No Man’s Sky: Warum Schweigen Gold ist

In einem Interview mit No Man’s Sky Entwickler Sean Murray spricht dieser über problematische Spielveröffentlichungen und warum es gar nicht einmal so schlecht ist, einfach zu schweigen.

 

In den vergangenen Monaten und Jahren war es immer wieder zu desaströsen Veröffentlichungen von Spielen gekommen. Die Präsentationen und die Versprechen, die durch die Entwickler geschaffen wurden, waren groß, doch letztendlich auch zu groß, um sie auch zufriedenstellend wahr werden zu lassen. 

 

Zahlreiche Titel können mittlerweile aufgelistet werden, bei denen sich die Community alles andere als positiv geäußert hat, sobald die Gelegenheit da gewesen ist sich in das Geschehen zu stürzen. Als Paradebeispiel gilt No Man’s Sky. Das Spiel wurde von vielen Interessenten äußerst positiv mitverfolgt. Es entwickelte sich ein Hype um den Titel, welcher mit dem Näherkommen des Releasedatums auch noch einmal zunahm. Aber dann folgte die große Enttäuschung.

 

Nach all den Videos und Ideen, die die Entwickler vorgestellt hatten, lieferte das Endprodukt von No Man’s Sky leider nicht all das, was man sich anfangs erhofft und gewünscht hatte. Stattdessen heimsten sich die Entwickler viel Kritik ein. Rückblickend können wir mittlerweile sagen, dass dieser Titel nicht als einziger kritisiert worden ist.

 

Große Publisher und Entwickler, wie EA und Bethesda, mussten sich in der Vergangenheit auch so einiges von ihrer Community anhören lassen. Es gab Lootboxen-Skandale und Entwicklungen von Spiele, die alles andere als gut eingeschätzt worden sind. In einem Interview mit Sean Murray, welcher sich hinter No Man’s Sky verbirgt, gibt dieser Tipps dafür, wie man sich als Entwickler in so einer Situation verhalten sollte. 

Nach dem altbekannten Sprichwort „Schweigen ist Gold“ rät Murray dazu einfach Stillschweigen zu wahren und mit weiteren Informationen an die Community und der Presse zu warten, bis man selbst dafür soweit ist. Auf diese Weise hat das Studio von No Man’s Sky stolze zwei Jahre jeglichen Kontakt mit der Öffentlichkeit vermieden.

 

Murray gesteht zwar, dass er sich immer wieder an einen Community Post herangesetzt hatte, um die Spieler über die aktuelle Situation aufzuklären. Schließlich besteht immer wieder der eigene Anspruch, sich zu erklären und die Kunden zu beruhigen. Doch es war nie zu einer Veröffentlichung des besagten Posts gekommen. 

 

Stattdessen erfolgte völlig überraschend die Ankündigung eines Updates mit einer immensen Größe und entsprechend auch mit einer gewaltigen Anzahl an Verbesserungen und Änderungen. Die Reaktionen danach sprachen für sich: Die Community hatte sich beruhigt, das Spiel kam den Versprechen wesentlich näher und das Studio konnte zur Normalität zurückkehren.

 

Wenngleich es ziemlich schwierig sein kann, rät Murray andere Entwickler dazu, sich ebenfalls so in einer Situation zu verhalten und zunächst einen Rückzieher zu machen. Auf diese Weise könne man sich besser auf den eigenen Titel und die fortschreitenden Anpassungen fokussieren.

 

Wie seht ihr das? Seid ihr einer Meinung mit Murray?

 

Quelle

the author

Seit 2014 Content-Managerin und Quoten-Mädchen in der Männertruppe. Verrückt nach Bioshock und anderen Shootern, verliebt in Tee, Bücher, Serien und Konnichiwa. Glaubt manchmal, versehentlich in Asien bei der Geburt vertauscht und nach Deutschland verfrachtet worden zu sein. Ohorat? Ohorat.

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