Mit der neuen Version von Radeon Software 19.9.2 schaltet AMD den adaptiven Schärfefilter Radeon Image Sharpening (RIS) auch für ältere Grafikkarten frei.

 

AMD hat den nächsten Schritt gemacht und schaltet den hauseigenen adaptiven Schärfefilter Radeon Image Sharpening, kurz RIS genannt, für weitere Grafikkarten frei. Bisher konnten nur die neusten Grafikkarten mit RX 5700 und RX 5700 XT Chip die Funktion nutzen. Mit der neusten Treiber-Version 19.2.2 der Radeon Software könnt ihr von nun an auch auf älteren Modellen das Radeon Image Sharpening nutzen. Folgende Modelle erhalten die neue Funktion:

  • Radeon RX 590

  • Radeon RX 580

  • Radeon RX 570

  • Radeon RX 480

  • Radeon RX 470

Warum AMD nicht auch die Modelle mit RX Vega 59 und 64 Chipsatz unterstützt, ist nicht bekannt. Diese kamen bekanntlich nach den RX 400- und vor den RX 5700-Grafikkarten.

 

Was sind eigentlich diese „Schärfefilter“?

Um ein Spiel nachträglich „zu schärfen“ gibt es verschiedene Ansätze und Algorithmen. Oftmals sind diese besonders rechenintensiv, senken also die FPS im Spiel, oder aber sie erzeugen Artefakte, welche sich negativ auf das Spielgefühl auswirken. Sowohl AMD als auch Nvidia haben das Thema für sich entdeckt und unterschiedliche Ansätze entwickelt. Nvidia setzt mit DLSS dabei auf ein trainiertes neuronales Netzwerk, um dem Spiel mehr Schärfe zu verleihen. Dadurch wird die GPU deutlich entlastet. AMDs Radeon Image Sharpening hingegen ist ein System, was Kontrast-abhängig für mehr Schärfe sorgt. Doch einen massiven Nachteil hat AMDs Ansatz. Denn er unterstützt (bisher) nur Spiele, die auf DirectX 9, 12 oder Vulcan basieren. Diese machen jedoch nur einen kleinen Prozentsatz aus, da die meisten Spiele auf DirectX 11 laufen.

 

Doch was wären Videospiele nur ohne die riesige Modder-Community und Programmierer, die sich nicht einfach so geschlagen geben. Sie haben sich bereits dem Problem angenommen. Und die Lösung heißt: ReShade. Dieses Tool erlaubt es euch, nachträgliche Filter über ein Spiel zu legen, um zum Beispiel die Farben anzupassen. Oder halt das Bild im Nachgang zu schärfen. Ein paar Modder haben den Algorithmus von AMDs Radeon Image Sharpening in ein ReShade-Modul portiert und hier online gestellt. Somit kann jetzt in jedem Spiel, welches ReShade unterstützt, ein inoffizieller Port von AMDs RIS aktiviert werden. Doch seit gewarnt, nicht in jedem Spiel sind solche Modifikationen erwünscht. Euch also ein Happy Sharpening!

 

Quelle

 

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Ich bin seit Winter 2015 mit an Bord. Ich spiele gerne und viel, besonders Shooter, gerne auch etwas härterer Gangart. Dennoch fehlen mir die legendären Tage der LAN-Partys mit Battlefield 2 und ähnlichen Spielen.

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