dazu gesagt, dass man sich preislich nicht bei einem $60 Titel orientieren wird, da es sich lediglich um einen Multiplayer Only Titel handeln wird. Fast im selben Atemzug wurde verkündet, dass es auch keinen Season Pass oder ähnliches geben wird. Alle Klassen, Maps und Modi werden im Hauptspiel mit enthalten sein.

the author

Ich zocke eigentlich so ziemlich alles an Action Kram, was mir in die Finger kommt, bevorzugt natürlich Shooter und Action Adventure wie beispielsweise Battlefield und die Tomb Raider Reihe. Allerdings bezeichne ich mich auch gern mal als Teilzeit-Videospiel-Masochist, da auch Bloodborne und die Dark Souls Reihe mir schon hunderte Stunden meiner Lebenszeit geraubt haben. Aber diese Stunden waren es wirklich wert! Praise the sun!

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