Warhammer: Vermintide 2 – Review von -März 14th, 2018 at 4:52 pm

Pro

  • Onlinestabilität und Hostsuche
  • Minimalistischer Soundtrack
  • Gameplay
  • Leveldesign
  • Fähigkeitenbaum und Gadgets

Contra

  • Story
  • Leichte Grafikbugs
  • Wenig Abwechslung

Wahammer: Vermintide 2 ist im Vergleich zum Vorgänger deutlicher attraktiver gestaltet und bietet mehr Anreiz, es zu spielen. Eine klare Empfehlung für Left4Dead-Fans!

Nach etwas mehr als zwei Jahren ist es wieder soweit: Das Entwicklerstudio Fatshark schickt uns erneut in das Warhammer-Universum und hat Warhammer: Vermintide 2 veröffentlicht.

 

Story

 

Zur Auswahl stehen wie schon im ersten Teil fünf verschiedene Helden zur Verfügung. Mit ihren speziellen Nah- und Fernkampfwaffen kann der Spieler individuell seinen Spielcharakter für sich finden. Neben den fünf Spielcharakteren erhalten die jeweiligen Helden Berufsklassen. Diese verändern nicht nur das Erscheinungsbild des Helden, sondern bieten unterschiedliche Fähigkeiten, die nur für diese Berufsklasse erhältlich ist. Doch so einfach kann der Spieler nicht eine der Berufsklassen wählen. Der eigentliche Hauptcharakter bzw. die jeweilige Klasse muss auf Level 7 für den ersten Spezialisten gelevelt werden und für die zweite bzw. dann insgesamt dritte Variante auf Level 12.

 

 

Wer braucht
schon Story?!

Der Gott des Gemetzels schickt uns in die nächste Runde und der Gaumenschmaus ist mit Warhammer: Vermintide 2 angerichtet. Erneut stürzen wir uns in dutzende Feinde und erschaffen das Ratatouille a la Vermintide 2. In der Fortsetzung des erfolgreichen Koop-Titels im Warhammer-Universum müssen wir Helmgard und das Imperische Reich wiederholt aus den Fängen der Skavenarmee und Chaosbarbaren befreien. Doch die Geschichte an sich tut hier nicht viel zur Sache, denn äußerst überragend sind die geringen Storyanteile nicht. Reist an ein Ziel, erledigt dort die Feinde und lasst es knallen – dieses Prinzip verfolgt euch durch das ganze Spiel.

 

Um einen nicht ganz zusammenhanglos in die drei Akte mit jeweils fünf spielbaren Welten zu werfen, gibt es dann aber doch etwas Geschichte auf die Ohren. Aber das wichtigste ist, sie erfüllen auf jeden Fall ihren Zweck. Und da sind wir schon beim Hauptaspekt des Spiels, nämlich ordentlich Fleisch für das nächste Barbecue zu schnetzeln und mit nach Hause zu bringen. Natürlich geht es nicht nur darum. Der Hauptteil der Spielgeschichte geht definitiv für das Hack´n Slay-Abenteuer drauf und belastet das Spielerlebnis keineswegs. Durch die storygebundenen Aufgaben und Levelanteile erhält man eine gewisse Abwechslung die dem sonst stumpfen Abschlachten von Gegnern eine gewisse positive Würze gibt. Zudem kann der Spieler noch Heldentaten vollbringen, die ihm zusätzliches Lootmaterial bieten, dafür aber gewisse Eigenschaften haben. Zum Beispiel „Spieler erhalten über Zeit immer wieder Schaden“.

 

 

Gameplay

 

Das Gameplay beginnt – anders als im Vorgänger – mit einem Tutorial. Hierbei wird man als Spieler aufgefordert, aus den Fängen der Skaven zu flüchten. Dort lernen wir die essentiellen Spielmechaniken nacheinander kennen. Nebenbei befreien wir drei unserer Kumpanen. Abschließend verlasst ihr mit euren Bot-Kollegen die Höhle der Skaven. In der Feste – dem Social Hub – angekommen, könnt ihr euch für die Missionen bereit machen. In der Feste selbst lernt ihr die zusätzlichen Gadgets, die im Spiel revelant sind, kennen. Nach einer kurzen erfolgreichen Tour liegt es an euch, was ihr machen wollt. Entweder startet ihr alleine mit KI-gesteuerten Freunden das erste Level oder hostet ein Spiel mit Freunden oder zufälligen Mitspielern. Als Host können andere Spieler bei euch einsteigen, um mit euch die Schnitzeljagd zu beginnen. Falls ihr nicht abwarten wollt, bis sich der eine oder andere Onlinespieler bei euch verirrt, könnt ihr auch andere Host-Spiele aufsuchen, um dort eure Hilfe anzubieten. Alternativ lassen sich neben dem „schnellen Spiel“ auch im Lobby-Browser offene Partien finden. Wie ihr euch auch entscheiden solltet, das Ergebnis wird dasselbe sein.

 

Barbecue-Time!

Im Level angekommen geht es gleich zur Sache. Ihr müsst die Aufgaben erfüllen und schlagt euch nebenbei durch Hunderte von Gegnern in einem Level. Die Charaktere spielen sich flüssig und je nach Charakter könnt ihr euren Spielstil anpassen. So könnt ihr entweder filigran mit dem Bogen hantieren oder doch den schweren Hammer nutzen, um gleichzeitig mehrere Gegner in den Boden zu rammen. Es liegt an euch wie ihr euch den Horden stellen wollt. Mit den zusätzlichen Superfähigkeiten, die einige Zeit benötigen, um sich aufzuladen, erhaltet ihr einen individuellen Angriff zusätzlich. Während des Tests wirkte keiner der Charaktere gegenüber den anderen unterlegen. Was jedoch im Spiel selbst auffällt ist, dass Gruppenmitglieder oft einzeln Ereignisse triggern können, ohne, dass die Gruppe zusammen ist. Sprich, wenn man einen ganz lustigen Mitspieler im Team hat, kann man schnell von den Gegnern überrannt werden. Gerade auch deswegen, weil an bestimmten Stellen Elite-Gegner, wie ein Rattenoger oder eine Chaosbrut, auftauchen können.

 

 

Besonders motivierend sind zwei Features. Zum einen die erneut im Spiel befindlichen, findbaren Bücher in den einzelnen Level. Zum einen gibt es die Grimoiren und zum anderen die Tomes. Während Erstere den Slot für die Heilung blockieren und drei im Level versteckt sind, haben Letztere eine deutlich spürbarere Auswirkung. Denn die Tomes verringern das Leben zunächst um ein Drittel, während das Zweite die Gesundheit aller Spieler in der Gruppe auf unter die Hälfte sinken lässt. Blockiert wird hier nur der Slot für einen zusätzlichen Trank wie Stärke, Geschwindigkeit oder Konzentration – nichts Essentielles. Von den Tomes kann man maximal zwei in einem Level finden – ansonsten hätte man wohl einen negativen Gesundheitsbalken. Der zweite Punkt, der Extra-Motivation mit sich bringt sind die Lootboxen, die man am Ende des Levels oder beim Spieler-Levelaufstieg bekommt. Ja, richtig gelesen, es sind Lootboxen im Spiel. Diese geben uns auch wie gewohnt beim Öffnen drei zufällige Gegenstände mit zufälliger Seltenheit. Allerdings kann – und muss – man sich diese nicht mit Echtgeld kaufen. Im Prinzip hätte man die Boxen auch weglassen können und zufällig Gegenstände bekommen, das Prinzip würde dasselbe bleiben. Durch das Öffnen hat man aber trotzdem die Spannung, was wohl drin sein wird.

 

Grafik & Sound

 

Das Leveldesign und Artwork wirken stimmig. Ob jetzt in den Dörfern und Städten oder in den tiefsten Höhlen des Imperischen Reiches. Die Atmosphäre und das Leveldesgin sehen und fühlen sich stimmig an. Und trotz des linearen Spielaufbau bekommt man als Spieler nicht das Gefühl, in einem Tunnel eingeengt zu werden. Das Soundboard für diesen Koop-Ego-Shooter ist einzigartig. Anstatt mit gewaltigen pompösen Soundtracks überzeugen zu wollen, bleibt das Spiel minimalistisch. Hier und da zur richtigen Zeit ein ausgeglichener Track und fertig ist die Atmosphäre. Der minimalistische Soundtrack hat eine solch markante Wirkung, die perfekt ins Gesamtkonzept passt. Selten haben wir solch einen faszinierenden Soundtrack-Minimalismus wie in Warhammer: Vermintide 2 gefunden. Die Kampf-, Umgebungs- und Levelsounds sowie die Dialoge bieten eine spielerische Authentizität und runden den Titel ab.

 

 

Fazit

 

Maurice: In meinen Augen ist Warhammer: Vermintide 2 der Schritt in die richtige Richtung gewesen. Vor allem, weil man sich scheinbar auch die Zeit genommen hat, ein wirklich spaßiges Prinzip zu entwickeln. Obwohl, wahrscheinlich, nicht sonderlich viele Unterschiede zum Vorgänger enthalten sind, macht mir der zweite Teil persönlich viel mehr Spaß. Den ersten hatte ich lediglich nur in der Redaktion mal angezockt, aber im Anschluss nie wieder angerührt. Anders ist es beim Nachfolger. Egal, ob man es Solo und mit Fremden, oder eben doch mit Freunden spielt, es macht Laune. Aber gerade mit Kollegen macht es dann doch am meisten Spaß. Auch das Prinzip der angesprochenen Lootboxen motiviert, immer noch eine Runde dranzuhängen, statt aufzuhören. Und vor allem positiv ist, dass es bisher keine Mikrotransaktionen gibt, wodurch man sich in meinen Augen doch schon einen großen Vorteil verschaffen könnte. Vorausgesetzt, man könnte sich die Kisten – oder Ähnliches – kaufen. Wir werden gespannt auf den ersten DLC, den noch kommenden MOD-Support und die dedizierten Server warten!

 

NeroTheStranger: Als ich Warhammer: Vermintide kennenlernte, war ich nicht sonderlich beeindruckt.  Trotz seines Erfolges konnte mich der erste Teil überhaupt nicht überzeugen. Doch genau anders herum erging es mir mit Teil 2. Trotz seiner Simpelheit überzeugt mich der neue Titel sofort. Ich weiß nicht warum, doch Vermintide 2 macht deutlich mehr Spaß und bannt den Spieler. Heutzutage müssen Spiele solch eine Überragenheit besitzen, was meistens nicht geboten wird. Der Warhammer Titel bedient sich nicht einmal übertriebener Spielmechanik oder Bombenstory, sondern es bleibt einfach. Da stellt man sich doch die Frage: Was will man mehr? Natürlich nichts, Warhammer: Vermintide 2 macht Spaß und überzeugt im Gesamten. Dafür werden Spiele gemacht.

the author

Seit es Doom und Wolfenstein 3D gibt bin ich Ego-Shooter Spieler durch und durch. Einige wenige Rollen-, Strategie- sowie Jump and Run- Spiele bekamen auch meine Aufmerksamkeit und entwickelten mich zu einem vielseitigen Spieler. Zocken ist für mich ein qualitatives Unterhaltungsmedium und taucht mich immer wieder in neue Welten ein.

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