Sorgen und Hoffnungen zu Far Cry Primal

Mit jeder neuen Ankündigung eines Spiels, und vor allem eines Top-Titels, schwimmen immer Hoffnungen und Sorgen mit. Hier sind unsere, zu Far Cry Primal.

 

Far Cry Primal ist wohl eine der spannendsten Veröffentlichungen in der nächsten Zeit. Seit der Ankündigung im letzten Jahr ist doch schon ein gewisser Hype entstanden. Nicht zuletzt wegen des neuen und spannenden Settings. Doch welche Sorgen und Hoffnungen haben wir, wenn wir uns den Titel mal etwas genauer anschauen? Wir haben unsere jeweilige „Top 5“ zusammengestellt und erläutert.

 

Hoffnungen

 

Fangen wir doch erst mal mit allem Positiven an, was uns wirklich positiv überraschen könnte, bevor wir auf die eventuellen negativen Punkte eingehen.

1. Eine gelungene Atmosphäre

Ein wichtiger Grundbaustein für einen gelungenen Titel ist selbstverständlich die Atmosphäre. Passt die Atmosphäre nicht zum Setting, kann man sich auch nicht in das Spiel vertiefen. Fast wie bei einem Buch, in dem keine genauen Beschreibungen zu finden sind. Also hoffen wir, dass Ubisoft es bei Far Cry Primal hinbekommt, das „typische“ Steinzeit-Flair herüberzubringen. In den letzten beiden Teilen hat es doch schon recht gut geklappt, vor allem durch landesspezifische Akzente, Fahrzeuge oder Ähnlichem.

 

2. Frische Elemente

Gerade weil sich Far Cry 3 und 4 doch recht ähnlich waren, ist dies eine Hoffnung, aber auch eine Angst. Auf Letzteres werden wir aber später noch eingehen. Unsere zweite Hoffnung ist, dass Far Cry Primal wieder mit neuen und frischen Elementen der Serie. Wie man dem zweistündigen Gameplay-Video von Ubisoft entnehmen kann, wird es einige ähnliche und vielleicht sogar fast gleiche Features geben. Doch mit dem Zähmen der wilden Bestien und dem Nutzen von Eulen als Spione sind schon mal zwei neue Features dabei.

 

3. Ein Story-Plot

Was die beiden vorherigen Teile ausgemacht hat, sollte auch in diesem Ableger wieder vorhanden sein. Ein gelungener Superbösewicht á la Vaas und Pagan Min gehört schon fast zum Inventar vom Franchise und sollte auch im Steinzeit-Ableger wieder vorfindbar sein. Dazu ein kleiner Plot in der Geschichte und wir haben schon mal ein solides Grundgerüst. Worin es im Spiel grob gehen wird, gab Ubisoft bereits bekannt und könnt ihr in unserem Story- und Faktencheck nochmal nachlesen.

 

4. Gute Balance

Was wir wissen ist, dass es neben einer Keule, noch einen Speer und eine Steinschleuder als Waffe geben wird. Demnach wird wohl eher der Nahkampf in Primal im Vordergrund stehen. Deshalb ist es wichtig, dass Ubisoft die Balance der Stärke der Waffen, der Tiere und der Gegner richtig balanced. Wenn der Säbelzahntiger Horden von Gegnern alleine niedermäht und man als Spieler nichts mehr machen muss, außer zu sagen „Greif die an!“, dann ist das auch nicht wirklich förderlich.

 

5. Weitläufige Areale, viele Aufgaben

Wie die Überschrift schon sagt, wünschen wir uns einen großen Umfang für Far Cry Primal. Natürlich ist es kein Rollenspiel, in dem man zig Quests annehmen kann und dadurch auch wieder neue findet, aber wenigstens ein paar Aufgaben, Nebenaufgaben und sonstige Aktivitäten, die uns an das Spiel fesseln, frei nach dem Prinzip „Nur noch das.. Oh, da ist ja noch etwas“. Sofern der Rest gut umgesetzt wird, wäre dies nur ein weiterer Grund, das Spiel als Erfolg zu feiern.

 

Far Cry Primal

 

 

Sorgen

 

Springen wir nun aber mal von den Hoffnungen auf unsere Befürchtungen.

 

1. Ein Far Cry 4-Abklatsch

Wie bereits bei unserer zweiten Hoffnung erwähnt, ist das Fehlen von frischen Spieleelementen eine Angst, die uns beschäftigt. Wie beschrieben sieht man im oben angesprochenen zweistündigen Gameplay bereits alte Features, die es so schon relativ lange in der Serie gibt und wiederverwertet wurden. Beispiele hierfür sind das Entzünden von Leuchtfeuern, was wohl in etwa das Pendant zu den Radiotürmen von Pagan Min entspricht. Nebenquests, wie das Beschützen von Einwohnern vor aggressiven Bestien ist uns ebenfalls bestens bekannt. Daher haben wir die Befürchtung, dass Primal nur ein Far Cry 4 mit anderem Setting sein könnte. Wir hoffen natürlich nicht.

 

2. Flache Story

Was die beiden Vorgänger schon so gut gemacht haben, könnte Primal so schlecht machen. Änderungen sind natürlich immer wünschenswert, manchmal auch ein Risiko. Deswegen sollte Ubisoft am Bösewicht festhalten und einen Plot in die Geschichte einbauen, nur so ist es für viele Leute auch wirklich ein Far Cry-Teil. Unsere Angst ist deshalb, dass man versucht einen neuen Weg zu gehen, wobei ein neuer Weg natürlich auch etwas Positives sein kann. Wir lassen uns überraschen.

 

3. Schlechte PC-Umsetzung

Das Problem ist den Entwicklern wohl auch ein kleiner Dorn im Auge. Die schlechten PC-Fassungen beziehungsweise Umsetzungen sind heutzutage (leider) nichts Neues mehr. Angefangen bei Asassin’s Creed Unity, gab es zuletzt bei Top-Titeln wie Batman oder auch bei Metal Gear Solid 5 viele, viele Probleme. Bei Batman führten die Probleme letzten Endes sogar zu einem Verkaufsstopp. Hoffen wir, dass es bei Primal nicht zu solchen Komplikationen kommt.

 

4. Falsches Setting?

Zugegeben, wir finden das Setting an sich schon spannend und freuen uns darauf, tiefer in die fiktive Steinzeitwelt Oros eintauchen zu dürfen. Aber was ist, wenn es doch ein Griff ins Klo ist und die Umsetzung überhaupt nicht gelingt? Wenn Oros statt eines faszinierenden Landes, ein ödes, langweiliges und eintöniges Land ist? Wir fürchten uns davor, dass hier vielleicht doch eine falsche Entscheidung getroffen wurde.

 

5. Ist das Sprache oder kann das weg?

Jeder, der sich nur ein Wenig mit der Sprache auskennt, der weiß auch, dass es vor über 10.000 Jahren noch keine wirkliche Sprache gab. Eigens für die fiktive Welt Oros muss also auch eine „Sprache“ entwickelt werden, zumindest eine gewisse Abfolge von Lauten, die als solche gelten könnte. Die Angst hierbei besteht, dass es statt eines authentischen Gebabbels, einen Lachflash nach dem anderen für den Spieler gibt. Sprachen sollten nicht lustig, sondern authentisch klingen. We trust in you, Ubisoft!

 

Primal

 

Das sind also unsere fünf Hauptsorgen und Hoffnungen. Letzteres soll nach Möglichkeit selbstverständlich erfüllt werden, wobei Ersteres lieber nur in unseren Köpfen so stehen gelassen werden kann.

 

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr andere Ansichten bezüglich Primal oder seht ihr das ähnlich wie wir?

the author

Neben Strategie-Spielen, mit denen mein Leben als Zocker begann, hege ich große Liebe zu Rollenspielen und Shootern gleichermaßen. Musikalisch bewege ich mich am liebsten im deutschen Rap und allgemein im (Hard)Rock. Als Redakteur konnte ich bereits bei spieletipps erste Erfahrungen sammeln und seit Mitte 2015 schreibe ich für die Redaktion von shooter-szene.de

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