Battlefield 4: Naval Strike – Review von -April 23rd, 2014 at 5:37 pm

Pro

  • neuer überzeugender Spielmodus
  • schön designte Maps
  • neue Waffen

Contra

  • kaum Levolution
  • Texturenfehler
  • lange Ladezeiten
  • Preis

Naval Strike weiß mit den neuen Insel-Maps, Waffen und vor allem dem neuen Spielmodus zu überzeugen.

Mit Naval Strike ist nun das dritte DLC für Battlefield 4 erschienen und verlagert damit die Schlachten auf das südchinesische Meer. Es gibt nicht nur wieder vier neue Mehrspieler Karten sondern auch einen neuen Spielmodus, ein neues Fahrzeug, zusätzliche Gadgets und weitere Aufträge. Doch wie steht es um das DLC? Hat DICE damit endlich einen Treffer ins Schwarze gemacht oder ist es eher enttäuschend für die Community?

Neuerungen mit dem DLC

Wie gewohnt liefert uns DICE mit jedem neuen DLC vier zusätzliche Maps für Battlefield 4. Diese laufen unter den Namen Lost Islands, Nansha Strike, Wave Breaker und Operation Mortar aber dazu später mehr. Jede Klasse bekommt aber auch eine neue Waffe, die AR160, SR-2, SW40, SR338, und die AWS. Diese kann man mittels Aufträge für die jeweiligen Klassen freischalten, sind aber eher nebensächlich im Naval Strike DLC.

Schlachten mit neuen Waffen auf dem Meer

Unter den neuen Gadgets findet man nun einen M320 GL, einen Granatwerfer, welcher drei kleine Granaten nacheinander abfeuert, vor. Sollten euch auf der Minimap komische Kreuze bzw. Sterne aufgefallen sein, so sind dies die AA Minen. Sie werden von Luftfahrzeugen in einem bestimmten Radius ausgelöst. Auch unter den Fortbewegungsmitteln gibt es ein neues Amphibien-Fahrzeug – das Luftkissenboot. Es ist zwar nett, aber dient, wie schon das Quad, rein zur Fortbewegung. Zusätzlich gibt es auch noch zehn neue Aufträge, die jeder für sich erfüllen kann. DICE hat sich aber auch noch Gedanken zu einem neuen Spielmodus gemacht, den Carrier Assault-Modus.

Carrier Assault-Modus

Dieser Spielmodus, der erstmals mit Naval Strike in die Battlefield Reihe gebracht wurde, soll eine Neuauflage des Titan-Modus aus Battlefield 2142 darstellen. Den Carrier Assault-Modus kann man mit einem Mix aus Eroberung und Rush vergleichen. Jedes Team hat dabei außerhalb der Inseln jeweils ein Träger-Schiff als Basis. Anfangs heißt es wie bei einer Eroberung so viele Flaggen wie möglich zu halten.

Neuauflage des Titan-Modus aus Battlefield 2142

Je mehr Flaggen man für sein Team hat, desto mehr Raketen werden auf das gegnerische Träger-Schiff abgefeuert. Sobald das gegnerische Träger-Schiff zu 50 Prozent beschädigt ist, ist es offen und man kann die Schlacht dann auf unterschiedliche Weisen für sich entscheiden. Entweder man zündet die zwei MCOMs nacheinander und gewinnt dadurch oder man bringt das Schiff durch die Raketen zum Untergang. Man muss jedoch dabei bedenken, dass auch das eigene Träger-Schiff angegriffen werden kann, sobald dieses offen ist. Je nachdem wie ausgeglichen die Teams sind, gehen die Runden teilweise relativ schnell vorüber.

Gameplay in Naval Strike

In diesem Punkt hebt sich Naval Strike sehr stark von den anderen DLCs bzw. bisherigen Maps ab. Außer bei Paracell Storm, da findet man eine gewisse Ähnlichkeit mit den Maps aus Naval Strike. Die Maps sind alle auf Basis mehrerer Inseln aufgebaut und es gibt kaum gepanzerte Land-Fahrzeuge. Hauptsächlich gibt es nämlich nur Jetskis, Patroullien Boote, Little Birds und das RCB-Boot. Auf manchen Maps findet man teilweise bei gewissen Stützpunkten einen Attack-Heli, eine mobile Antiair und ein LAV. Dadurch ändert sich das Gameplay der Schlachten auf den Maps von Naval Strike total und man muss sich auf diverse Heckenschützen gefasst machen. Kleinere Levolution-Elemente und Easter-Eggs hat man ebenfalls wieder eingebaut.

Lost Islands

In Lost Islands spielt sich alles auf einer kreisförmigen Inselgruppe rund um ein abgestürztes Flugzeug ab. Hier findet man auch gleich das Levolution-Element, denn man kann das Flugzeug aufsprengen. Dies funktioniert indem man das entwichene Kerosin bei der Tragfläche mit etwas Explosiven entzündet. Die Designer haben sich in dieser Map an den Felsen verausgabt und auch einen kleinen Wasserfall vor einer Höhle kreiert. Die vielen kleinen Inseln liegen eng aneinander und können an den seichten Stellen im Wasser sogar mit Quads erreicht werden. Es gibt jedoch kaum Deckung und man sollte vermeiden in das Visier eines RCB-Bootes oder des Little Birds zu geraten. Die Frage ob man sich bei dieser Map die Serie Lost als Beispiel genommen hat, bleibt offen.

Nansha Strike

In Nansha Strike findet man sich auf eine bebauten Insel wieder. Die Gebäude erinnern eher an eine kleinere militärische Einrichtung. Das Geschehen wird sich hauptsächlich auf der großen Insel in der Mitte befinden, doch man sollte in Spielmodi, wie zum Beispiel Conquest Large, die kleinen Insel nicht außer acht lassen. Kleine Flüsse ziehen sich durch die Hauptinsel, durch die Brücken haben aber RCB-Boote keine Chance diese zu befahren. Es gibt auch noch ein kleines Tunnelsystem, welches einen schnellen Weg von der Küste zum Zentrum der Insel bietet. Levolution direkt gibt es hier nicht, allerdings zieht ähnlich wie in Paracell Storm ein Unwetter auf. Es verhält sich aber weit nicht so extrem wie in Paracell Storm.

Wave Breaker

Die Map erhielt ihren Namen durch die kleineren Felsen die rund um die Insel verteilt sind. Sie machen es schwierig sich mit Wasserfahrzeugen zu bewegen. Der eine oder andere läuft hier schnell mal mit seinem RCB-Boot auf. Der riesige Felsen fällt sofort auf und unterscheidet sich dadurch stark von den anderen Maps. Die Schlacht findet hier eher unter Tage statt, denn in diesem Felsen gibt es ein groß angelegtes Tunnelsystem mit Schleusentoren und einer Uboot-Werft. Ist man im Umgang mit einem Little-Bird geschickt genug kann man hier sogar rein fliegen. In der Werft findet man ein aufgebocktes Uboot, welches man durch zerstören der Stützen zum Fall bringen kann. Man sollte aber auch wie in Nansha Strike die Flaggen-Punkte außerhalb der Werft nicht vergessen.

Operation Mortar

Eine schönen Kullisse hat man sich in dieser Map ausgedacht, denn ihr dürft einen rötlichen Sonnenaufgang in Operation Mortar erleben. Auch hier befinden wir uns wieder, wie für Naval Strike typisch, auf einer Inselgruppe. Diese ist in diesem Fall aber eher in die Länge gezogen. Auf einem Hügel findet man die Überreste einer Burg mit verwendbaren alten Kanonen, überaus sinnvoll sind diese aber nicht. Ebenfalls gibt es hier unter der Ruine ein verwinkeltes Tunnelsystem bis runter zur Küste. Mittels einer zerstörbaren Hängebrücke erreicht man eine kleine Insel mit einem Landeplatz für einen Attack-Helikopter.  Man kann in diesem aber nicht direkt spawnen.

Fazit

Mit Naval Strike liefert das Entwicklerstudio aus Schweden vier schöne Karten, die an idyllischen Orten spielen. Diese Ruhe wird durch die Spieler, dank den fünf neuen Waffen und dem Hovercraft, schnell gestört. Wer etwas für das Auge will macht mit „Naval Strike“ auf jeden Fall schon mal nichts falsch. Der neue Spielmodus „Carrier Assault“ bringt ebenfalls mit einer Mischung aus Conquest und Rush frischen Wind in das Spiel. Dank der Dynamik überzeugte uns der Modus von Anfang an. Jedoch kommt dieses DLC leider nicht ohne Probleme.
So brauchen die Texturen der Karten selbst bei hochpreisigen Grafikkarten noch viel länger zum Laden als wir es von den bisherigen Maps gewöhnt sind. Die Soundbugs kommen beim Rundenbeginn immer wieder noch vor. Levolution lies man in Naval Strike etwas außen vor, schaut man jedoch etwas genauer hin, findet man dann aber doch das ein oder andere Element.

the author

Ich bin bei Shooter-sZene seit dem Relaunch im Frühjahr 2013 dabei. Als Redakteur habe ich hier begonnen und bin nun als Senior Content Manager tätig. Reichlich Action und Ego-Shooter stehen bei mir an vorderster Stelle. Neben dem Interesse an dem Zocken und PC-Hardware bin ich im Sommer gerne auf dem Motorrad unterwegs bzw. im Winter mit dem Snowboard auf der Piste.

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