Kommentar: Was uns an Battlefield 1 stört (Teil 1)

Was stört uns an Battlefield 1? In unserem Kommentar beleuchten wie die großen und kleinen Probleme des großen Multiplayer Shooters.

Wo fängt man an? Eine gute Frage, doch beginnen werden wir wohl mit dem Publisher. Electronic Arts oder auch EA genannt gehört zu den schlechtesten und kommerziellsten Publishern der heutigen Zeit. Schon wiederholt sackte die Firma den Award für das schlechteste Unternehmen ein.

 

Der Publisher ist der Produzent einer Spielemarke wie Battlefield, er finanziert die Entwicklerstudios, macht Marketing für die Spiele und setzt den Releasetermin der gewissen Spiele an. EA ist eine große und reiche Firma, dennoch hält es die Firma nicht auf, mehr Geld für weniger Leistung zu generieren. Ständig sind die Entwicklerstudios unter so einen Releasedruck gesetzt, dass Spiele unfertig veröffentlicht werden. Ebenfalls gehen Mikrotransaktionen (reine Spekulation) direkt in die EA-Kasse, weshalb das Shortcut- und Ingame-Bundlegeschäft massiv ausgebaut worden ist. EA hat sich zur Aufgabe gemacht so viel Geld wie nur möglich zu gewinnen, dass die Spiele oft auf der Strecke bleiben, scheint von geringerem Interesse.

 

Spiele wie Battlefield 4, Hardline, Battlefield 1 und auch andere Games wie die FIFA-Reihe leiden unter utopischen Preisen und teils schlechter Entwicklung. Um Geld zu sparen werden schlechte Serversysteme genutzt oder Bedienungsfelder wie „Battlelog“ entfernt, was den Spielspaß und die positive Dynamik killt. Übertriebene kostspielige Vorverkaufsangebote und überteuerte Season Pässe runden die Geldgeilheit der Firma ab. Schon aufgrund dieser Tatsache stören wir uns an Battlefield 1.

 

 

Doch wieso kommt EA  immer wieder damit durch? Na weil wir so „Dumm“ sind. Auch meine Wenigkeit besitzt Battlefield 1 und holte sich im Anschluss den Season Pass. Zirka 100 Euro wurden zu rausgeworfenes Geld. Jetzt fragt ihr euch, warum machst du sowas? Mhhh….

 

Band of Brothers

 

In erster Linie aus der Brüderlichkeit zu meinen Zockerbros. Seit Battlefield 3 gibt es das MG/S4K Platoon, welches mir unzählige lustige und spannende Stunden schenkte. Um weiterhin dabei zu bleiben, hat man sich freiwillig den neuen Titel angeeignet. Doch mit der Chronik der Battlefield Titel ist leider auch die Online-Gemeinschaft gestorben. Tja Schade, denn der MG Clan besteht nur noch aus zwei Leuten. Einer davon bin ich.

 

 

Ein neuer Shooter

In der heutigen Zeit werden so viele neue Titel entwickelt und veröffentlicht. Die Qual der Wahl ist vorprogrammiert. Dennoch kennt man und schätzt den „einen“ Shooter. Also bleibt man auch bei dem „einen“ Shooter. So ist es auch mit Battlefield 1 passiert. Natürlich war ich schon durch BF4 leicht verwundet und das Gerinnsel in meinem Kopf, das durch Hardline entstand, wiegt schwer, abgehalten hat es mich trotzdem nicht, Battlefield 1 zu kaufen.

 

Siehe Battlefont 2

In den letzten Tagen war der Aufschrei bezüglich EA und den Mikrotransaktionen verdammt laut. Dies beweist einfach nur, dass die Grundsteine in Battlefield gelegt worden sind und nun zu einer Eskalation führten. EA ist ein geldgieriger Verein.

 

 

Freut euch auf Teil 2!

Wie schon im Titel sind wir mit unserer Unzufriedenheit ja noch nicht fertig . Diesmal wurde der Fokus direkt auf den Publisher und indirekt auf die Entwickler gesetzt. Doch es gibt mehr, noch viel mehr, das uns in Battlefield 1 stört. In den folgenden Teilen werden wir Gameplay, Serverpolitik, Spielmechanik etc. auseinander nehmen. Mit jeden Artikel bitte ich auch einen meiner Kollegen ein persönliches Statement abzugeben. Heute beginnt mein Kollege „TheTrooper“.

 

Battlefield 1 – Fazit „The Trooper“

Ich hab Battlefield nicht zuletzt durch Battlefield Hardline und Battlefield 1 den Rücken zugekehrt. Für ein Spiel, das mir zwar auch manchmal den letzten Nerv raubt, dafür aber wenigstens herausfordernder ist – ist Rainbow Six Siege. Trotzdem besitze ich auch Battlefield 1, sogar ganz altmodisch als DVD-ROM, extra fürs Spieleregal. Doch ich ärgere mich, für dieses Spiel den vollen Preis bezahlt zu haben und nicht auf ein Angebot gewartet zu haben.

 

Mehr als 30€ ist mir Battlefield 1 aus heutiger Sicht nicht mehr wert – 1€ pro Spielstunde klingt fair. Doch wie kommt es, dass ich selbst Battlefield Hardline mehr gespielt habe? Weil es begeistern konnte – nicht als Battlefield, keineswegs, aber als Shooter. Hardline war insgesamt rund, die Story vielleicht nicht die beste des Jahrtausends, aber dennoch innovativ für ein Battlefield. Und ja, einem Hardline 2 würde ich eine Chance geben. Trotzdem habe ich beide Spiele nicht mehr installiert. Battlefield Hardline spielt keiner meiner Kollegen, alleine durch den Multiplayer zu streifen gehört nicht unbedingt zu meinen großen Hobbies.

 

Tja, und Battlefield 1 gab ich mehr als nur eine Chance. Das Setting ist nicht eines, das ich mag – zu sehr vermisse ich moderne Waffen, Helikopter und sonstige Annehmlichkeiten der modernen Kriegsführung. Aber gut, trotzdem sorgte die Beta dafür, dem Spiel eine Chance zu geben – genau wie die Meinung der Platoons MG/S4K. Doch die anfängliche Begeisterung über die tolle Grafik und den geilen Sound verflog schneller als bei Tom Clancy’s The Division und das will bei mir etwas heißen. Die Storysequenzen sind durchaus interessant, aber die Motivation, alle zu spielen, verflog schnell. Genauso sorgte der Multiplayer schnell dafür, dass jeder andere Shooter gut gegen ihn aussah – casual durch die Gegend hopsen in einem Spiel, dessen Grafik nur auf den ersten Blick wirklich gut ist, damit möchte ich nicht meine Abende verschwenden.

 

 

Teamplay war eklatant nonexistent, sodass selbst Battlefield 4 dagegen das reinste Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Teams vermittelt. Nein, Battlefield 1 habe ich den Rücken zugekehrt – und das als jemand, der innerhalb der Riege der Redakteure dieser Seite sicher einer derjenigen mit den meisten Stunden in Battlefield ist. Ich wollte einfach nicht mehr hinnehmen, was aus einer großartigen Shooterreihe geworden ist und die pure Geldgeilheit von EA, unter der die eigentlich gute Arbeit von DICE leider leidet.

 

Damit wollte ich EA nicht mehr weiter unterstützen. Mich hattet ihr vielleicht in den Verkaufsstatistiken der ersten Woche, aber zu den aktiven Spielen gehöre ich nicht mehr, auch wenn ihr wieder falsche Zahlen als angeblichen Erfolg verkauft. Und auch wenn ich Battlefield eigentlich liebe, durch Battlefield 1 ist die Reihe für mich zurzeit gestorben. Und der Skandal um Battlefront 2 unterstützt mich nur in meiner Ansicht, dass man einem Spiel von EA keine Chance mehr geben sollte, so dick da auch Star Wars oder Battlefield drauf stehen mag und so sehr da auch der Fanboy in mir leidet.

 

Danke, eure Shooter-sZene

 

the author

Seit es Doom und Wolfenstein 3D gibt bin ich Ego-Shooter Spieler durch und durch. Einige wenige Rollen-, Strategie- sowie Jump and Run- Spiele bekamen auch meine Aufmerksamkeit und entwickelten mich zu einem vielseitigen Spieler. Zocken ist für mich ein qualitatives Unterhaltungsmedium und taucht mich immer wieder in neue Welten ein.

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9 Readers Commented

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  1. Robert Lützen
    Robert Lützen on 19. November 2017

    Thomas DehnMarcel GehlingMartin SpringerAlexander Kotzur

  2. Thomas Schramm
    Thomas Schramm on 19. November 2017

    Ok. Danke für Deine detaillierte Ausführung und das teilen Deiner Meinung. Ich schreib Dir morgen mal meine Sicht der Dinge. Teils geh ich durchaus konform mit Dir.

  3. Chris Russelss
    Chris Russelss on 19. November 2017

    Rainbow Six siege ist ja wohl schlimmer als alles was ea bisher raus gehauen hat.es gibt kaum ein Spiel das nach Jahren immer schlimmer wird außer rb6. Es hätte der beste shooter werden können. Aber jeder Patch macht es weniger spielbar.

    • Shooter-Szene.de

      Dem stimme ich dir teilweise zu, beide haben Stärken und Schwächen. Was aber sehr peinlich für Ubisoft seien sollte, ist, dass der Ranked Modus seit 2 Jahren immer noch in der Beta ist. Greetz NeroTheStranger

    • Andreas Bausch
      Andreas Bausch on 19. November 2017

      Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich spiele es seit Release und habe nicht wirklich Probleme mit dem neuen Patch. Klar gibt es Bugs aber die kommen selten vor und größtenteils läuft es.

    • Chris Russelss
      Chris Russelss on 19. November 2017

      Andreas Bausch Bugs kommen selten vor? Castle glitch… van glitch… maps die wegen glitches unspielbar sind… dieses Spiel lebt von seinem mp modus. Da sind spielentscheidende glitches der Horror. Zudem ist die Connection teilweise eine katastrophe… ich weiss wo von ich Rede war über Level 200 und war einige Sessions dia

    • Marek Bartsch
      Marek Bartsch on 19. November 2017

      Chris, da kann ich dir nur zustimmen, ich hab eine durchaus ähnliche Spielerfahrung. Trotzdem spielen wir das Spiel, oder? Und genau das macht es zu einem guten Spiel. Wenn man es trotz seiner nicht grad wenigen Probleme trotzdem spielt.
      Und ganz ehrlich, Rainbow Six Siege ist um Welten besser, als jeder Casual Shooter *hust* BF1 *hust* aus dem Hause EA 😉
      Grüße vom Trooper 😀

    • Chris Russelss
      Chris Russelss on 19. November 2017

      Also ich Spiele seit ca 3 Monaten kein rb6 mehr. Wenn man ehrgeizig ist und man nur verliert durch so ein scheiss hat man iwann die Schnauze voll. Das das spielprinzip Top ist steht außer Frage. Aber selbst die Beta von bf1 lief besser als rb6 heute

  4. Shooter-Szene.de

    Christoph Schröter, Thomas Schramm, Bitteschön. Teil 1. Nächste Woche folgt dann die Fortsetzung.

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