The Game Awards – Umfassende Infos zu Nominierten, Prognosen und mehr!

Das Jahr geht zu Ende und die Spiele werden wieder mit den Game Awards gewürdigt! Erfahrt umfassende Informationen zu den Nominierten, Prognosen und mehr zu der großen Preisverleihung!

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, wir so ziemlich alle Releases hinter uns gelassen haben und uns auf Glühwein und Gebäck freuen… Dann wissen wir, es ist wieder Zeit für The Game Awards. Seit 2014 wird die Preisverleihung von Geoff Keighley geleitet und moderiert. Jener, der schon für die Spike Video Game Awards zehn Jahre gearbeitet hatte. Als Journalist ist er besonders im englischsprachigen Raum bekannt für seine Reviews, Previews und den Behind the Scenes, wenn er hinter die Kulissen der Spiele-Entwicklung schaut. Entsprechend seiner vielen Kontakte ist er eng mit großen Entwicklern befreundet. Als Beispiel: Hideo Kojima.

 

The Game Awards gelten als die größte Preisverleihung in der Computerspiel-Branche. Das liegt auch daran, dass sie von führenden Publishern, Software- und Hardware-Entwicklern finanziert und realisiert wurde. Die Nominierungen werden durch ein Gremium bestehend aus Journalisten bzw. Pressevertretern bestimmt, die wiederum von führenden Vertretern verschiedener Unternehmen wie Microsoft, Sony, größere Publisher und z. B. AMD bestimmt werden. Dieses Jahr besteht das Gremium aus ganzen 52 Mitgliedern, fast mehr als das Doppelte zum Vorjahr.

 

In 26 Kategorien wird dieses Jahr wieder jeweils ein Sieger bestimmt. Und auch die Zuschauer, also die Gamer, können ebenfalls ein Vote abgeben. Somit entscheidet das Gremium nicht alleine, wer den begehrten Preis mit nach Hause nimmt. Das sorgt entsprechend für mehr Transparenz und Mitbestimmung. Außerdem weiß schließlich jeder, wie gerne man als Zuschauer voted. Es macht einfach Spaß.

 

In diesem Vorbericht gehen wir auf die wichtigsten Kategorien und Spiele ein. Hier findet ihr Prognosen zu den ganz großen Blockbustern, Zusammenfassungen von Spielen und damit einhergehende Erklärungen, warum sie es in dieser Kategorie als Nominierte verdient haben und welche Titel bei einer Auszeichnung alle überraschen könnten. Außerdem wird die The Game Awards-Veranstaltung gerne für Neuankündigungen genutzt oder zum teasern von neuen Information und Trailern.

 

Im folgenden Menü könnt ihr beliebig zu dem Abschnitt springen, der euch am meisten interessiert.

 

Die Favoriten unter den Nominierten

Diese Spiele versprechen eine Überraschung

Neue Spiele und Infos zu kommenden IPs

Termin TGA – Shooter-Szene Live-Ticker – Überblick der Nominierten


Die Favoriten unter den Nominierten

Wie bei eigentlich allen Preisverleihungen gibt es natürlich auch wieder bei den The Game Awards Favoriten, heiße Kandidaten und Underdogs. Und auch dieses Jahr war wieder geprägt von großen Releases vieler spannender Titel und es ist wieder ein Jahr der Indie-Spiele und der, die ohne großen Publisher trotzdem große Aufmerksamkeit erhalten konnten.

 

Game of the Year


Schauen wir doch zuerst auf den begehrtesten Titel, die „Spiel des Jahres“ Auszeichnung. Fünf Spiele haben es unter die Nominierten geschafft und nur eines wird am Ende entsprechend die Ehrung erhalten. 2015 konnten die Jungs von CD Projekt RED die Trophäe für The Witcher 3 erhalten, 2016 schaffte es Blizzard mit dem ambitionierten Projekt Overwatch. Letztes Jahr war sogar ein Indie-Titel unter den Nominierten. INSIDE von Playdead. 2016 war es relativ eindeutig, dass entweder Uncharted 4 oder Overwatch den Titel absahnen werden. Und dieses Jahr?

 

Folgendes Spiel ist zwar selbst noch gar nicht offiziell veröffentlicht, wo es sich doch noch in der Early Access befindet, konnte jedoch trotzdem den größten Wachstum der Spielegeschichte verbuchen und Rekorde knacken, als wäre es das Leichteste auf der Welt. Die Rede ist natürlich von Playerunknown’s Battlegrounds. Ist PUBG ein Indie-Titel? Bluehole ist nicht das bekannteste Entwicklerstudio und bestimmt kein Triple-A Publisher. Bluehole war trotzdem nicht ganz mittellos. Ein junges und ambitioniertes Entwicklerteam, ein kreatives „Genie“ namens Brendan Greene und aufgeschlossene Chefs – diese Kombination führte zu dem größten Hit dieses Jahres. Und dafür, dass sie sich so sehr gegen andere Publisher durchgesetzt haben, dürfte die Nomination nicht unbedingt auf die Fehlerfreiheit des Spiels zurückzuführen sein.

 

Durch die hohe Begeisterung der Fans dieses Spiels gilt natürlich PUBG als Favorit, jedoch gibt es auch noch drei weitere, harte Brocken. Keiner wird es wirklich leicht haben. Denn Nintendo ist gleich zweimal vertreten. Einmal, wie hätte es anders kommen können, mit TLoZ: Breath of the Wild und natürlich Super Mario Odyssey. Beide wurden von der Fachpresse besonders hoch gelobt und teilen sich auf Metacritic einen identischen Score. Nur bei den User-Bewertungen kann Mario die Oberhand behalten. Reicht das für einen Sieg?

 

Denn auch Guerrilla Games mit Publisher Sony reiht sich in die Liste ein. Mit Horizon Zero Dawn, den RPG-Hit aus 2017 für die PlayStation 4. Wurde es anfangs noch skeptisch begutachtet, konnte es bis heute sehr gute Verkaufszahlen verbuchen und beinah jeden überzeugen. Und dann gäbe es da noch Persona 5, der Underdog von Atlus. Unter Fans ein sehr beliebtes RPG. Doch die Chancen stehen nicht gut. Doch alleine die Nominierung dürfte schon ein großer Erfolg sein. Aber das soll es noch nicht gewesen sein. Am Ende könnte uns eine große Überraschung erwarten.

 



Allgemeine Favoriten



In 26 Kategorien kommt es nicht selten vor, dass ein Spiel auch mehrere Nominierungen erhält. Schauen wir doch mal, welche Titel die Chance haben, besonders viele Titel abzustauben. Und vor allem wie hoch ihre Chancen sind.


Ganz klar und weit vorne liegt Super Mario Odyssey. Im neuesten Ableger der Super-Mario Reihe dreht nicht nur Mario voll auf, sondern auch bei den The Game Awards winken eine Vielzahl an Preisen. Einmal wie erwähnt den „Game of the  Year“-Award. Aber auch in fünf weiteren Kategorien ist der Jump ’n’ Run-Hit vertreten. Jedoch wird es unser kleiner Held mit der roten Mütze nicht einfach haben. Sowohl in den Kategorien „Best Game Direction“, „Best Audio Design“, „Best Score/Music“ und in der Kategorie Best Action/Adventure Game ist die Konkurrenz hart. Sogar sehr hart.

 

Etwas leichter wird er es in der Kategorie „Best Family Game“ haben, mal davon abgesehen, dass hier Nintendo gleich zweimal vertreten ist. Und davon dreimal in den Spielen Mario vorkommt. Auch wenn das eine Spiel „Mario + Rabbids Kingdom Battle“ ist und eigentlich von Ubisoft stammt.

 

Prognose: 1 Auszeichnung 

  • Unwahrscheinlich: Game of the Year 
  • Unwahrscheinlich: Best Game Direction
  • Unwahrscheinlich: Best Score/Music 
  • Unwahrscheinlich: Best Audio Design
  • Unwahrscheinlich: Best Action/Adventure Game
  • (fast) Sicher: Best Family Game

Das Spiel wurde nicht nur als eines der Besten aller Zeiten aufgenommen, es ist vielleicht die Revolution der Zelda-Reihe und hebt Nintendo auf ein gänzlich neues Level. Breath of the Wild war so erfolgreich, dass es sich, obwohl es nur ein Nintedo-Konsdolen-Spiel ist, ganze fün Millionen Mal verkauft hat. Ein starker Wert für ein Zelda-Spiel, betrachtet man die Konkurrenz in diesem Jahr. Da kann sogar Horizon Zero Dawn einpacken. Beide Spiele beweisen aber einmal mehr, dass Story + Singleplayer sich gut verkaufen und auch großen Publishern viel Geld in die Kassen spülen können.

 

Auch Breath of the Wild wurde in sechs Kategorien nominiert. Einmal für den „Game of the Year“-Award und auch für Best Game Direction, Best Art Direction, Best Score/Music, Best Audio Design und Best Action/Adventure Game. Jedoch alles Kategorien, wo weiterhin viele Titel ebenfalls gute Chancen auf die Krönung haben.

 

Prognose: 1 Auszeichnung

  • Gute Chancen: Game of the Year
  • Möglich: Best Game Direction
  • Sehr unwahrscheinlich: Best Art Direction
  • Unwahrscheinlich: Best Score/Music
  • Sehr gute Chancen: Best Audio Design
  • Unwahrscheinlich: Best Action/Adventure Game

Destiny 2 wollte halten, was es vorher nicht geschafft hatte. Während der erste Teil von Bungie noch den einen oder anderen Fehler aufzuweisen hatte, sollte nun alles besser werden. Ist dem auch so? Durchaus ein würdiges Spiel mit vielen Ambitionen, doch gerade bei den Usern kommt das Spiel sehr schlecht an. Auf Metacritic erhält Destiny 2 gerademal eine durchschnittliche Bewertung von 4,2. Die Fachpresse ist längst nicht so überzeugt, wie bei anderen Anwärtern für die Auszeichnungen. Aber dies dürfte auch der Grund sein, warum Destiny 2 es nicht in die Nominierung zum „Game of the Year“ geschafft hat.

 

Aber so schlecht, wie auf Metacritic von den Usern beurteilt, ist es natürlich nicht. Bungie scheint nur einen großen Fehler gemacht zu haben. Die Balance zwischen Core-Gaming und Casual nicht gefunden zu haben. Damit sinkt sowohl die Lust, als Casual sich später einzuloggen, als auch für Core-Gamer, die wirklich alles farmen und aufleveln, was es gibt. Deswegen hat Destiny 2 weiterhin gute Chancen, in den verschiedenen Kategorien (Best Art Direction, Best Score/Music, Best Audio Design, Best Ongoing Game, Best Action Game, Best Multiplayer) zumindest zwei Preise abzukassieren. Schwerer wird es bei „Best Ongoing Game“, also fortlaufende Entwicklung und hoher Wiederspielwert, welches hier gelobt wird. Und auch beim „Best Action Game“ und dem „Best Multiplayer“-Award ist die Konkurrenz hart. Vielleicht zu hart.

 

Prognose: 2 Auszeichnungen

  • Sehr gute Chancen: Best Art Direction
  • Sehr gute Chancen: Best Score/Music
  • Gute Chancen: Best Audio Design
  • Keine Chance: Best Ongoing Game
  • Kaum Chancen: Best Action Game
  • Keine Chance: Best Multiplayer

Horizon Zero Dawn eroberte die Herzen der Spieler im Sturm, als es dann veröffentlicht wurde. Eine spannende und tatsächlich mal nicht ganz so „ausgelullte“ Story, innovative Gameplay-Ideen in Kombination mit einer atemberaubenden Spielwelt, in der es fast schon zu viel zu erkunden gibt. Eindeutig die Überraschung des Jahres und dank Sony, die weiterhin neue und innovative Game-Ideen unterstützen und nicht wie EA hier den Hahn zudrehen werden, können wir uns auch in Zukunft noch auf solche Titel freuen. Wahre, ausgelebte Kreativität.

 

Horizon Zero Dawn kann, beziehungsweise muss sich nur in fünf Kategorien unter Beweis stellen, dafür ist die eine wie zu Beginn erwähnt die „Game of the Year“-Auszeichnung. Aber dieser Preis ist alles andere als sicher. Dafür hat Aloy gute Chancen in der Kategorie „Best Game Direction“. Auch wenn Mario, Zelda und Wolfenstein II keine leichten Gegner sind, bleibt Horizon Zero Dawn hier der Favorit.

 

 

Interessanterweise ist Horizon Zero Dawn das einzige Spiel, welches sowohl für den „Game of the Year“-Award nominiert ist und gleichzeitig für die beste Narrative. Also der Award für eine besonders gut erzählte und spannende Geschichte. Doch hier kommen ganz andere Kalbier zum Einsatz. Während große Triple-A Spiele oft in der Story zwar gut, aber nicht wirklich sehr gut sind, kann man bei den kleineren Indie-Studios oft wahre Meisterwerke begutachten. Letztes Jahr waren es ganze drei Indie-Titel – doch mit Uncharted 4 hatten sie eines der wenigen Triple-A Spiele, die einer der besten Narrativen aller Zeiten aufweisen konnte, wahrscheinlich.

 

Dieses Jahr ist es nur ein Spiel, What Remains of Edith Finch. Ein Spiel, welches wie mehrere Kurzgeschichten aufgebaut ist, welche sich in das Gehirn einbrennen werden. Und nicht nur das, ausgerechnet dieses Jahr haben sich auch noch die Entwickler von Wolfenstein II dazu entschlossen, ihr Spiel zu veröffentlichen. Und da sich in Wolfenstein II alles um Story und Shooter dreht, kein Multiplayer, keine Mikrotransaktionen, konnte man entsprechend viel Input in die Erzählung stecken. Witz, Humor und Charme stehen in keinem Konflikt zu der Ernsthaftigkeit, die das Spiel transportiert und sorgt so für die perfekte Atmosphäre.

 

Prognose: 2-3 Auszeichnungen

  • Gute Chance: Game of the Year
  • Sehr wahrscheinlich: Best Game Direction
  • Sehr wahrscheinlich: Best Narrative
  • Gute Chancen: Best Art Direction
  • Gute Chancen: Best Action/Adventure Game

Was ist es, das dieses Spiel ausmacht? Eigentlich ist es doch nur lediglich ein Shooter, wo 100 Spieler auf eine Insel verfrachtet werden, um sich gegenseitig umzubringen. Doch die besondere Konzeption aus Strategie, Nervenkitzel, so vielen Individualitäten und Möglichkeiten und ausbalancierten Kämpfen sorgt für den besonderen Flair dieses Spiels. Man hasst es, man liebt es. Und man kann doch nie wirklich damit aufhören.

 

Täglich loggen sich über zwei Millionen Spieler ein, um sich in das Gerangel zu stürzen. Und der Wachstum ist nicht zu stoppen. Und vermutlich wird der nächste Schub spieler mit der finalen Version erst noch kommen. Wenn dann endlich Vaulting verfügbar ist und die neue Karte veröffentlicht wurde. Doch schon längst haben mehr als 22 Millionen – in Worten zweiundzwanzig Millionen – das Spiel gekauft. Damit ist es auf Platz 25 der am meist verkauften Videospielen der Historie! Und auf Steam rangiert der Titel (abgezogen Free to Play-Titel) auf Platz 2 hinter Counter Strike: GO! Die aktive Playerbase ist jedoch mit über 16 Millionen aktiven Spielern in den letzten zwei Wochen die höchste. Und das weit abgeschlagen hinter allen anderen Titeln.

 

So oder so ist es für Brendan Greene, Bluehole und der nun abzweigten Kompanie, die PUBG Corp. die sich nur auf PUBG konzentriert, ein erfolgreiches Jahr gewesen. Natürlich wäre nun die Krönung eine der begehrten Trophäen zu erhalten. In drei Kategorien muss sich der Battle Royale Shooter beweisen. Unter anderem wie bereits erwähnt für den „Game of the Year“-Award, für das „Best Ongoing Game“ und der Kategorie „Best Multiplayer“. Und die Konkurrenz schläft nicht. Mit Titeln wie Fortnite, CoD: WW2 bei den Multiplayern, beim Best Ongoing Games warten Overwatch, Rainbow Six: Siege, GTA: Online sowie Destiny und Warframe und die GotY-Auszeichnung wird eine ganz harte Nuss. Wäre diese auch wirklich verdient?

 

Prognose: 1 Auszeichnungen

  • Gar keine Chance: Game of the Year
  • Unwahrscheinlich: Best Ongoing Game
  • Sehr wahrscheinlich: Best Multiplayer

 

Diese Spiele versprechen eine Überraschung

Wie bei jeder Zeremonie, wo Preise verliehen werden, gibt es immer wieder die eine oder andere Überraschung. Ob es der Oscar-GAU dieses Jahr war oder tatsächlich Deutschland 2010 den ESC gewinnt. Irgendwas passiert immer, womit keiner rechnet. Bei der letzten „The Game Awards“-Veranstaltung haben wir Gewinner und Überraschungen gehabt, die man nicht mehr so schnell vergessen wird. Erinnern wir kurz an zwei große Highlights zurück.

 

So zum Beispiel war da Hideo Kojima, der sich einmal mehr bei dem Publikum bedankte, nachdem er den Ehrenpreis für sein Lebenswerk bekommen hatte. Welch ein überragender Moment für alle Gamer – denn er hatte gleich noch einen neuen Trailer für sein kommendes Spiel Death Stranding mit im Gepäck… starring Norman Reedus und nun auch mit dabei Mads Mikkelsen. Was für ein Traumpaar. Nachdem der begnadete Videospielentwickler von Konami rausgeworfen wurde, machte er sich mit einem eigenen Studio selbstständig. Zwar werden wir wohl nie Silent Hills sehen, aber können uns auf Death Stranding, welches vielleicht Ende nächsten Jahres erscheint, freuen. Der zweite Trailer lieferte bis heute noch Platz für Spekulationen und versteckte Hinweise.

 

That Dragon, Cancer rührt zu Tränen

Und dann war da die Auszeichnung für das Spiel mit dem „Impact“, also einer Auswirkung. Gewonnen hat That Dragon, Cancer. Und eigentlich bin ich kein Mensch, der schnell sentimental wird oder gar Pipi in die Augen bekommt. Aber bei dieser Geschichte, schon vor der Auszeichnung, kann man nicht anders. That Dragon, Cancer erzählt die wahre Geschichte von Ryan, dessen Sohn mit einem Jahr an einem atypischen Teratoiden Rhabdoidtumor erkrankte – er soll nur noch knapp vier Monate zu Leben haben. Doch der Sohn kämpft, trotz seines Alters, seine Eltern kämpfen, trotz dieses Schicksalsschlages. Er schafft es noch weitere vier Jahre, als er dann doch an den Folgen des Tumors stirbt. Das Spiel ist ein Tribut an seinen Sohn, aber auch eine Form der Verarbeitung für ihn und seine Frau, seine Familie und Freunde. Und eine Möglichkeit für uns, die Schwierigkeiten, die Gefühle und diesen Schicksalsschlag zu verstehen, wie man damit umgeht. Es ist nackt, offen, kalt und gefühlsecht, es nimmt dich mit in die schwerste Phase einer Familie und lässt dich alles spüren, was man in solch einer Zeit durchmachen muss.

 

Aber schwelgen wir nicht mehr so viel in alten Erinnerungen sondern konzentrieren uns auf die Spiele und Entwickler in diesem Jahr. Wir schauen uns die Games for Impact an, denn hier haben sich wieder einmal fünf großartige Spiele untergejubelt, die es alle verdient haben gewürdigt zu werden. Keine Lust auf lange Texte? Springt direkt zu den Underdogs.


Games for Impact

 

Die Games for Impact sind meist keine Spiele, die mit innovativen Gameplay, großartigem Level-Design oder pompösen 3D-Effekte mit High-Res Grafiken überzeugen konnten. Es sind Spiele, die auf ihre Art und Weise etwas zeigen, wie es kein anderes Spiel zuvor getan hat. Eine Geschichte erzählen, die einen mitnimmt. Die einen bewegt. Die gesellschaftliche Kritik ausübt. Konflikte der Menschen mit Situationen und den Umgangsweisen aufzeigen. Man suche sich einen Punkt aus, den man will, wichtig ist, dass dieses Spiel in den Köpfen hängen bleibt und zwar nicht nur, weil es super gut aussieht – schließt dies aber natürlich nicht aus. Gleichzeitig ist diese Kategorie immer ein guter Ort, um besondere Indie-Games zu entdecken.

 

Folgende Texte sind kommentarisch verfasst und spiegeln lediglich die Meinung des Autors wider!


Solch einen Effekt erzeugen nur die wenigsten Spiele.  Doch dieses Jahr haben wir wieder spannende Kandidaten aus den verschiedensten Genres dabei, die alle auf ihre Art besonders sind und uns auf die eine oder andere Weise in ihren Film mit hineinziehen und uns zum Nachdenken anregen. Eines dieser Spiele ist „Please Knock on my Door“. Man übernimmt die Kontrolle einer Person, die an Depressionen und sozialer Angst, also Angst vor Kontakt nach Außen hat, leidet.

 

Eine gefährliche Mischung, wie ich sie selbst nur zu gut kenne. Dieses Spiel zeigt, wie schwer die einfachsten Dinge im Leben sein können, wenn man an solch einer Krankheit leidet. Etwas, was für andere ganz normaler Alltag ist, ist für Menschen mit diesen Krankheiten die schwerste Aufgabe, die es für sie geben könnte. Aber es hilft auch, selbst diese Krankheit besser zu verstehen. Mit ihr zu arbeiten. Die Art und Weise, wie dieses Spiel diese mentalen Krankheiten rüberbringt hat für die Nominierung gereicht, nicht die großartigen Grafiken, denn die finden wir hier nicht.


Ein weiteres Spiel ist Night in the Woods. Die Optik des Spiels täuscht über die tiefgreifende Geschichte dieses Spiels. Es ist kein Spiel, welches die Massen begeistern soll. Dafür war es wohl nie gedacht. Es ist kein Spiel, welches dich mit spannenden Mini-Games bei Laune hält. Dieses Spiel ist beinah ausschließlich ein Spiel, wo es darum geht, mit NPCs zu reden oder mit dir selbst.

 

Es geht um Mae Borokwski, die das College geschmissen hat und zurück in die Stadt Possum Springs zurückkehren will. Doch nichts ist mehr so, wie sie es in Erinnerung hatte. Da wir nun keinen Job haben beschäftigen wir uns tagtäglich in der Stadt und machen diese unsicher. Es gibt viele Geheimnisse, viel zu entdecken und viele, mit denen man reden kann. Wie wann wir was machen ist uns überlassen.

 

Zu diesem Spiel kann man sonst nichts, aber auch rein gar nichts sagen – spielt es und lasst euch in diesen Film mit reinziehen. Erlebt, was Mae erlebt. Einfach abschalten und „entspannen“ ist angebracht.


Life is Strange: Before the Storm erzählt die Geschichte von Chloe aus dem ersten Teil „Life is Strange“. Es ist also ein Prequel, welches nicht nur eine Überbrückung bis Life is Strange 2 ist (und auch nicht von Entwickler DONTNOD, sondern Deck Nine stammt). Es ist auch ein Spiel, welches eigenständiger nicht sein kann. Auch wenn es nur aus drei Episoden besteht und bisher nur die ersten zwei erschienen sind.

 

Aber alleine für diese beiden Episoden hat es Ansehen und Respekt verdient. Vor dem Release war man zurecht skeptisch, ob ein Prequel funktioniert, ohne Max und ihre Superkraft. Und ob Deck Nine ebenfalls die Story so gut an den Mann bringen kann, wie es DONTNOD geschafft hat. Sie haben es. Anders als Life is Strange, wo wir eher mit dem Erwachsensein und der plötzlich hohen Verantwortung kämpfen, obwohl wir doch eigentlich lieber zurückgezogen sind und gerne unsere Ruhe haben, sind wir nun mitten in der Pubertät angekommen.

 

16 Jahre jung und das Verlangen, einfach alles und jeden Scheiß zu machen. Alles erleben, alles sehen, alles ausprobieren. Grenzen? Gibt es nicht. Gleichzeitig erleben wir die Freundschaftzwischen Chloe und Rachel… und mehr werde ich hier nicht spoilern. Wer das Original „Life is Strange“ noch nicht kennt, sollte dieses Erlebnis ebenfalls unbedingt nachholen.


Bury Me, My Love – was kann man dazu sagen. Ich starte hier keine Diskussion über Flüchtlingspolitik. Aber diese, wohl bemerkt von einer wahren Geschichte inspiriert, ist ganz besonders umgesetzt. Denn wir spielen es auf dem Handy, wo wir an einem Handy mit unserer Frau schreiben, die sich entschied, aus Syrien zu fliehen und nach Europa zu kommen. Die Krux, ihr Mann kann nicht mitkommen. Er fühlt sich in der Pflicht, auf seine Großeltern aufzupassen, die alleine nicht überleben würden.

 

Sie, Nour und ihr Mann Majd planen also die Reise, die Flucht nach Europa. Um immer in Kontakt zu bleiben kaufen sie sich zwei Smartphones. Als Nour auf den Truck springt, um das Land zu verlassen, umarmt sie Majd, so wie er es noch nie zuvor tat. Zum Abschied flüsterte er einen syrischen Abschiedsgruß: „Bury Me, My Love“. (Vergrab mich, meine Liebe).

 

Bury Me, My Love bringt einem das Leid, die Angst und den Schrecken des syrischen Bürgerkriegs so nah, wie es keine Dokumentation je konnte. Und lässt einen verstehen, was diese Menschen durchmachen müssen, besonders auf der Flucht. Und das schafft es bloß mit einigen Bildern und einem Messenger, über den wir mit unserer Frau kommunizieren. Beim Spielen kann auch Nours Moral, ihre Verbindung zu Majd, ihr Budget und ihr Tascheninhalt sich jederzeit ändern und den Verlauf ändern. Mehr erfahrt ihr hier. 


„Was bleibt von Edith Finch übrig“ oder in Englisch „What Remains of Edith Finch“. Kein Spiel wie jedes andere. Und eine ganz besondere Erfahrung, die den Tod auf eine ebenso besondere Art und Weise aufgreift. In kurzer Zeit schafft es das Entwicklerteam rund um Giant Sparrow, eine unfassbare Bindung zu den gezeigten, verstorbenen Charakteren aufzubauen, gleichzeitig aber die nötige Distanz zu wahren, ohne in gewisse Fallen zu tappen.

 

Es ist düster, traurig und entwickelt eine besondere, melancholische Stimmung. Und zeigt neben den Schattenseiten die gute  Seite des Lebens. Nämlich dass es wichtig war, hier gewesen zu sein. Ein kurzer Ausflug, der wahrscheinlich für Jahre in den Köpfen bleibt.


Und zu guter Letzt hätten wir da noch Hellblade: Senua’s Sacrifice. Auf vielen Ebenen ein interessantes Spiel. Low Budget mit Triple-A Grafiken, gutem (innovativen aber einheitlichem) Gameplay und einer spannenden Story – für nur 30 €. Damit hat Ninja Theory neue Maßstäbe gesetzt.

 

Aber es geht eigentlich um Senua, eine doch sehr junge Kriegerin, die schon, seitdem sie ein kleines Kind ist, so viel Leid erfahren musste, Zeuge so vieler Gräueltaten  wurde. Und nun muss sie sich gegen einen Krieg gegen die Ragnarök vorbereiten. Dabei ist ihr größter Feind eigentlich nicht der Krieger auf dem Platz, sondern ihr eigener Kopf. Schwere, psychische Krankheiten brandmarken sie. Und beeinflussen ihr Bewusstsein und damit auch die Spielerfahrung unsererseits.

 

Der Fokus liegt auf die realistische, detailgetreue Inszenierung von Schizophrenie, Traumata und anderen mentalen Krankheiten. Ninja Theory war es wichtig, eine reale Wiedergabe davon zu schaffen, statt ein einfaches Fantasy-Spektakel zu liefern. Und dennoch ist ihnen dieses Spiel gelungen. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck und lässt uns direkt erleben, was schwer an mentalen Krankheiten erkrankte Menschen durchmachen müssen. Aus spielerischer Sicht vielleicht nicht perfekt, aber aus der Perspektive der Immersion, Realitätsnahe und Inszenierung ein Meisterwerk und wie die anderen Titel verdient unter den Nominierten. Liest unser Review hier!

 

Ich wage nicht einmal, hier eine Prognose oder Vermutung aufzustellen, wer diesen Titel für den größten Impact gewinnt. Denn entscheiden kann ich mich nicht, noch kann ich einen Favoriten hier picken. Alle Spiele sind auf ihre Art und Weise besonders und vermitteln Gefühle und Weisheiten, Konflikte und Kritik, wie es kaum ein anderes Spiel kann. Ich kann nur empfehlen, alle Titel mal auszuprobieren, denn sie alle haben das besondere Etwas und erweitern auf jeden Fall den eigenen Horizont.


Die Indie-Titel

Und welche Titel gibt es außerhalb der Games for Impact-Kategorie, die von Indie-Entwicklern stammen? Eines nun bereits angesprochene Spiel ist Hellblade: Senua’s Sacrifice. Zwar ist Ninja Theory kein kleiner Entwickler, aber gänzlich eigenständig und musste ganz schön ackern, um an das Budget zu kommen. Hat es aber geschafft und uns dieses mehrfach nominierte Spiel geliefert. Einmal schaffte es Ninja Theory in die Kateogrie „Best Narrative“, wo auch What Remains of Edith Finch als zweiter Indie-Titel wartet. Und sie haben bewiesen, dass die Länge einer Story nicht unbedingt die Qualität wiederspiegelen muss und experimentelle Spiele sehr gut von der Community aufgenommen werden.

 

Ein ganz besonderer Titel ist jedoch auch Cuphead. StudioMDHR bringt uns dieses kurios und stilistische 30’er Jahre Comic-Stil-Grafik Shoot ’em up-Spiel, welches zwar nicht durch Länge, aber dafür mit Detailverliebtheit und packendem Schwierigkeitsgrad die Spieler überzeugt. Und da der Soundtrack so grandios ausgesucht beziehungsweise eigens komponiert wurde, ist Cuphead entsprechend auch für die Kateogrie „Best Score/Music“ nominiert und könnte gute Chancen dank der Einzigartigkeit haben. Und dazu muss sich der kleine Indie-Titel auch noch gegen die ganz Großen Triple-A’s in der Kategorie „Best Action Game“ behaupten.

 

In der Kategorie für das beste „Independent Game“ finden wir Cuphead natürlich wieder. Mit nominiert sind auch Pyre, Night in the Woods, What Remains of Edith Find und Hellblade: Senua’s Sacrifice. Als Favorit geht hier natürlich Ninja Theory’s Titel.

 

Triple-A überwiegt

Doch in den Major-Kategorien sieht es wie immer relativ rar aus. Indie-Titel können sich gegen die ganz großen Studios mit Publishern eher selten durchsetzen. Außer Tooth and Tail. Dieses Echtzeit-Strategiespiel wurde von Pocketwatch Games veröffentlicht, ohne dass ein Publisher aushalf. Tooth and Tail setzt auf witzige und liebevolle Grafiken, Fabeltieren, die gut mit Waffen umgehen und flotten Runden. Dazu beinhaltet es einen Splitscreen-Modus, Mehrspieler und eine eigene Kampagne. Die wichtigste Frage jedoch ist, ob dieses Spiel auch gegen XCOM 2, Total War: Warhammer 2 oder Halo Wars 2 standhalten kann. Im Gegensatz zu Cuphead und Hellblade: Ninja Theory, welche gute Chancen auf eine Ehrung außerhalb der Indie-Sektion haben, sieht es für Tooth and Tail eher schlecht aus. Dennoch immer wieder schön auch nominierte Indie-Titel zwischen den ganz Großen zu sehen.

 

Und dann wäre da noch Larian Studios. Denn diese konnten bereits außerhalb der The Game Awards für Aufsehen sorgen. Besonders seit dem Release von Divinity: Original Sin II, dem just erscheinendem Roleplay-Game (Nominiert als Bestes Rollenspiel), geht es ordentlich zur Sache. Hohe Spielerzahlen und eine Fachpresse, die Divinity: Original Sin II hoch in den Himmel lobt, wohl auch zurecht. Es ist nicht das massentauglichste Rollenspiel, denn es fordert tatsächlich noch alles von einem ab und bietet Tiefgang sowohl in der Story als auch im Gameplay. Zwar ist die erste Welle der Spieler abgeschwollen, dennoch loggen sich täglich Zehntausende ein. Für so ein Rollenspiel-Hit eine sehr gute Leistung.

 

Damit sieht es gut für das kleine, belgische Entwicklerstudio aus. Dennoch sollte man die anderen Kandidaten nicht unterschätzen. Auch Ubisofts South Park, Square-Enixs Final Fantasy XCV und NieR: Automata sowie Persona 5 sind starke Rollenspiele.


Die Überraschungen in den Major-Kategorien?

Es gibt sie immer, die Titel, von denen man erwartet, dass sie mit Sicherheit den Preis abstauben. Und es gibt die Underdogs, an die keiner denkt. Und dann ist man völlig überrascht und überlegt kurz, ob das stimmen kann.

 

In der Kategorie „Game of the Year“ ist entsprechend The Legend of Zelda: Breath of the Wild ein ganz großer Favorit. Und auch Super Mario Odyssey sowie Horizon Zero Dawn stehen im Fokus. Weniger Chancen scheint Persona 5 zu haben. Und auch Playerunknown’s Battlegrounds. Doch gerade PUBG könnte für eine zwiespaltige Überraschung sorgen. Denn einerseits ist das Spiel ein Hit. Und sorgt für großen Spielspaß und hat eine Anziehungskraft wie kein anderes Spiel zuvor. Andererseits ist es noch nicht einmal offiziell veröffentlicht, sondern nur eine Early Access-Version. Und dass das Spiel bisher in seiner aktuellen Form immer noch mit Fehlern zu kämpfen hat, ist kein Geheimnis. Das gilt zwar auch für Fortnite, aber schließlich reden wir hier über das Game of the Year, dein Preis, der das Gesamtpaket würdigt, und nicht nur den Multiplayer-Aspekt.

 

Doch durch seine Popularität könnte PUBG tatsächlich den Preis für sich einheimsen. Die Reaktionen darauf wären wirklich sehr interessant.


Bei der besten Narrative wird das schon spannender. Spiele wie „What Remains of Edith Finch“ überzeugen durch kurze, aber sehr gekonnte Erzählungen und schaffen eine melancholische und zugleich hoffnungsvolle Stimmung. Hellblade: Senua’s Sacrifice schafft es, mentale Krankheiten so real zu inszenieren, wie kein Entwickler zuvor und bietet zugleich eine spannende Geschichte. Die jedoch zum Ende an verwirrenden Logikfehlern hängen bliebt. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte mitreißend. (Siehe unser Review)

 

Die Überraschung wäre aber auf jeden Fall What Remains of Edith Finch, der kleine Indie-Titel würde die großen Spiele wie NieR, Wolfenstein II und Horizon Zero Dawn einfach mal so in den Schatten stellen und zeigt, dass es für gute Geschichten kein hohes Budget braucht. Und die Chancen stehen auch nicht unbedingt schlecht. Man sollte also gespannt bleiben.


Ohne sie würde kein Spiel wirklich gut aussehen. Die Artists. Die Künstler hinter einem Spiel. Sie müssen teils höchste Kreativität auf Abruf liefern und können sich selbst oft nicht kreativ ausleben. Aber egal wie, oft schaffen sie das Unglaubliche, nämlich uns in eine Spielwelt nur durch die bloße Gestaltung hineinzuziehen. Uns durch den Anblick des Horizontes zu fesseln. Dass wir der aufgehenden Sonne zuschauen, obwohl diese lediglich aus Pixeln besteht oder durch die realistischen Bewegungen von Menschen, Tieren uvm. Wahre Kunst.

 

Zurecht werden ihre Werke gewürdigt, ihre Fähigkeiten in der Gestaltung, der Texturierung, der Modellierung, des Animieren. Ein kleiner Sonderling hat sich aber unter die großen Triple-A Spiele geschmuggelt. Das bereits erwähnte Spiel Cuphead, mit detailreichen 30er Jahre Comic-Grafiken und Charakteren, konnte so Fans und Presse von dem Look überzeugen. Man fühlt sich direkt in diese Zeit zurückversetzt. Auch dank des großartigen Soundtracks. Ob aber diese Comic-Grafik, trotz des ganz besonderen und eigenen Stils, ausreicht, wird sich zeigen. Grafik und Animationen sind jedoch sehr nah an der Perfektion dran. Und somit könnte sich Cuphead sowohl in dieser…

 

… als auch in der Kategorie Score/Music beweisen. Denn die eben erwähnte ikonische 30er-Jahre Musik sorgt natürlich für einen entsprechenden Flair. Dabei wurden die Stücke eigens für das Spiel produziert. Der Künstler Kristofer Maddigan sowie alle beteiligten Musiker und Tonstudio-Mitarbeiter leisteten hier entsprechend sehr gute Arbeit und lieferten Musik, die man auch gut und gerne, als Jazz-Fan auf jeden Fall, zuhause anhört. Wie die Musik in Cuphead entstand könnt ihr in diesem und folgenden Videos erfahren:

 

 

Etwas schwerer wird es in der Kategorie für das beste Action-Spiel des Jahres. Spiele wie Prey, Nioh, Destiny 2 und auch Wolfenstein II wollen ebenfalls gerne den Preis gewinnen. Da wird es der Indie-Titel nicht sehr leicht haben, es ist aber auch nicht unmöglich. Schwierigkeiten könnte es durch die wenigen Level, wenngleich es ewig dauert, sie durchzuspielen, haben. Favorit  ist ganz klar Desitny 2 in dieser Kategorie. Und Cuphead bleibt ganz klarer Underdog. Aber…

 

…mit drei Major-Awards in den Taschen könnte Cuphead für eine wirklich große, große Überraschung sorgen. Aber auch schon mit Zweien. Ein Indie-Titel, der gleich so viele Awards und die Indie-Kategorien mit abstaubt, das wäre historisch. Wir werden es bald erfahren.


Unter den Multiplayer-Spielen gibt es zwei Anwärter, die mit ihren Vorgängern bereits den Preis als bestes Multiplayer-Spiel absahnen konnten. Splatoon konnte sich 2015 gegen Call of Duty: Black Ops II, der Destiny-Erweiterung König der Besessenen, Halo 5: Guardians und Rocket League durchsetzen. Und 2014 gewann Bungies Destiny. Beide Titel, also Destiny 2 und Splatoon 2, sind wieder mit dabei im Rennen. Und auch Call of Duty mit World War II und Mario Kart 8 Deluxe.

 

Doch wirklich gute Chancen hat hier PlayerUnknown’s Battlegrounds. Keine Frage, ein Spiel mit so einer Spielerbase und Anziehungskraft geht als absoluter Favorit in das Rennen. Doch was ist mit Fortnite? Spätestens seit dem Battle Royale Modus ist es in vieler Munde und sehr unterschätzt. Denn Fortnite liefert im eigentlichen Hauptspiel spannende Mischungen aus Teamplay, Crafting, Taktik und Shooter. Auch in unserer Preview konnte das Spiel durchaus überzeugen. Aber da so viele Blockbuster und PUBG mit in das Rennen gehen, bleibt Fortnite ein Underdog, welcher aber gute Chancen hat und sich auch überraschenderweise gegen die anderen Spiele durchsetzen kann.


Was werden wir erfahren?

Wie auch bei den letzten Game Awards können wir uns auch dieses Jahr wieder auf die eine oder andere Neuankündigung samt Trailer oder frischen Infos zu baldig erscheinenden Spielen freuen. Nicht umsonst hat Geoff wieder einmal eine eigene Kategorie für die „Most anticipated Games“ für das Jahr 2018. Also die am meist erwarteten Spiele für das kommende Jahr. Wo übrigens nur die Gamer entscheiden. Sicher wird sein, dass es auf jeden Fall deutlich mehr „Weltpremieren“ geben wird als noch in den Jahren zuvor. Das heißt viele Trailer, Gameplay-Szenen und mehr. Weltpremiere bedeutet in diesem Fall aber keine Neuankündigung, sondern lediglich noch nicht gezeigtes Material.

 

Es ist nun genau ein Jahr her, dass wir den letzten Trailer zu Death Stranding zu sehen bekamen. Es wäre also nicht ganz unwahrscheinlich, wenn Hideo sich einmal mehr auf den Game Awards blicken lässt und ein „gift for us brought“. Schließlich erwarten wir auch die Enthüllung des weiblichen Charakters in dem Spiel. Wer dies sein wird, haben schon viele Fans spekuliert. Sogar ein Hoax, dass es sich um Emma Watson handelt, ging herum, stellte sich aber als ungewollter Fake heraus. Außerdem ging das Spiel in diesem Jahr in die volle Entwicklungsphase. Also spricht eigentlich alles dafür, dass wir mehr zu sehen bekommen.

 

Weiterhin könnten neue Informationen oder ein Trailer zum kommenden God of War vorgestellt werden. Zwar gab es auf der diesjährigen E3 schon einiges an frischen Infos zu dem Spiel, ein kleiner Trailer für zwischendurch käme aber bestimmt gut an.

 

PUBG’s Desert Map wird vorgestellt

Eher unwahrscheinlich aber nicht unmöglich, ist, dass Naughty Dog noch mehr zu The Last of Us Part II für uns bereithält. Denn der letzte Trailer zeigte zwar neue Charaktere, aber wenig Gameplay, tatsächliches Story-Material oder ähnliches. Noch unwahrscheinlicher ist Material zu Detroit: Become Human. Aber hier fehlt uns noch wie bei The Last of Us Part II ein Release-Datum. Ein Trailer samt Datum würde also in vielerlei Hinsicht die Fans entzücken.

 

Ein Spiel, welches noch nicht offiziell angekündigt wurde, aber sich schon unlängst in der Entwicklung befindet, wäre Borderlands 3. Ob aber Gearbox Software sich bereits sicher ist, dass dieses Spiel „gelungen ist “ beziehungsweise wird, kann man jetzt noch nicht sagen. Jedoch würden sich die Fans entsprechend sehr freuen, denn dass Gearbox entwickeln kann, wissen wir. Und wir alle wollen doch das nächste Borderlands in unseren Händen halten.

 

Mit absoluter Sicherheit werden wir aber etwas von Playerunknown’s Battlegrounds zu sehen bekommen. Denn wie bereits angekündigt wurde, wird es zwischen den Preisverleihungen auch ein „Live-Gameplay“ auf der neuen Desert-Map geben. Wie genau das aussehen wird, kann man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Vermutlich sehen wir nur ein paar Gameplay-Szenen. Vielleicht spielen aber tatsächlich ein paar Devs direkt vor oder hinter der Bühne auf der Karte.

 

Wenn ihr euch noch etwas für die Game Awards wünscht oder auf bestimmte Ankündigungen hofft, könnt ihr dies ja in die Kommentare schreiben. Wir sind gespannt.

Termin, Infos und alle Nominierten

Um noch einmal einen schnellen Überblick über alle Nominierten (ohne Publikumspreise) zu gewährleisten, hier eine Liste mit allen Kategorien und ihren Nominierten. Die Preisverleihung wird in der Nacht vom 7. bis zum 8. Dezember in dem Microsoft Theater ausgerichtet. Beginn in Deutschland ist um 2:30 nachts. Alle Infos, Gewinner und Ankündigungen erfahrt ihr Live und Up2Date auf der Shooter-Szene, wenn ich nachts für euch wach bleibe und alles wichtige für euch festhalte.

 

Spiel des Jahres (Game of the Year)

  • Horizon Zero Dawn– entwickelt von Guerrilla Games
  • Persona 5– entwickelt von Atlus
  • PlayerUnknown’s Battlegrounds– entwickelt von PUBG Corporation
  • Super Mario Odyssey– entwickelt von Nintendo
  • NintendoThe Legend of Zelda: Breath of the Wild – entwickelt von Nintendo

 

Beste Regie eines Spiels (Best Game Direction)

  • Horizon Zero Dawn– entwickelt von Guerrilla Games
  • Resident Evil 7: Biohazard– entwickelt von Capcom
  • Super Mario Odyssey– entwickelt von Nintendo
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild– entwickelt von Nintendo
  • Wolfenstein II: The New Colossus – entwickelt von MachineGames

 

Beste Erzählung (Best Narrative)

  • Hellblade: Senua’s Sacrifice– geschrieben von Tameem Antoniades und Elizabeth Ashman-Rowe
  • Horizon Zero Dawn– geschrieben von John Gonzalez
  • Nier: Automata– geschrieben von Yoko Taro, Hana Kikuchi, und Yoshiho Akabane
  • What Remains of Edith Finch– geschrieben von Ian Dallas
  • Wolfenstein II: The New Colossus – geschrieben von Jen Matthies und Tommy Tordsson Bjork

 

Beste künstlerische Gestaltung (Best Art Direction)

  • Cuphead– entwickelt von StudioMDHR
  • Destiny 2– entwickelt von Bungie
  • Horizon Zero Dawn– entwickelt von Guerrilla Games
  • Persona 5– entwickelt von Atlus
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild – entwickelt von Nintendo

 

Beste/r Score/Musik (Best Score/Music)

  • Cuphead– komponiert von Kristofer Maddigan
  • Destiny 2– komponiert von Michael Salvatori, Skye Lewin, und C Paul Johnson
  • Nier: Automata– komponiert von Keiichi Okabe und Keigo Hoashi
  • Persona 5– komponiert von Shoji Meguro
  • Super Mario Odyssey– komponiert von Naoto Kubo, Shiho Fujii, und Kōji Kond
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild – komponiert von Manaka Kataoka und Yasuaki Iwata

 

Beste Audiogestaltung (Best Audio Design)

  • Destiny 2– entwickelt von Bungie
  • Hellblade: Senua’s Sacrifice– entwickelt von Ninja Theory
  • Resident Evil 7: Biohazard– entwickelt von Capcom
  • Super Mario Odyssey– entwickelt von Nintendo
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild – entwickelt von Nintendo

 

Beste schauspielerische Leistung (Best Performance)

  • Ashly Burchals Aloy – in Horizon Zero Dawn
  • Brian Bloomals B.J. Blazkowicz – in Wolfenstein II: The New Colossus
  • Claudia Blackals Chloe Frazer – in Uncharted: The Lost Legacy
  • Laura Baileyals Nadine Ross – in Uncharted: The Lost Legacy
  • Melina Juergens als Senua – in Hellblade: Senua’s Sacrifice

 

Spiel mit Auswirkungen (Games for Impact)

  • Bury Me, My Love– entwickelt von The Pixel Hunt
  • Hellblade: Senua’s Sacrifice– entwickelt von Ninja Theory
  • Life Is Strange: Before the Storm– entwickelt von Deck Nine
  • Night in the Woods– entwickelt von Infinite Fall
  • Please Knock on My Door– entwickelt von Levall Games AB
  • What Remains of Edith Finch – entwickelt von Giant Sparrow

 

Bestes fortlaufendes Spiel (Best Ongoing Game)

  • Destiny 2– entwickelt von Bungie
  • Grand Theft Auto Online– entwickelt von Rockstar Games
  • Overwatch– entwickelt von Blizzard Entertainment
  • PlayerUnknown’s Battlegrounds– entwickelt von PUBG Corporation
  • Tom Clancy’s Rainbow Six Siege– entwickelt von Ubisoft Montreal
  • Warframe – entwickelt von Digital Extremes

 

Bestes Indie-Spiel (Best Independent Game)

  • Cuphead– entwickelt von StudioMDHR
  • Hellblade: Senua’s Sacrifice– entwickelt von Ninja Theory
  • Night in the Woods– entwickelt von Infinite Fall
  • Pyre– entwickelt von Supergiant Game
  • What Remains of Edith Finch – entwickelt von Giant Sparrow

 

Bestes mobiles Spiel (Best Mobile Game)

  • Fire Emblem Heroes– entwickelt von Intelligent Systems
  • Hidden Folks– entwickelt von Adriaan de Jongh und Sylvain Tegroeg
  • Monument Valley 2– entwickelt von ustwo games
  • Old Man’s Journey– entwickelt von Broken Rule
  • Super Mario Run – entwickelt von Nintendo

 

Bestes Handheld-Spiel (Best Handheld Game)

  • Ever Oasis– entwickelt von Grezzo
  • Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia– entwickelt von Intelligent Systems
  • Metroid: Samus Returns– entwickelt von MercurySteam
  • Monster Hunter Stories– entwickelt von Marvelous Entertainment
  • Poochy und Yoshi’s Woolly World – entwickelt von Good-Feel

 

Bestes VR/AR-Spiel (Best VR/AR Game)

  • Farpoint– entwickelt von Impulse Gear
  • Lone Echo– entwickelt von Ready at Dawn
  • Resident Evil 7: Biohazard– entwickelt von Capcom
  • Star Trek: Bridge Crew– entwickelt von Red Storm Entertainment
  • SUPERHOT VR – entwickelt von SUPERHOT Team

 

Bestes Action-Spiel (Best Action Game)

  • Cuphead– entwickelt von StudioMDHR
  • Destiny 2– entwickelt von Bungie
  • Nioh– entwickelt von Team Ninja
  • Prey– entwickelt von Arkane Studios
  • Wolfenstein II: The New Colossus – entwickelt von MachineGames

 

Bestes Action-Adventure (Best Action/Adventure)

  • Assassin’s Creed Origins– entwickelt von Ubisoft Montreal
  • Horizon Zero Dawn– entwickelt von Guerrilla Games
  • Super Mario Odyssey– entwickelt von Nintendo
  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild– entwickelt von Nintendo
  • Uncharted: The Lost Legacy – entwickelt von Naughty Dog

 

Bestes Rollenspiel (Best Role Playing Game)

  • Divinity: Original Sin II– entwickelt von Larian Studios
  • Final Fantasy XV– entwickelt von Square Enix
  • Nier: Automata– entwickelt von Platinum Games
  • Persona 5– entwickelt von Atlus
  • South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe – entwickelt von Ubisoft San Francisco

 

Bestes Kampfspiel (Best Fighting Game)

  • ARMS– entwickelt von Nintendo
  • Injustice 2– entwickelt von Netherrealm Studios
  • Marvel vs. Capcom: Infinite– entwickelt von Capcom
  • Nidhogg 2– entwickelt von Messhof Games
  • Tekken 7 – entwickelt von Bandai Namco

 

Bestes Familienspiel (Best Family Game)

  • Mario Kart 8 Deluxe– entwickelt von Nintendo
  • Mario + Rabbids Kingdom Battle– entwickelt von Ubisoft Paris + Milan
  • Sonic Mania– entwickelt von Christian Whitehead, PagodaWest Games, Headcannon
  • Splatoon 2– entwickelt von Nintendo
  • Super Mario Odyssey – entwickelt von Nintendo

 

Bestes Strategiespiel (Best Strategy Game)

  • Halo Wars 2– entwickelt von Creative Assembly und 343 Industries
  • Mario + Rabbids Kingdom Battle– entwickelt von Ubisoft Paris + Milan
  • Total War: Warhammer II– entwickelt von Creative Assembly
  • Tooth and Tail– entwickelt von Pocketwatch Games
  • XCOM 2: War of the Chosen – entwickelt von Firaxis Games

 

Bestes Sport-/Rennspiel (Best Sports/Racing Game)

  • FIFA 18– entwickelt von EA Vancouver
  • Forza Motorsport 7– entwickelt von Turn 10 Studios
  • Gran Turismo Sport– entwickelt von Polyphony Digital
  • NBA 2K18– entwickelt von Visual Concepts
  • Pro Evolution Soccer 2018– entwickelt von Konami
  • Project Cars 2 – entwickelt von Slightly Mad Studios

 

Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)Bester Mehrspieler (Best Multiplayer)

  • Call of Duty: WWII– entwickelt von Sledgehammer Games
  • Destiny 2– entwickelt von Bungie
  • Fortnite– entwickelt von Epic Games
  • Mario Kart 8 Deluxe– entwickelt von Nintendo
  • PlayerUnknown’s Battlegrounds– entwickelt von PUBG Corporation
  • Splatoon 2 – entwickelt von Nintendo

 

Bestes Debüt-Indie-Spiel (Best Debut Indie Game)

  • Cuphead– entwickelt von StudioMDHR
  • Golf Story– entwickelt von Sidebar Games
  • Hollow Knight– entwickelt von Team Cherry
  • Shifty– entwickelt von Team Shifty
  • Slime Rancher – entwickelt von Monomi Park
the author

Schon mit drei Jahren auf dem Schoß meines Vaters den Flugsimulator 2000 gespielt, mit fünf Jahren hatte ich bereits meinen ersten, eigenen PC. Gaming war für mich schon immer mehr als ein Hobby. 

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